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Der Kollektor [Gebundene Ausgabe]

John Connolly , Georg Schmidt
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (1. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471350071
  • ISBN-13: 978-3471350072
  • Originaltitel: The Unquiet
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 358.389 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

John Connolly
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor Jahren verschwand Rebecca Clays Vater. Es hieß, der berühmte Kinderpsychologe habe sich umgebracht. Als ein unbekannter Mann Rebecca anspricht und nach Clay fragt, werden die alten Wunden wieder aufgerissen. In ihrer Verzweiflung wendet sich Rebecca an Charlie Parker. Eine fatale Entscheidung, denn die Wahrheit ist grauenvoll, die Gerechtigkeit blutig. John Connollys neuer Grusel-Thriller erzählt von einem Horror, dem jeder von uns jederzeit ausgeliefert sein kann.

Über den Autor

John Connolly ist seit seinem Debüt einer der erfolgreichsten Thrillerautoren weltweit. Seine Serie um Ex-Cop Charlie Parker begeistert auch Kollegen und Kritiker. Der preisgekrönte „Meister des Gänsehautmoments” konfrontiert seine Leser immer wieder mit der allgegenwärtigen Kraft des Bösen. Mehr über den Autor finden Sie unter: www.johnconnolly.co.uk

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Von verdorbenen Menschen, finsteren Orten und verzweifelten Seelen..., 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Kollektor (Gebundene Ausgabe)
Autor John Connolly lässt es in seinem mittlerweile sechsten Charlie Parker-Roman recht ruhig angehen. Man bemerke dabei, ruhig, aber nicht uninteressant. Das ist der Unterschied.

Eine junge Frau, die von einem Fremden belästigt wird. Nichts Aufregendes und wirklich Bedrohliches und genau so wie der Leser, denkt wohl auch Connollys Figur Charlie Parker und fast ein Drittel des Buches "plätschert" förmlich so dahin. Nicht das es keinen Spass macht, das zu lesen.

Connolly beobachtet durch die Augen seiner Romanfiguren Landschaften, Städte, Gebäude und die Menschen, die darin Leben. Häuser sind nicht irgendwelche Gebäude, die mit einem Satz als Solche abgetan werden. Sie haben eine Vergangenheit, haben Besitzer, haben eine Geschichte, die so manches Mal erzählt werden muss. Connolly schafft eine fast greifbare Atmosphäre, die typisch für ihn und seine Figuren, oft mit Melancholie durchtränkt ist, die als Bindeglied zur fortschreitenden Handlung und deren agierenden Figuren wirkt.

Bei seinen weiteren Ermittlungen um den Fremden, der Antworten von jener Frau haben will, deren Vater vor Jahren verschwunden ist, gräbt Parker dann unbeirrt und suchend immer tiefer im Sumpf von Lügen und Geheimnissen und stösst alsbald auf Ungeheuerlichkeiten. Und dem Leser wie auch seinen Antihelden (mit dabei auch wieder das unverzichtbare Duo Angel und Louis) offenbart sich eine ganz andere, dunklere und bedrückendere Geschichte als zu anfangs. Das Schicksal von missbrauchten Kindern, mit einer langen und traurigen Vergangenheit und unsagbar viel Leid in jungen Leben, die gebrochen heranwachsen...

Wie schon in seinem Romanerstling DAS SCHWARZE HERZ, greift der Autor hier wieder den Kindesmissbrauch auf. War es damals nur ein zweiter Erzählstrang, denn die eigentliche Aufmerksamkeit galt in jenem Buch der Jagd auf den fahrenden Mann und seinen monströsen Taten, so widmet sich Connolly nun intensiv diesem Thema. Schonungslos, aber auch mitfühlend und sensibel geht er die Geschichte an, zeigt dem Leser Abscheulichkeiten, die hinter jedem Alltag und jeder Tür stattfinden KÖNNTEN.

Connolly verzichtet in THE UNIQUET, so der Originaltitel, weitestgehend auf mystifizierte Bösewichte, wie den Prediger Faulkner oder Brightwell, die scheinbar nicht von dieser Welt und nur eine Hülle für das absolut Böse waren. Seine aktuellen (Trieb)Täter sind Familienväter und nicht selten nach aussen hin wirkende Wohltäter, in einer kranken Gesellschaft, für die das Thema Kindesmissbrauch noch immer fast ein Tabu ist. Unberedt, hinter verschlossenen Türen und dem Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die übersinnliche, mystische Komponente der gesamten Parkergeschichte bleibt diesmal, im Gegensatz zum fast schon biblischen Vorgänger DER SCHWARZE ENGEL, seltsam bedeckt. Parker selbst kann die Geister der Vergangenheit und in seinem Herzen nicht ruhen lassen, auch die Gäste in seinem Haus bemerken dies, aber letztlich macht der Sammler, der in dem nach ihm betitelten Roman zwar nur eine Nebenrolle einnimmt und die Fäden mehr im Hintergrund zieht und sein Gefolge, mehr sei hier nicht verraten, den Löwenanteil an jener (über)sinnlichen Komponente aus.

Bereits in DAS SCHWARZE HERZ tauchte er kurz auf und man wird wohl noch öfters von ihm lesen, denn nicht umsonst eröffnet er Parker so manche Wahrheiten, auch dass die Dunkelheit kommen wird.

