Man darf nicht vergessen: Hier handelt es sich um ein Buch, das in den 60er-Jahren zum ersten Mal erschienen ist! Und das merkt man der Sprache, dem Stil und dem Aufbau an. Prause geht es bei der Aufdeckung historischer Irrtümer nicht in erster Linie darum, zu unterhalten. Vielmehr sind es kleine historische Abhandlungen, die oft etwas trocken und weitschweifig geraten sind. Kein Zweifel, Prause versteht sein Handwerk, alle Artikel sind interessant. Aber Sprache und Stil sind alles andere als flapsig, vielmehr etwas altmodisch und teils recht humorlos. Heute würde ein solches Buch sicherlich anders, leichter verdaulich geschrieben werden.