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Koloss auf tönernen Füßen: Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Irak [Gebundene Ausgabe]

Peter Scholl-Latour
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

10. Mai 2005
Während alle Welt gebannt auf Amerikas unheilvolle Verstrickung im Nahen und Mittleren Osten blickt, bahnen sich die weltpolitischen Konflikte der Zukunft anderswo an. »Das Gravitationszentrum der Politik verschiebt sich in den pazifischen Raum«, beobachtet der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger. Der unaufhaltsame Aufstieg Chinas zur Weltmacht weist die Supermacht USA schon jetzt in die Schranken. Mit der ihm eigenen visionären Kraft richtet Peter Scholl-Latour seinen Blick nach Fernost und beschwört die gigantischen machtpolitischen Kraftproben, die hier in naher Zukunft zu gewärtigen sind. Dabei greift er auf Erfahrungen zurück, die er seit dem Koreakrieg vor fünfzig Jahren in diesem Teil der Welt gemacht hat. Schon damals scheiterte Amerikas Expansionsfähigkeit an der eben erst gegründeten Volksrepublik Mao Zedongs. Scholl-Latour ist an die Brennpunkte dieser Region zurückgekehrt, nach Nordkorea, das die Welt mit seinen nuklearen Drohungen in Atem hält und das er als einer der wenigen westlichen Journalisten gerade erst bereist hat; nach Vietnam, bis heute Amerikas Trauma, wo er General Nguyen Giap, Sieger über Franzosen und Amerikaner, in Hanoi aufgesucht hat; und nach China, dessen Führung das amerikanische Vorgehen in Afghanistan und im Irak aufmerksam beobachtet, sieht sie doch das Durchsetzungsvermögen der USA und die Belastbarkeit ihrer Bevölkerung auf die Probe gestellt. Das Fazit dieser eindrucksvollen Tour d'horizon: Schneller als erwartet wird sich Amerika als Koloss auf tönernen Füßen erweisen, wird der heikle Spagat zwischen Nahem und Fernem Osten die Grenzen amerikanischer Macht offenbaren. Wenn sie Peter Scholl-Latour als Redner buchen möchten, kontaktieren Sie bitte die Econ Referenten-Agentur. Für alle weiteren Anfragen kontaktieren Sie bitte unser Veranstaltungsteam oder die Presseabteilung.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 351 Seiten
  • Verlag: Propyläen; Auflage: 1., Aufl. (10. Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354907252X
  • ISBN-13: 978-3549072523
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 235.435 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Peter Scholl-Latour ist in Deutschland der wohl bekannteste Spezialist für die arabische und islamische Welt. Seit Jahrzehnten ist er als Journalist, Publizist und Dokumentarfilmer tätig, außerdem war er als Berichterstatter für das deutsche Fernsehen rund um den Globus unterwegs. Geboren wurde Peter Scholl-Latour am 9. März 1924 in Bochum. Er kämpfte als französischer Fallschirmspringer in Indochina, promovierte an der Sorbonne und war Reisekorrespondent für verschiedene deutsche Zeitungen. Peter Scholl-Latour wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter die "Goldene Kamera" und der "Adolf-Grimme-Preis". Für sein journalistisches Lebenswerk erhielt er 2003 den "Siebenpfeiffer-Preis", 2005 folgte der "Henri Nannen Preis" für sein publizistisches Schaffen.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Die USA ein Koloss auf tönernen Füßen -- das werden insbesondere die Kritiker der Bush-Doktrin gerne hören. Doch wer wegen dieses der Traumdeutung des Propheten Daniel am babylonischen Hofe entliehenen Titels erwartet haben sollte, Peter Scholl-Labour mache sich tatsächlich anheischig, dem amerikanischen Hegemon das nahe Ende vorauszusagen, hat sich getäuscht. Schon auf der ersten Seite stellt der Autor klar, dass er mit der Wahl des Titels lediglich darauf verweisen wollte, "wie prekär der Anspruch auf globale Hegemonie wird, wenn ein überwiegend merkantil ausgerichtetes Staatswesen in den Zwang strategischer Allgegenwart und einer territorialen Überbeanspruchung gerät, die man heute als 'overstretch' bezeichnet".

