Henry Miller schöpft wieder einmal aus dem prallen Menschenleben. Wo er hinkommt erlebt er den Geist des Ortes. Er fühlt die Menschen und er schmeckt die Natur, so wie Katsimbalis, der "Koloß von Rhodos die Wörter seiner und der Sprache seines amerikanischen Gastes goutiert. Sie zerlaufem ihm buchstäblich im Munde, wenn er sie langsam und vorsichtig auspsricht. Rundherum um diesen "Koloß" läßt Henry Miller die anderen Figuren in bunter Mischung auftreten und ihre Geschichten erzählen. Das ganze Buch besteht aus den Erzählungen Millers über die Geschichte Griechenlands und den Erzählungen seiner griechischen Gastgeber über ihr Land und das Essen, welches ihnen wie die Wörter zum wirklich vollen Leben ein sinnliches Erleben ist. In bunter Reihenfolge besuchen die Protagonisten die Orte des Geschehens. Miller beweist wieder einmal, daß sein Credo berechtigt ist, nämlich das die Kunst die Welt wieder zu ihrem früheren Glanz zurückführen kann, Kunst ist ein Weg die Welt zu erschauen. Miller vollführt diesen Kunstakt, indem er seine Figuren, besonders Katsimbalis eine vitale, ehrliche und erfindungsreiche Sprache sprechen läßt, mit denen sie ihre Leidenschaften ausdrücken. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)