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Komm: Roman [Gebundene Ausgabe]

Janne Teller , Peter Urban-Halle
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

27. Februar 2012
Ein Verleger im Zwiespalt: Gerade hat er ein neues Manuskript seines Bestsellerautors zum Satz gegeben, da taucht eine Bekannte, Petra Vinter, auf. Sie behauptet, der Autor habe ihre Geschichte gestohlen. Eine Rede über Literatur und Moral, an der der Verleger schreibt, soll seine Gedanken ordnen. Dabei sieht er sein eigenes Leben an sich vorüberziehen, er hört geradezu: "Komm, folge mir. Du musst dein Leben ändern." Janne Teller, berühmt geworden mit ihren brisanten Jugendbüchern, schreibt ein philosophisches Nachtstück für Erwachsene. Es stellt existentielle Fragen der Ethik: Kann die Kunst die Welt besser machen? Was bedeutet Verantwortung? Wie wollen wir leben?

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Komm: Roman + Krieg: Stell dir vor, er wäre hier + Nichts: Was im Leben wichtig ist Roman
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (27. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446237569
  • ISBN-13: 978-3446237568
  • Originaltitel: Kom
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.458 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Wie viel Menschlichkeit und Verantwortung ist möglich in einer von Wettlauf und Zahlen regierten Welt? Was kostet Ethik - und welchen Preis hat es, wenn wir sie uns nicht leisten? Große Fragen sind es, die Janne Teller hier stellt." Barbara Weitzel, Frankfurter Rundschau, 08.03.2012

" "Komm' ist in seiner Schlichtheit und der Unaufdringlichkeit seiner Argumente auch ein kluges Buch, das die Frage nicht ausspart, ob auch der Leser verantwortlich ist." Annett Scheffel, Süddeutsche Zeitung, 02.04.12

"Was tut die Kunst? Mit uns? Für uns? Tut sie überhaupt etwas? Obwohl Janne Tellers schmales Buch überwiegend Fragen wie diese erörtert (...) ist es spannend wie ein Krimi." Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2012

Werbetext

Janne Teller, who gained international fame with her controversial books for young readers, has now written a philosophical nocturne for adults that examines some central existential issues. Can art make the world a better place? How do we define responsibility? How do we want to live in the future?

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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die dänische Schriftstellerin Janne Teller ist hierzulande mit ihren Jugendbüchern bekannt geworden. Besonders ihr Buch "Nichts was im Leben wichtig ist", das in Dänemark schon 2001 erschien und dort mit Preisen überhäuft wurde, ist hierzulande nach seinem Erscheinen 2010 heftig diskutiert worden.

Es stellte die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese Frage ist der Ursprung aller Religionen und vor allen Dingen in der beginnenden Adoleszenz das alles überragende Thema der meisten Jugendlichen.

"Nichts was im Leben wichtig ist" ist ein erschütterndes, ein zutiefst verstörendes Buch, das, wenn man seinen parabelhaften Charakter versteht und nicht alles, was darin geschieht, für tatsächlich geschehen erachtet, auch für Erwachsene eine Herausforderung ist, vor allem für diejenigen, die, wie der Rezensent, dem zentralen Satz eines der Hauptfiguren dieses Buches widersprechen, der eines Tages sagt: "Nichts bedeutet etwas. Das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden."

Man hat gestritten darüber, ob dieser von Teller für Jugendliche geschriebene Roman für diese wirklich geeignet ist und hat ihnen damit nicht selten die eigene moralische Urteilsfähigkeit abgestritten.

Auch im vorliegenden neuen Roman geht es wieder um Sinnfragen, hauptsächlich aber um die Frage, ob es im Literaturbetrieb so etwas geben kann wie Moral. Und um die Frage, ob die Kunst, eben auch die Literatur so etwas hat wie eine moralische Verantwortung.

Protagonist des Romans ist ein namenloser Verleger, der zum Beginn der Handlung gerade dabei ist, das neue Buch eines seiner Erfolgsautoren für den Druck vorzubereiten. Er verspricht sich viel davon. In diesem Augenblick kommt Petra Vinter in sein Büro, die er von früher kennt, und will die Veröffentlichung des Buches verhindern, Sie sagt, der Autor habe ihre eigene Geschichte geklaut, denn das, was er da in seinem Roman erzähle, habe sie selbst in ihrer Zeit als UN-Beauftragte in Afrika erlebt.
Der Verleger sagt: "Eine Geschichte kann man nicht besitzen."
Petra Vinter entgegnet: "Gibt es keine Geschichten, die so persönlich sind, dass andere sie nicht weitererzählen dürfen?"

Der Literaturfreund erinnert sich an die sogenannte "Esra-Kontroverse" als eine Frau, die sich im Roman "Esra" von Maxim Biller wiedererkannte, dessen Verbot gerichtlich erzwang und die eine heftige Debatte über die Freiheit der Kunst auslöste.

