Aus der Amazon.at-Redaktion
Brenner hat genug vom Dasein als Privatdetektiv. Und weil die Gelegenheit günstig war, hat er den Job bei den Rettungsfahrern angenommen. Mit Dienstwohnung, Pensionsanspruch und allem. Aber einmal Detektiv, immer Detektiv. Dem kommst nicht aus. Und als ihn der Junior dann angeredet hat, er soll herausfinden, wieso die Rettungsbündler den Funk von den Kreuzrettern abhören können. Die haben nämlich in letzter Zeit immer öfter den Kreuzrettern die Transporte vor der Nase weggeschnappt.
Aber wie der Brenner dann zum Forschen angefangen hat, sind ihm ganz andere Sachen untergekommen. Erstmal hat jemand den Bimbo, auch einen von den Fahrern, erwürgt. Ganz klar, der Lanz -- sagen alle, auch die Polizei. Und der Lanz auch, und hat dann plötzlich keine Schulden mehr.
Ein Schnüffler lebt gefährlich. Drum wird der Brenner auch von den Rettungsbündlern zusammengeschlagen. Und erfährt so nebenbei etwas über die Geldquellen des Vereins. Und er merkt, dass alle anderen, die etwas wussten, mittlerweile tot sind....
Ganz schön makaber, diese Geschichte über zwei Rettungsvereine in Wien. Aber dabei durchaus nicht unrealistisch. Komm, süßer Tod ist für mich der beste Krimi aus der Reihe um Simon Brenner -- kohlrabenschwarz. Der Erzählstil ist wie gehabt; Wolf Haas schaut den Leuten aufs Maul. Und wenn man die Rosi, die am AKH eine Imbissbude betreibt, so reden hört: "gegege", genauso ist es! Die deftigen Scherze, Wortspielereien -- so grauslig sie auch sein mögen -- sie passen einfach. Wer gerne was österreichisches liest und sich dabei einfach nur unterhalten will: der ist hier richtig! --Daniela Ecker
Kurzbeschreibung
«So schön wie Haas hat lange keiner hingelangt.» (Spiegel Kultur extra) Der Rettungsfahrer Hansi Munz kann es nicht fassen, wie gierig das Liebespaar vor dem Krankenhaus übereinander herfällt. Doch die Küssenden sinken nicht vor Leidenschaft zu Boden, sondern weil sie Opfer eines wahren Kunstschusses geworden sind. Den neuen Kollegen bei den Kreuzrettern, Brenner, läßt dieser Mord kalt - er hat den Privatdetektiv an den Nagel gehängt. Doch sein Chef ist froh, dass er einen ehemaligen Schnüffler in seinen Reihen hat. Im erbitterten Kampf um die Nummer eins im Wiener Rettungswesen will er den üblen Machenschaften der Konkurrenz ein für allemal einen Riegel vorschieben... Der Roman wurde mit dem Deutschen Krimipreis 1999 ausgezeichnet.
Über den Autor
Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren und veröffentlichte 1996 mit «Auferstehung der Toten» den ersten der sieben Brenner-Krimis. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis, dem Burgdorfer Krimipreis, dem Literaturpreis der Stadt Wien und dem Wilhelm-Raabe-Preis ausgezeichnet. Wolf Haas lebt als freier Autor in Wien.