Da wünsche ich mir in meiner Rezension von 12. Februar schnell Nachschub - und Reprodukt liefert. Der zweite Band von Koma ist raus - und gefällt mir ebenfalls sehr gut.
Ich setze an dieser Stelle voraus, dass man den ersten Band gelesen hat, ansonsten bitte diesen Absatz überlesen, weil sonst Spoilergefahr besteht. Denn die Handlung setzt - kein Wunder - direkt nach Koma 1 an. Addidas Emm, das kleine Mädchen, das seinem Vater beim Reinigen der Schornsteine hilft, leidet an einer seltenen Krankheit, die es immer wieder in einen komaähnlichen Ohnmachtszustand fallen lässt. In diesen Komas sieht sie immer wieder ein riesiges schwarzes Ungeheuer, das an einer nicht minder großen Maschine rumwerkelt. Am Ende von Band eins fällt Addidas in einen Schornstein - und steht dem Ungeheuer plötzlich wirklich gegenüber...
Nun setzt die Handlung von Band zwei ein, denn Addidas findet heraus, dass die Maschine soetwas wie ihre Seele sein muss - und kaputt ist. Das Ungeheuer ist sicher, dass das Mädchen tot sein müsste - es aber offensichtlich nicht ist. Während Addidas Emm die seltsame Umgebung erkundet, wird sie verzweifelt von ihrem Vater gesucht. Als er Hilfe bei der Behörde sucht, wird er als illegaler Schornsteinfeger kurzerhand in das titelgebende große Loch geworfen. Doch auch hier hegt er Pläne, um seine Tochter wieder zu finden...
Die düstere Geschichte stammt aus der Feder von Pierre Wazem und wurde mit putzigen Bildern von Frederik Peeters illustriert. Laut Impressum ist Koma als sechsteilige Serie geplant. Da Band eins und zwei sehr rasch aufeinander folgten, bleibt zu hoffen, dass auch die fehlenden Bände bald in deutscher Übersetzung vorliegen, denn die Serie wurde in Frankreich bereits 2003 publiziert, somit sollte genügen Material vorliegen.
Kolorierung, Druck und Bindung sind tadellos und somit typisch für Reprodukt. Bitte, bitte, weiterhin bald mehr von Addidas und ihrem Vater! Das hat ja schon bei der ersten Koma-Rezension geholfen! ;)