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Kolumbus kam als Letzter [Gebundene Ausgabe]

Hans-Joachim Zillmer
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 366 Seiten
  • Verlag: Langen/Müller; Auflage: 2. Auflage (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784460038
  • ISBN-13: 978-3784460031
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 692.656 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Dr. Hans-Joachim Zillmer ist Diplomingenieur, freiberuflicher Berater der 'Ingenieurkammer-Bau NRW' und Mitglied der 'New York Academy of Sciences'. Sein Bestseller 'Darwins Irrtum' wurde in acht Sprachen übersetzt. Zudem zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge sowie Radio- und Fernsehinterviews.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unwissenschaftlich und unhaltbar 5. Mai 2008
Von Parsec TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Ich hätte nichts dagegen gehabt, eine kontroverse Meinung zum gängigen Konsens zu lesen - interessant untermauert kann sowas zumindest ein spannendes Lesevergnügen und tolles Gedankenspiel sein, und wer weis denn schon, ob nicht auch an abenteuerlichen Thesen etwas dran ist?

Ich muss allerdings sagen, dass mich "Kolumbus kam als Letzer" in jeder Hinsicht enttäuscht hat.

Zillmer schreibt konfus und reisst häufig eine These nach der anderen an, ohne sich irgendeinem Thema mal wirklich zu widmen. Ein typischer "Zillmer-Beweis" sieht so aus, das er eine These in den Raum stellt, einen nicht notwendigerweise zusammenhängenden Fund erwähnt und damit sämtliche Gegenansichten als ausgehebelt betrachtet... so sehr, dass er sie gar nicht nennt, geschweige denn diskutiert.

Einen Beweis oder auch nur eine schlüssige Argumentation für Irgendetwas liefert er nicht, sondern lediglich reine Spekulationen unter Ausblendung von hunderten alternativer Erklärungen. Gegenläufige Ansichten, Erkenntnisse oder Funde werden konsequent verschwiegen (weswegen auch immer) oder schlichtweg aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert.

Toll ist auch Zillmers Logik wenn es um Falsifikation bestehender Theorien geht: er blendet immer wieder "elegant" aus, das selbst wenn Theorie A nicht 100% zutreffend ist deswegen nach lange nicht zwangsläufig Theorie B (also seine) bewiesen ist.

Hinzu kommt eine erschreckende Vereinfachung, die Zillmer's wissenschaftlichen Anspruch an seine Werke leider völlig lächerlich wirken lässt.
Selbst für sehr komplexe Themengebiete benötigt Zillmer in aller Regel wenige Seiten, einfach weil er sträflich simplifiziert und das Meiste, was gegen seine Ansichten spricht, großzügig unter den Tisch kehrt.
Viele Thesen von Zillmer werden darüber hinaus mit Scheinargumenten wie "Ist es nicht verwunderlich, dass..." unterfüttert.
Hierzu nur soviel: wenn ich Sachverhalte sehr einseitig darstelle und gröbstens (!) vereinfache stoße ich zwangsläufig IMMER auf "komische" Zusammenhänge.
In der Pseudowissenschaft wird leider häufig so gearbeitet, bei Zillmer, der sich so gerne als Wissenschaftler feiert, geschieht dies allerdings besonders penetrant und in höchst ärgerlicher Weise.

Alles in allem: wissenschaftliche Beweisführung sieht leider völlig anders aus.

Hinzu kommt noch ein schlichtweg schlechter Schreibstil, der den Leser für dumm verkauft und welcher nach kurzer Zeit jeden Nerv raubt. Zillmer stürzt sich hektisch und konfus, wie bereits geschildert, von einer These in die Nächste. Klare Argumentationen, Reflektionen und Gegenüberstellung von These und Gegenthese, Diskussionen? Fehlanzeige.

Ich kann für mich nur das Fazit ziehen, dass Zillmer höchst unwissenschaftlich arbeitet, keine seiner gewagten und abstrusen Thesen tatsächlich belegt und leider nicht mal interessant schreiben kann.
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24 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen einfach nur ärgerlich 27. September 2007
Ich habe mit dieses Buch gekauft, da ich mich ungewöhnliche Theorien und neue Blickwinkel der Geschichte interessieren und der Titel machte mich schon neugierig auf die NEUEN Erkenntnisse, die ich eventuell aus diesem Buch ziehen könnte.

Zum Glück glaube ich nicht alles, was sogenannte (und selbsternannte) Experten so von sich geben.