Tatsächlich sei die Macht Amerikas -- noch -- in keiner Weise erschüttert. Allerdings drohen die Konflikte, in die die USA mit ihrem Anspruch geraten, die Welt nach ihren Vorstellungen zu ordnen, die gegenwärtig einzige Weltmacht an die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu führen. Die außenpolitischen Strategen in Washington seien deshalb -- auch mit Blick auf das in raschem Tempo erstarkende China -- gut beraten, sich in der Nordkorea-Frage diplomatische Zurückhaltung aufzuerlegen.

Ob sich George W. Bush und seine Regierungsmannschaft indes tatsächlich werden zügeln können, wenn Nordkorea sich weiterhin allzu selbstgewiss als zukünftige Atommacht gebärdet, ist alles andere als ausgemacht. Das weiß auch Scholl-Latour. Kenntnisreich gibt der 1924 geborene Journalist Auskunft über die politisch-historischen Hintergründe der Politik in der Region. Auch wegen des gewohnt plaudernd-anekdotischen Stils außerordentlich lesenswert. Ein Mann, wie man ihn gerne im Beraterstab des amerikanischen Präsidenten sähe -- auch im eigenen Interesse. -- Hasso Greb

Pressestimmen

»Er hat mal wieder Recht behalten... Scholl-Latours Urteile sind scharf, die Begründungen fundiert.« DER SPIEGEL »Dass er viel an Autobiografischem und an Tagebuchbeobachtungen einfließen lässt, macht den Gewinn dieses leicht zu lesenden Buches aus.« Rheinischer Merkur »Herausragend unter den kritischen Standardwerken über die USA: Peter Scholl-Latours Abrechnung mit dem Größenwahn und Machtrausch im Land der Bush-Männer.« Kleine Zeitung »Unverzichtbar für alle, die das Weltgeschehen verstehen wollen.« Schweizerzeit »Visionär, fundiert und spannend wie ein Krimi.« Funk Uhr »Scholl-Latour ist ein Analytiker alter Schule, der seine Theorien im historischen Kontext entwickelt und auf demagogische Rhetorik verzichtet. «Schweizer Illustrierte »Er ist einer der der anerkanntesten Journalisten Europas, der kaum wie ein anderer griffig, oft plaudernd und immer ausgesprochen kenntnisreich aus den Krisenregionen der Welt berichtet. Und er behält in seinen Analysen sehr oft Recht.« Neue Ruhr Zeitung »Wer bereit ist, mit zu reisen, mit zu politisiern, mit zu streiten, dem sei doch wieder dieses Buch eines durchaus nicht Altersmilden empfohlen.« Mittelbayerische Zeitung »Keine Frage, der Autor hat sich seinen journalistischen Biss bewahrt.« Stuttgarter Nachrichten  

