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Kommissar Kugelblitz, Band 29: Der Fall Rhinozeros [Gebundene Ausgabe]

Ursel Scheffler , Johannes Gerber

Preis: EUR 6,80 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Januar 2008
KK macht Urlaub im herbstlichen Frankenland: Endlich ein paar Tage frei und kein Kriminalfall zu lösen! Dafür ist vor Ort schließlich sein umtriebiger Kollege, Kommissar Schote, zuständig. Aber dann schlagen in dem idyllischen Städtchen Kunstfälscher und Bankräuber zu. Und Kugelblitz’ klarer Kopf und scharfer Verstand müssen dem tollpatschigen Schote aus der Klemme helfen ...

Wird oft zusammen gekauft

Kommissar Kugelblitz, Band 29: Der Fall Rhinozeros + Kommissar Kugelblitz, Band 30: Piraten der Wüste + Kommissar Kugelblitz, Band 28: Der Fall Shanghai
Preis für alle drei: EUR 20,40

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Als Kind hatte Ursel Scheffler, die 1938 in Nürnberg geboren wurde, viele verschiedene Berufswünsche: Zunächst schienen ihr Detektiv oder Urwaldforscher attraktiv, später waren es Archäologin oder Diplomatin, weil damit weite Reisen rund um die Welt verbunden sind. Am Ende studierte Ursel Scheffler aber doch Sprachen und Literatur, denn schließlich hatten ihr Abenteuergeschichten schon immer gefallen. Als sie selbst Mutter wurde, begann sie, sich auch für Kinderbücher zu interessieren. Und sie fing an, selber zu schreiben. Mehr als 300 Titel sind inzwischen von ihr erschienen, darunter die bekannten Detektivgeschichten um "Kommissar Kugelblitz".

