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Produktinformation
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Der nächtliche Anruf ist für Leo Demidow mehr als unangenehm. Er kommt von einem betrunkenen Kollegen, der sich schuldig fühlt. Er hat eine Schuld auf sich geladen, an der auch Demidow seinen Anteil hat. Das ganze Lügengebäude einer heilen Familie scheint endgültig zusammenzubrechen. Dann wird auch noch Soja entführt und der Ex-KGB’ler und jetzige Leiter eines von der Sowjet-Regierung verschwiegenen Morddezernats auf perfide Art und Weise erpresst. Wenn ihm das Leben seiner Adoptivtochter lieb ist, so fordern die Entführer, solle er sich ins Gulag an den Rand Sibiriens einschleusen lassen und dort einen Priester befreien, für dessen Internierung vor sieben Jahren er selbst verantwortlich zeichnet. Demidow lässt sich auf den Handel ein – und wird im Strafgefangenenlager prompt enttarnt. Von diesem Zeitpunkt an scheint seine Ermordung nur noch eine Frage der Zeit zu sein...
Immer enger zieht der britische Bestsellerautor Tom Rob Smith die Schlinge um den Hals seiner Hauptfigur, bis selbst dem letzten Leser der Atem stockt. Nach Kind 44 ist Kolyma wieder ein großer Wurf im Thriller-Genre. Wie es dem jungen Autor gelingt, die bedrückende Atmosphäre in der Sowjetunion Chruschtschows erlebbar zu machen, ist nahezu erschreckend. Und wie sich dann alles löst, ist beruhigend zugleich.-- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Operation gelungen - Patient tot (oder wie man trotz spannender Thematik eine Fortsetzung versemmelt),
Von
Rezension bezieht sich auf: Kolyma: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die Bewertung dieses Romans fällt mir irgendwie nicht so ganz leicht; ich fühle mich sozusagen meinungstechnisch völlig zerrissen...Einerseits hat hier Tom Rob Smith wie auch schon im Vorgängerroman Kind 44 für KOLYMA historisch Fundiertes zu einer spannenden Geschichte um seine Romanfigur, den ehemaligen Geheimdienstler und jetzigen Leiter einer Mordkommission Leo Demidow, verwoben. Andererseits verzettelt er sich vor allem im letzten Drittel des Romans so völlig bei dem Versuch, die Grausamkeiten noch totalitärer wirken zu lassen und auch noch die politischen Entwicklungen Ungarns bis zum Aufstand in Budapest sinnerfüllt mit unterzubringen, dass die eigentlich zu erzählende Geschichte total unglaubwürdig wird und damit ihren Schrecken verliert. Zu viele handelnde Personen, bei denen nur an der Oberfläche gekratzt wird, geben dem Ganzen den Rest. Glasklar Ziel verfehlt, würde ich sagen. Doch kurz zum Inhalt des Romans: Der Versuch, seine Vergangenheit im Geheimdienst hinter sich zu lassen, hat bisher für Leo schon aufgrund seiner familiären Situation nicht funktioniert. Bei einer von ihm vor Jahren durchgeführten Verhaftung wurden die Eltern zweier Mädchen getötet und um den beiden wenigstens die Zustände in einem Kinderheim zu ersparen und zumindest teilweise seine Schuld abtragen zu können, hatte er die beiden adoptiert. Doch Soja, die ältere der beiden, hasst Leo wie die Pest, kann das erlebte Leid nicht verzeihen und schon gar nicht vergessen, was sie ihn jeden Tag spüren lässt - bis hin zum allnächtlich wiederholten Mordversuchs-Ritual. Doch es kommt noch schlimmer: Nach der Rede Chrustschows vor dem Parteitag, in der dieser die staatlichen Grausamkeiten unter Stalin und dessen Machtmissbrauch an den Pranger gestellt hatte, kommt es zu Übergriffen und Kampagnen gegenüber den bisherigen Tätern, die sich jetzt ihres Lebens nicht mehr sicher sein können. Auch Leos Familie wird nicht verschont: Soja wird entführt und die Bedingung ihrer Freilassung ist das Leben und die Freiheit eines seiner ehemaligen Opfer, der bisher in einem Stalinschen Gulag im tiefsten Sibirien einsitzt und dort in einer Mine schuftet. Doch die politischen Verhältnisse sind mehr als undurchschaubar und niemand weiß mehr, wem er noch trauen kann. So bleibt Leo nur die