Das letzte mal ist es mir bei Ken Follett's --Die Säulen der Erde-- passiert.
Ich war der Meinung, das Thema des Buches interessiere mich weniger.
Wer das Buch kennt, wird meinen Wandel zur Begeisterung verstehen.
Und nun wieder, Susanne Aernecke --Komm mit, ich liebe Dich--.
Mönche und Nonnen in ihren Orden.
Kein Thema für mich, wie ich befand.
Natürlich kein Roman wie von Ken Follett, sondern die Beschreibung der Recherche zu einem Fernseh-Sechsteiler über die christlichen Orden.
Der Stil ist Umgangssprache auf hohem Niveau.
Manches Mal vermeint man das Schmunzeln zu hören,
mit dem einige Passagen geschrieben wurden, andere Male verspürt man die Bewunderung,
die sich für das Handeln der Mönche und Nonnen ergibt.
Die Ehrlichkeit, mit der sie das Thema behandelt, zeigt sich auch in einer leichten, autobiografischen Umrahmung.
Dadurch identifiziert sie sich damit.
In dem Fernseh-Sechsteiler zeigt sie ihre Handschrift, in dem Buch, was die Recherche zum Fernsehfilm beschreibt, zeigt sie ihr Gesicht.
Beides ist beileibe nicht unangenehm.
Ihre Art zu schreiben macht auch ein Thema, was immer weniger im allgemeinen
Interesse liegt, zu einem Thema, mit dem zu beschäftigen sich lohnt.
Die Tatsache, dass ihr dieses Projekt Spaß gemacht hat, vermittelt sie dem Leser auf jeder Seite eines gut und flüssig zu lesenden Buches.
Ich bin sicher, Sie werden meine angenehme Überraschung teilen.