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ganovenjagd ist ihr Hobby! Schon Ursel Schefflers erstes Buch war ein Bilderbuchkrimi. Mit "Kommissar Kugelblitz" ist sie dem kriminalistischen Genre treu geblieben. Der kugelrunde Kommissar ermittelt seit 30 Jahren nicht nur in Hamburg, wo seine Erfinderin lebt, sondern auch in New York und Shanghai, weil er genauso gern auf Reisen geht wie die Autorin.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Das Atelier in der alten Mühle
Es ist Donnerstag, der 7. Oktober, um 12 Uhr mittags. Kugelblitz steuert seinen Wagen über die Landstraße in Richtung Kronach. Leider herrscht solcher Nebel, dass man kaum bis zur Kühlerhaube sehen kann! Aber das Navigationssystem sorgt dafür, dass KK sich auch im Nebel zurechtfindet.
Weit kann es nicht mehr sein, überlegt Kugelblitz.
Am Kilometerstein 13 taucht es ganz plötzlich vor ihm auf, das alte fränkische Mühlenhaus, von dem ihm sein Kollege Lukas Cornelius jahrelang vorgeschwärmt hat.
Lukas hat es vor einem Jahr von seiner Tante Cordula geerbt (der Enkelin des Müllers) und so viel Geld dazu, dass er seinen Beruf als Kriminalkommissar an den Nagel hängen konnte. Jetzt hatte er Zeit genug für sein großes Hobby: die Malerei. Kurz entschlossen zog er nach Franken und richtete sich in der Mühle ein Maleratelier ein.
Das Motorengeräusch lockt Cornelius vor das Haus. Genau in diesem Augenblick bricht die Sonne durch die Nebelwand, und der Mann im Malerkittel steht da wie im Schweinwerferlicht einer Bühne.
"Willkommen, Isidor!", ruft er fröhlich und streckt Kugelblitz die Hände entgegen.
"Mensch, Lukas", ruft Kugelblitz. "Gut siehst du aus! Und deine Mühle auch - aber sie hat ja gar keine Flügel!"
"Hier weht nicht so viel Wind wie in Norddeutschland, deshalb baute man hier in der Gegend Wassermühlen", erklärt Lukas.
"Der Ruhestand scheint dir gut zu bekommen ..."
"Es ist eher ein Unruhestand", gesteht Lukas. "Ich kann mich vor Aufträgen kaum retten! Ich mahle allerdings nicht, ich male! Komm doch rein und sieh dir meine 'Kunst-Mühle' mal an!"
Lukas Cornelius hat das hübsche Fachwerkhaus nicht nur außen, sondern auch innen neu gestrichen. Die weiß gekalkten Wände unter den braunen Dachbalken hängen voller Bilder. Auf einer der Staffeleien steht ein Ölgemälde mit Sonnenblumen.
"Aber - die hat doch von van Gogh gemalt!", ruft Kugelblitz überrascht.
"Richtig!", schmunzelt Lukas. "Und daneben steht die Mona Lisa von Michelangelo. Vorsicht, die Farbe ist noch nicht ganz trocken!"
"Bist du etwa unter die Kunstfälscher gegangen?", erkundigt sich Kugelblitz verwundert.
"Wo denkst du hin!", protestiert Lukas. "Ich kopiere alte Meister, weil ich sie bewundere. Ich versuche, das Geheimnis ihrer Technik zu ergründen."
"Tscha, das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa wollten schon viele ergründen ...", schmunzelt Kugelblitz.
"Ich hab das Lächeln ganz gut hingekriegt, finde ich. Aber es ist und bleibt eben nur eine Kopie."
"Und was machst du mit den vielen Bildern?", will Kugelblitz wissen.
"Einen Teil behalte ich, einen Teil verkaufe ich an Kunstliebhaber, die sich die echten alten Meister niemals leisten könnten. Zum Glück verdiene ich damit mehr als mit meinen eigenen Gemälden." Er seufzt. "Na ja, viele große Maler wurden erst nach ihrem Tod berühmt!"
Kugelblitz betrachtet die Mona Lisa durch seine Lupe und sagt anerkennend: "Du malst so genial, dass die Kopien von den Originalen kaum zu unterscheiden sind! - Aber sag mal, ist das nicht gefährlich? Wie leicht könnten da Betrüger auf dumme Gedanken kommen ..."
"... und diese Gemälde als Original verkaufen? Unmöglich! Jeder Fachmann kennt die echten Bilder und weiß, in welchem Museum sie hängen", versichert der Maler.
"Ich hatte mal einen Fall, da hat man Original und Fälschung im Museum einfach ausgetauscht", erinnert sich Kugelblitz. "Während die Kopie in der Kunstgalerie hing, wanderte das geklaute Original zu einem reichen Sammler."
"Das ist bei meinen Kopien unmöglich", erklärt Lukas. "Meine Bilder werden nicht signiert, und ich baue in jedes unauffällig ein paar winzige Fehler ein."
"Da bin ich ja beruhigt!", schmunzelt Kugelblitz.
In diesem Augenblick klingelt das Telefon auf dem Mühlstein neben der Staffelei.
"Hallo?", fragt Lukas und fügt dann hinzu: "Am Freitag? Ja, das müsste klappen!"
Der Gesprächspartner redet noch eine Weile auf Lukas ein. Der versichert immer wieder: "Ja ja, Sie können sich darauf verlassen! Das Bild wird pünktlich fertig sein! Ich hab es doch versprochen."
Etwas genervt beendet er das Gespräch.
"Das war Anita Kana, eine Kunstagentin. Sie hat sich nach ihrem Rhinozeros erkundigt", sagt er zu Kugelblitz.
"Ein Rhinozeros? Bist du unter die Großwildjäger gegangen?", staunt Kugelblitz.
Cornelius lacht. "Nein, natürlich nicht. Aber Frau Kana hat einige Bilder für reiche Kunstliebhaber bei mir bestellt. Drei Ikonen für russische Sammler. Die Sonnenblumen dort sind für einen Kunden in Paris. Die Mona Lisa wandert in den Harem von einem Scheich in Dubai und das Rhinozeros zu einem reichen Arzt nach Chicago."
"Ah, verstehe. Du kopierst also den berühmten Holzschnitt von Albrecht Dürer", sagt Kugelblitz. "Das Bild ist wirklich weltbekannt. Es war sogar in unserem Lesebuch abgebildet. Wir nannten es den Dürosaurier!"
"Genau gesagt kopiere ich nicht den Holzschnitt, sondern den Entwurf, den Dürer mit der Feder gezeichnet hat, ehe er es in Holz schnitzte. Vom Holzschnitt gibt es mehrere Abdrucke, aber von der Federzeichnung nur ein Exemplar. Deshalb ist sie besonders wertvoll. Sie hängt normalerweise im Britischen Museum in London und ist von dort für unsere Dürer-Ausstellung ausgeliehen worden. Hier siehst du das Bild im Ausstellungskatalog."
Kugelblitz nimmt seine Lupe und betrachtet das Bild im Katalog genauer. Er schmunzelt: "Das Nashorn hat ein fast genauso geheimnisvolles Lächeln in den Mundwinkeln wie die Mona Lisa! Findest du nicht?"
"Ist das ein Wunder? Dieses Rhinozeros hat ein aufregendes Leben hinter sich!", sagt Lukas.
"Seit dem Fall mit den Nashornjägern in Afrika habe ich zu diesen Tieren ein besonderes Verhältnis!", antwortet Kugelblitz nachdenklich.

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Einleitungssatz
Es ist Donnerstag, der 7. Oktober, um 12 Uhr mittags. Lesen Sie die erste Seite
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