Möglichkeit, sich selber auf den Weg zu machen - mit lediglich einem Freund und Kollegen als Inkognito-Begleitung lässt er sich mit einem uralten Seelenverkäufer als Gefangener nach Kolyma verfrachten. Und mein Fazit: Aus dieser Fortsetzung hätte mehr werden können. Die ersten beiden Drittel - eigentlich bis zur Flucht aus dem Gulag - sind interessant, oft spannend und - wenn man sich vom manchmal etwas einfach gehaltenen Schreibstil nicht aus dem Konzept bringen lässt - auch noch flüssig zu lesen. Den "Rest" hätte er einfach weglassen sollen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schade !,
Von Leseratte51 (Ba-Wü) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kolyma: Thriller (Gebundene Ausgabe)
So spannend wie das 1. Buch "Kind 44" war, so flach ist nun die Fortsetzung dazu. Ich kann nur sagen, wirklich schade ! Kind 44 war so vielversprechend, das Milieu, in dem der Roman spielt neu und informativ und gut recherchiert. Kolyma hingegen ist verworren, kaum nachvollziehbar, wirkt künstlich, manchmal unglaubwürdig und zusammengeschustert. Ich habe den Eindruck, der Autor sollte/wollte schnellstmöglich den Erfolg von Kind 44 wiederholen, das ist leider nicht gelungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fast perfekte Fortsetzung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kolyma: Thriller (Taschenbuch)
Smith setzt in Kolyma seinen aus meiner Sicht überaus gelungenen Debutroman Kind 44 fort. Dabei greift er zurück auf Altbewehrtes, bringt aber auch neue Aspekte mit ins Spiel. Der uns bekannte Held Leo wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als eines seiner Adoptivkinder entführt wird und die dafür verantwortliche Untergrundgruppe mit ihrer Ermordung droht, wenn Leo nicht den Angetrauten ihrer Anführerin aus einem Gulag in Sibirien befreit. Brisant wird die Angelegenheit durch die Tatsache, dass Leo den Mann seinerzeit verhaftet hat und somit direkt Mitschuld daran trägt, dass er nun in Sibirien im Gefangenenlager sitzt. Also macht die Leo auf den Weg nach Sibirien, schleust sich in den Gulag ein und wird gleich am ersten Tag als Ex-Agent entlarvt, was ihn wie schon der Klappentext schreibt in Lebensgefahr bringt.Angesiedelt in der Post-Stalin-Zeit, der Zeit der Machtübernahme durch Chruschtschow, inszeniert Smith hier erneut eine an historische Gegebenheiten angelehnte und gut recherchierte Geschichte. Diese weis gleich von Beginn an zu fesseln und wartet auch mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung auf. Leider schöpft der Autor jedoch nicht alle Optionen optimal aus, oftmals gehen Spannung und Dramatik etwas zu schnell wieder baden, aus einer Vielzahl von Szenen hätte man noch mehr machen können. Nach etwas mehr als zwei Dritteln kommt es urplötzlich zu einem unerwarteten Umschwung und in dessen Folge zu einem ganz neuen Szenario. OB dies von vornherein so geplant, aber nicht sehr geschickt umgesetzt, war - oder ob dem Autoren plötzlich klar geworden ist, dass seine Ursprungsidee nur für gut 300 Seiten reicht sei einmal dahin gestellt. So oder so wirkt der letzte Part der Geschichte ein wenig sehr konstruiert, auch wenn er sicher eine optimale Vorbereitung auf den nachfolgenden Roman darstellt. Ansonsten gibt es aber hier kaum etwas zu mäkeln, die Charaktere sind wieder schön und facettenreich gezeichnet, die Lebens-Situationen der Menschen und die Verhältnisse in der ehemaligen UDSSR der 50er Jahre glaubwürdig dargestellt, die inneren Konflikte der einzelnen Menschen wie die äußeren der Politik kommen in der Story gekonnt zur Geltung. Fazit - wem Kind 44 schon gefallen hat, der wird auch an diesem Roman seinen Gefallen finden, es ist einfach eine weitgehend rund gelungene Serienfortsetzung mit ein paar kleinen Schwächen, die man dem Autoren in dem Falle aber gerne verzeiht. Ich freue mich jetzt schon auf Agent 6. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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