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Scholl-Latour wie man ihn kennt 23. November 2006
Format:Taschenbuch
Dem Buch Peter Scholl-Latours hätte man auch einen anderen, freilich von der verstorbenen anerikanischen Historikerin Barbara Tuchman bereits benutzten Titel geben können: Die Torheit der Regierenden. Scholl-Latour lädt den Leser auf eine Odysee ein: Nordamerika, Korea, Vietnam, Irak. Wie auch bei seinen anderen Büchern zieht der Publizist immer wieder seine Erlebnisse aus früheren Zeiten heran, um die gegenwärtige Situation in den jeweiligen Ländern verständlich zu machen. Zusammenfassend formuliert sieht Scholl-Latour in der Politik der Bush-Administration die bereits von Paul Kennedy in seinem Werk über Aufstieg und Fall der großen Mächte erkannte Gefahr des "imperial overstretch", der imperialen Überdehnung. Frei von jedem Antiamerikanismus, der ihm gleichwohl immer wieder unterstellt wird, liefert Scholl-Latour eine scharfsichtige Analyse der Herausforderungen und Probleme der amerikanischen Asien- und Irakpolitik. Angesichts der Neigung eines Großteils der politischen Eliten, deutsche Soldaten in alle Welt zu schicken, sollte Peter Scholl-Latour Pflichtlektüre für die politischen Entscheidungsträger werden.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der jährliche Bestseller 15. Mai 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der mittlerweile über achtzig Jahre alte Star des deutschen Politjournalismus ist weiter "vor Ort", reist kreuz und quer durch die Welt und schildert seine Sicht der Dinge. Man kann nur wünschen, dass dies noch eine ganze Weile so geht. Scholl-Latour findet Zugang zu den Informierten, nicht in erster Linie den Mächtigen, dieser Welt. Seine Perspektive ist dabei konkurrenzlos. Wo immer er sich aufhält (diesmal u.a. in Korea) kann er Vergleiche ziehen mit früheren Aufenthalten vor dreißig, fünfzig, fünfundfünfzig Jahren. Und allein seine Reisebeschreibungen sind pointiert und ein Genuss zu lesen. Man muss Scholl-Latour nicht in allen Schlussfolgerungen zustimmen. Nachdenkenswert sind seine Betrachtungen allemal. Und weit entfernt von der Kurzatmigkeit üblicher Berichterstattung. Leider hat er in der Vergangenheit meist Recht behalten. Lösungen für die großen Probleme der Welt hat er naturgemäß nicht anzubieten. Doch dies ist nicht die Aufgabe eines Journalisten. Es gibt mehr als genug kurzlebige Analysen und Vorschläge zur Weltverbesserung auf dem Buch- und Zeitungsmarkt. Im Gegensatz dazu sind Scholl-Latours Werke auch noch nach Jahrzehnten Standard.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politjournalismus erster Klasse 3. Juli 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Scholl-Latour neues Buch „Koloss auf tönernen Füßen“ beweist zum wiederholten Male, das der Autor eine unerreichbare Größe im deutschen Politjournalismus ist. Im aktuellsten Werk reist der Autor durch die Vereinigten Staaten, Nordkorea, Vietnam und Irak.
Die Reisen erfolgen immer vor dem Hintergrund des militärischen und politischen Engagements der Amerikaner und die mögliche Überstrapazierung der amerikanischen Kapazitäten.
Während des Aufenthalts in den verschieden Ländern versetzt sich Scholl – Latour in vergangen Reisen in den selbigen – so ist zum Beispiel der persönliche Eindruck im Nordkoreakonflikt nach dem 2. Weltkrieg noch mal niedergeschrieben.
Alle Berichte, Rückblicke und Eindrücke besitzen tiefgründiges historisches Wissen, fachmännische Analysen der aktuellen Lage und schlüssige Schlussfolgerungen für die mögliche Entwicklung. Ferner werden an plausiblen Stellen Parallelitäten zwischen den einzelnen Konflikt aufgezeigt, die gerade beim Verstehen der amerikanischen Fehler sehr hilfreich sind.
Ein erstklassiges Polit-Buch mit historischem Hintergrundwissen, niedergeschrieben in einer Wohlausgefeilten Art.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asymmetrische Kriege können nicht gewonnen werden 21. Oktober 2009
Format:Taschenbuch
Wann immer Peter Scholl-Latour sich journalistisch ins Geschehen mischt, kommen scharfe Analysen, überraschende Erkenntnisse und mit humanistischem Bildungsgut unterfütterte, glasklare Argumentationen dabei heraus.
