In den Brenner-Krimmis soll es immer so zugehen, ich hab erst diesen hier gelesen, darum kann ich es nur üüber diesen hier erzählen. Ein Ich-Erzähler erzählt die ganze Geschichte, und zwar so, wie ein 'lebendiger' Erzähler uns die erzählen würde. Er spricht den Leser also direkt an, mit so Konstruktionen wie 'jetzt pass auf, Lebensweisheit, wenn dir einer...' oder 'ob du's glaubst oder nicht' oder 'Das ist schon a bisserl Ding'.
Wer dieser Ich-Erzähler ist, woher er das alles weiss, das klärt sich in diesem Buch nicht auf, ist aber nicht so wichtig.
Brenner, der lange Jahre Polizist war und danach kurz Privatdetektiv, arbeitet jetzt als Rettungsfahrer. Als plötzlich das andere Wiener Rettungsunternehmen seinem Arbeitgeber die Patienten wegklaut, wird er von seinem Arbeitgeber gebeten, doch mal nachzuforschen, woran das liegt. Plötzlich geschehen noch 3 Morde, der Chef der Blutbank beispielsweise und ein Kollege vom Brenner müssen sterben, und auch hier wird er irgendwie in die Ermittlungen hineingezogen. Am Ende klärt er es natürlich auf, wie sich das für einen Krimi gehört.
Viel wichtiger sind aber der schwarze Humor vom Haas, die wunderschön nachempfundene Sprache, die die Erzählsituation perfekt abbildet, die skurrilen Details. Alles sehr makaber und bissig. Lesen!