Dass manche negativ berührt sind, liegt, glaube ich, daran, dass Elke Heidenreichs Kurzgeschichten "Kolonien der Liebe" völlig anders daherkommen, als ihre Kolumnen und manches andere, was man so kennt von ihr.
Denn irgendwie wirkt Frau Heidenreich immer ein bisschen schnoddrig-naiv-klug (was ich auch mag, aber nicht ein ganzes Buch lang). Jedenfalls: So sind diese Geschichten nicht. Sie sind traurig, sie sind großartig, sie erzählen wunderbar.
Frau Heidenreich fängt Momente ein, die große Aussagekraft haben und erzählt sie so, dass sie lange im Gedächtnis bleiben.
Ich hatte das Buch eigentlich in einem Buchpaket ersteigert, um es bei bookcrossing in die Welt zu schicken, aber leider: Das bleibt bei mir zu Hause, weil ich da noch öfter reinschauen will.