Ein bittersüßes Karoussel von menschlichen Figuren, die aber wie Tiere charakterisiert sind, bewegt sich in der surrealistischen Hitze einer viel zu realen Stadt. Die Ermorderung eines Jungen, die kaum einen berührt, ist Ursprung von plötzlichen Freundschaften und unerwarteten Konflikten, verbindet fremde Leute und erweckt Schuldgefühlen. Bennis unverkennbar lustige Prosa (ich kenne aber die deutsche Übersetzung nicht) macht Alltagsfiguren zu Vertretern universeller Gefühlen und moderner Ängste. Dieser Roman amüsiert und tut weh.