Petra Vinter geht wieder und Janne Teller lässt in der Folge nun den Verleger über sein eigenes Leben nachdenken, über seine Ehe und seine Ehebrüche. Währenddessen schreibt er immer wieder Bruchstücke an seinem Manuskript einer Rede über Ethik in der Verlags- und Literaturwelt.

Janne Teller bietet keine klaren Antworten. Doch sie stellt philosophische und moralische Überlegungen an, die angesichts der aktuellen Debatte über Urheberechte ("ACTA") sehr interessant sind. Soll die Kunst moralisch sein, kann sie das überhaupt, oder muss sie nicht prinzipiell frei sein, auch von der Moral - diese Fragen in einen kleinen Roman gekleidet zu haben, der mehr daher wie kommt wie ein Essay, das ist das große Verdienst von Janne Teller, der es immer wieder gelingt, jenseits des Mainstreams wichtige, bohrende Fragen zu stellen, die zur Auseinandersetzung zwingen.
Antworten gibt sie nicht. Das überlässt sie dem kritischen Leser selbst.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Präzise und zum Nachdenken anregend 15. Juli 2012
Von Behemoth
Format:Gebundene Ausgabe
Mir gefiel dieser Roman - eigentlich eine Novelle, ein Begriff, der leider aus der Bücherwelt zu verschwinden scheint. Fernab esoterischer Pfade à la Coelho schreibt Janne Teller über essentielle Fragen unseres Lebens und zeigt ohne viel Federlesen klar auf (Zitat aus dem Buch): "Du hast die Wahl".

Ein erfolgreicher Verleger blickt in das zunehmende Schneetreiben und einer jungen Frau hinterher, die Sekunden zuvor sein Büro verlassen hat. Die Frau, selbst Dichterin, bat den Verleger mit eindringlichen Worten, von der Veröffentlichung des neuen Buches eines der Starautoren des Verlages abzusehen, da der Autor ohne Rücksicht auf die Folgen gewlttätiger Ereignisse einer UN-Mission in Afrika schildert, die der Dichterin widerfahren sind und diese für immer gezeichnet zurück ließen... Am Vorabend einer Vortragsreise zu einer Konferenz internationaler Verlegerpersönlichkeiten, für die er noch eine Rede über die moralische Verantwortung von Verlagen vorbereiten muss, steht der Verleger vor der Frage, ob das Erfolg versprechende Manuskript zum Druck freigeben oder den moralischen Bedenken, eine Veröffentlichung abzulehnen, nachgeben soll... Je tiefer er sich in die Auseinandersetzung über seine eigene berufliche Verantwortung verstrickt, desto intensiver blickt er in den Spiegel seines eigenen Lebens und der Augenblicke, in denen er die Möglichkeit hatte, andere Wege zu beschreiten.

Nicht alles gelingt der Autorin, so wirkt etwa des Verlegers ständige Unsicherheit und Nachblättern, ob er sich bestimmte Gesprächsfetzen oder Passagen aus dem ihm vorliegenden Manuskript nur eingebildet hat oder ob sie der Wirklichkeit entsprechen, auf Dauer zu dick aufgetragen und repetitiv. Nahezu überflüssig aus meiner Sicht auch Tellers Rahmenhandlung, den Verleger an einer Rede über die Ethik der Verlagsbranche verfassen zu lassen, während er mit dem umstrittenen Manuskript und zunehmend mit sich selbst schonungslos ins Gericht geht.
Neben der präzisen, unprätentiöse Sprache gefällt mir jedoch, wie Janne Teller ohne Umschweife bestimmte Gewissenskonflikte auf den Punkt zu bringen versteht und damit verdeutlicht, dass wir uns allzu gerne in Ausreden flüchten, wenn es um die Übernahme von Verantwortung und die Lösung moralischer Konflikte geht. Gelungen auch ihre Idee, einen im Grunde durch seine Feigheit und berechnende Art unsympathisch wirkenden Verleger in das Zentrum ihrer kleinen Geschichte zu stellen.

Auch dass sie sich (und uns) ein allzu pathetisches offenes Ende erspart, macht aus "Komm" ein kurzweiliges und zum Nachdenken anregendes Leseerlebnis.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Komm 28. Mai 2012
Von Steve
Format:Gebundene Ausgabe
Was ist eigentlich Moral? Wer ist für Moral und moralisches Handeln verantwortlich? Und wenn ein anderer nicht moralisch handelt, bin ich, der ich in der Lage bin es zu tun dazu verpflichtet? Was geht mich das alles eigentlich an? Kann ich es nicht einfach so handhaben wie alle anderen, auch wenn es unmoralisch ist? Janne Teller stellt sich diesen Fragen auf ihre eigene Weise. Sie lässt den Protagonisten die Wahl die er nicht zu haben glaubt. Zum Schluss hin wird sich der Leser seine eigene Meinung gebildet haben und so vermeidet Janne Teller eine Eindeutige Antwort auf die Frage der Moral, den auf diese kommt es schon lange nicht mehr an. Vielmehr hat sie das wichtigste erreicht was man erreichen kann, nämlich, dass der Leser sich Gedanken macht.
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