Auch das zweite Büchlein um den schwäbischen Kommissar Eisele des 1964 geborenen stuttgarter Comiczeichners Martin Frei gefällt mir ganz gut. Während der Fall als solches im Sprayer-Millieu schon sehr eigenständig ist gibt es trotzdem einige Kritikpunkte,die mir in Band 1 so noch nicht aufgefallen waren.
Begeisterten mich dort vor allem die hervorragend gezeichneten Hintergründe Stuttgarts,so ist Frei in diesem Buch dazu übergegangen,diese aus Zeitersparnisgründen als Fotos einzufügen,die dann manchmal mehr und manchmal weniger Comictechnisch bearbeitet wurden. Die Bildkompositionen sind immer noch gelungen,und die Panels sehen gut aus,das Ergebnis ist aber trotzdem etwas Anderes und natürlich viel weniger faszinierend als akribisch gezeichnete Hintergründe. Der stets schwäbelnde Kommissar Eisele redet in diesem Buch auch abwechselnd Schwäbisch und hochdeutsch,ein unlogischer Bruch,dessen Notwendigkeit nicht nachvollziehbar ist und der eher als Schlamperei ausgelegt wird. Abgesehen von diesen Punkten ist der Band mit 60 s/w-Seiten in DinA 5 wieder gut gelungen,auch wenn er dünner ist als Band 1 und statt zweien nur noch einen Kriminalfall enthält.