Im vorliegenden Buch steht der amerikanische "overstrech" im Mittelpunkt, der sich aus Amerikas Spagat - so der Untertitel des Buches - zwischen dem Irak und Nordkorea ergibt. Freilich wird hierbei die damalige amerikanische Administration Bushs in einem ersten Kapitel zur Genüge mit ihren Widersprüchen, unsäglichen Verblendungen und schamlosen Lügen angeprangert. Scholl-Latour spricht von einem Land mit imperialem Auftritt ohne imperiale Tugend. In den nächsten Kapiteln sucht der Autor die Orte, die Bush in seiner Achsen des Bösen vereint, zum wiederholten Male auf. Nordkorea wird dabei zwar zum ersten Mal besichtigt, der Autor kann aber auf seine Erfahrungen aus dem Korea Krieg, der immerhin schon über 50 Jahre zurückliegt, zurückgreifen und versteht es - wie immer - aus der historischen Differenz interpretatorisches Potenzial zu schlagen. Dies ist noch aufschlussreicher, als Scholl-Latour im dritten Kapitel erneut von Vietnam berichtet, wo die Schlacht von Dien Bien Phu in den Bergen des Nordens, mit der die Niederlage der Franzosen begann, sich zum 50. Mal jährt. Scholl-Latour erteilt in diesem Kapitel aufgrund der Erfahrungen von Vietnam und Korea eine Absage an jegliches imperiales Eingreifen in Konflikte. Die fernöstliche Erfahrung habe zur Genüge gezeigt, dass asymmetrische Kriege, wie man solche ungleichen Kriege seit Vietnam nennt, nicht gewonnen werden können. Das war in Vietnam so, ebenso in Korea, das war in Algerien so und das wird auch im Irak und in Afghanistan so sein.
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3.0 von 5 Sternen Von Stöckchen auf Hölzchen auf Stöckchen
Der Reporter Peter Scholl - Latour betätigte sich mehr als ein halbes Jahrhundert als Weltreisender und Anekdoten-Sammler. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Tagen von Abacus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super Autor
Was soll man bei Herrn Scholl-Latour noch ergänzen??
Man muß einfach seine Bücher lesen!! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Tsultrim Tharchin veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Archivarische Analysen
Peter Scholl-Latour hat die Krisengebiete dieser Welt bereist wie kaum ein anderer. Durch seine eigene, sehr bewegte Biographie ist es ihm immer wieder gelungen, in verschiedene,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2011 von Gerhard Mersmann
3.0 von 5 Sternen Aufschlussreiches und Langatmiges.
Das Buch verschränkt im typischen Scholl-Latour-Stil Reiseberichte und historische Darstellung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. November 2010 von digitalis
2.0 von 5 Sternen Der Alte kennt sie alle
Kurz gesagt: Wieder ein kleines Geschichtsbuch aus persönlichem Blickwinkel des Fern- und Nahostkenners. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2010 von Der Leser
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut
Nach seinen teilweise polemischen Auslassungen im Fernsehen während und vor allem nach dem 2. Irak Krieg sowie den m. E. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Juli 2008 von Hauke Stammer
4.0 von 5 Sternen Viel Info, aber teils arrogant
Das Buch ist sehr spannend für alle und klärt über viele Hintergründe auf. Es lässt sich leicht lesen und hat mir wirklich gut gefallen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2007 von Driftzwerg
5.0 von 5 Sternen Verblüffend einfach!
Herr Scholl-Latour schafft es, auf einfache Weise Hintergründe und Zusammenhänge aufzuzeigen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2006 von E. Angene
4.0 von 5 Sternen Zeitgeschichte spannend praesentiert
In seinem bislang letzten Buch beschreibt Scholl Latour Amerikas weltweites militaerisches Engagement und dessen Folgen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. September 2006 von Tilo
4.0 von 5 Sternen Immer wieder ein Erlebnis
Peter Scholl Latour versteht es wie kein Zweiter, politische Sachverhalte und Zusammenhänge zu analysieren. Lesen Sie weiter...
Am 24. Mai 2005 veröffentlicht
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