Zu nächst einmal war ich sehr enttäuscht, dass die Ankündigung im Untertitel (Als Grönland grün war: Wie Kelten und Wikinger Amerika besiedelten) dann im Buch so nebensächlich behandelt wurde. Statt dessen lässt sich Zillmer über die Römer, die katholische Kirche usw. aus. Er springt von einem Thema zum anderen, behandelt keines wirklich befriedigend und stellt nur Behauptungen auf, die aus meiner Sicht nicht argumentativ untermauert werden.

Ich kann nicht verstehen, dass dieses zusammengestöpselte Machwerk doch von einigen so gute Kritiken bekommen hat, begründet mit den sensationellen, die etablierte Wissenschaft erschütternden Erkenntnissen. Behauptungen und an den Haaren herbeigezogene Vergleiche sind nun mal KEINE WISSENSCHAFTLICHEN Methoden oder Beweise für eine Theorie. Dies aber so dem Leser zu verkaufen ist bestenfalls fahrlässig.
Diejenigen, die dieses Buch für so toll halten, weil angeblich die wissenschaftliche Welt erschütternde Erkenntnisse dargelegt werden, sollten erst einmal lernen Behauptungen, Argumente, Theorien und Beweise zu unterscheiden.

Als Beispiel gilt hier die Darstellung der klimatischen Verhältnisse vor über 2000 Jahren. (Kapitel 9). Er behauptet „Wissenschaftlich will man nichts davon wissen, dass unser Klima seit dem Ende der Eiszeit ... regelrechte Sprünge macht.“ Dann verkauft er wissenschaftlich schon lange etablierte Erkenntnisse als NEUERE Untersuchungen (Quellen von 1999) und stellt sie der GÄNGIGEN Lehrmeinung gegenüber (die dem Widersprechen soll) ohne genauer auszuführen, wie der momentane Stand der Forschung genau aussieht (er behauptet einfach, dass Wissenschaftler von einem recht konstanten Klima ausgehen würden).Als Beleg führt er nur aus, dass Untersuchungen von 1923 (!!!!!) nicht beachtet wurden. Also bitte, so geht’s nicht. Der Experte weiß um den momentanen Stand der Forschung (als Geowissenschaftler kann ich das sehr wohl beurteilen) und erkennt sofort die (absichtliche?) Falschaussage, der Laie hingegen wird irregeführt durch diese (scheinbare) Widerlegung der aktuellen wissenschaftlichen Lehrmeinung. Würde Zillmer den aktuellen Forschungsstand herangezogen haben, hätte er halt nicht die normalen Wissenschaftler als die DUMMIES, die nichts schnallen, hinstellen können.

Fazit: Dieses Buch taugt noch nicht einmal zur Erheiterung über abstruse Ideen. Es ist einfach nur ärgerlich, für diesen Schund auch noch Geld ausgegeben zu haben.

Leider kann man keine Minus-Sterne vergeben.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu konfus 23. August 2007
Ich moechte zu Beginn anmerken, dass ich zwar selten mit den Theorien von Zillmer uebereinstimme, dennoch habe ich seine beiden Werke "Darwins Irrtum" und "Irrtuemer der Erdgeschichte" gerne gelesen. Sie sind fluessig geschrieben und regen doch in gewissem Sinne zum nachdenken an.
Bei "Kolumbus kam als Letzter" ist es leider anders. Der Aufbau des Buches ist total konufs. Er springt von der Steinzeit ins Mittelalter, von dort in die Bronzezeit, vor zur Antike und zurueck in die Eisenzeit. Mal geht es um Suedamerika, im naechsten Satz ist man ploetzlich in Aegypten. Auch diskutiert er mal geologische Ereignisse um dann auf einmal auf Keramikfunde umzuschwaenken. Auch stoeren die staenigen Querverweise auf seine anderen Buecher. Der Zusammenhang zu diesen scheint oft gekuenstelt, nur um sie mal erwaehnt zu haben und Werbung zu schlagen. Sowas muss nicht sein.
Das Buch vertritt im Grossen und ganzen zwei Hauptthesen:
1. Es gab schon vor Kolumbus transatlantische Kontakte
2. Die Kirche schreib die Geschichte vor dem Jahre 1400 um und verlaengerte sie kuenstlich
Erstere These kann mit Funden durchaus schluessig belegt, wenn natuerlch auch nicht bewiesen werden. These Nummer zwei erinnert allerdings mehr an eine Theorie a la Sakrileg und liest sich auch so, wenn man die Adjektive beruecksichtigt, die Zillmer zur Beschreibung der katholischen Kirche verwendet.
Fazit: Der schlechteste der drei Zilmmers, die ich gelesen habe.
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