Connolly lässt viele offene Fäden in der Geschichte zurück. Nicht zum aktuellen Fall, denn der wird abgeschlossen. Schuld wird gesühnt und begangenes Unrecht bestraft, Menschen sterben und werden getötet, doch es bringt letztlich niemanden Frieden, den manche Dinge können weder bereinigt noch wieder gutgemacht werden. Offen bleibt das weitere Leben und Wirken der Figur Charlie Parker, privat wie auch beruflich. Man darf und kann gespannt sein.

Mit DER KOLLEKTOR ist Connolly wieder ein unheimlich guter Thriller gelungen, der langsam anfängt, aber den Leser schon bald mitnimmt auf eine Reise, wie sie bedrückender kaum sein kann. Der einzige Autor, bei dem ich mir den Luxus einer Hardcover-Ausgabe leiste und jederzeit blind kaufen würde. Für mich selbst, heisst das schon etwas.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Subtiler Thrill, 12. Oktober 2009
Von 
Stevo "odysseussr" (Soest) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Kollektor (Gebundene Ausgabe)
"Der Kollektor" ist der sechste Roman um Charlie "Bird" Parker. Parker ist ein New Yorker Expolizist, dessen Frau und Tochter von einem Serienkiller getötet wurden und der inzwischen in Portland, Maine als Privatdetektiv arbeitet. Wie eigentlich immer, so führen Parker auch in diesem Roman seine Ermittlungen mitten ins Herz der Finsternis. Mit von der Partie sind seine Freunde Angel und Louis, deren Hilfe Charlie dringend benötigt.

Zum Inhalt: Parker wird von Rebecca Clay beauftragt, die von einem Mann belästigt wird, der offensichtlich ihren vermissten Vater sucht. Doch Parker wäre nicht Parker, wenn er sich mit diesem einfachen Auftrag begnügen würde. Er versucht der Sache auf den Grund zu gehen und die Motive des Mannes - Merrick - zu verstehen. Dabei gerät er immer tiefer in einen Sog von Schuld, Rache und Gewalt.

In Connollys Roman vermischen sich wieder einmal Realität und Übersinnliches: Geistererscheinungen, Halluzinationen bzw. Visionen und übernatürliche Wesen begleiten Parker während seiner Ermittlungen. Auch verschiedene Charaktere wie Merrick oder der Sammler sind mystisch überhöht. Doch zu Beginn des Romans setzt Connolly erst einmal dem "Guesser" Glovsky - einem ebenfalls höchst ungewöhnlichen Mann - ein literarisches Denkmal.

Auch wenn Connollys neuester Roman auf mich nicht so nachhaltig wirkte, nicht die Intensität seiner früheren Werke erreichte und weniger mysteriös daherkommt, ist er dennoch ein meisterhaft gestrickter und gekonnt erzählter Thriller, der den Leser wieder einmal auf eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele mitnimmt. Daneben gelingt es Connolly noch ein interessantes Bild von Maine - dem äußersten Nordosten der USA - zu zeichnen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Weniger Mystik, mehr Thriller, 7. Oktober 2009
Von 
Lesezeichen "S.D." (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Kollektor (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Privatdetektiv Charlie "Bird" Parker hat John Connoly einen charismatischen Ermittler geschaffen, der durch seine übernatürliche Sensität Vermittler zwischen den Toten und den Lebenden sein will und gleichzeitig deswegen privat gescheitert ist. Conollys nunmehr 5 Romane mit Parker im Mittelpunkt zeichnen sich durch diesen ganz besonderen Mix aus Thriller, Mystik und Horror aus, wie er vielleicht nur noch bei F.Paul Wilson's Handyman Jack Romanen zu finden ist. Während in den ersten drei Romanen die Mystik eher langsam und schleichend daher kam, war der letzte Roman "Der brennende Engel" extrem mystisch angelegt.

In "Der Kollektor" fährt John Connolly nun wieder mit der Mystik und dem Horror ein paar Gänge zurück, gleichwohl sie eine nicht unwesentliche Rolle im Plot spielen und auch titelgebend sind.

Charlie Parker wird von der allein erziehenden Rebecca Clay engagiert, die von einem Stalker terrorisiert wird. Parker begibt sich auf die Suche nach dem Mann, der nach eigenen Aussagen von Rebecca nur wissen will, wo ihr Vater zu finden ist. Doch der ist vor Jahren unter mysteriösen Umständen verschwunden und mittlerweile auch offiziel für tot erklärt worden. Parker wird neugierig und entdeckt, dass Rebeccas Vater als Psychologe möglicherweise sexuell mißbrauchte Kinder gerichtlich betreut und untersucht hat und im Zusammenhang mit einem eklatanten Fehlurteil mit indirekter Todesfolge spurlos verschwunden ist. Gleichzeitig ist auch die Tochter des Stalkers Pädophilen in die Hände gefallen und spurlos verschwunden und er verdächtigt Rebeccas Vater darin verstrickt zu sein und aus diesen Gründen seinen eigenen Tod insziniert zu haben.

Parker taucht nun ein in die Abgründe des Kindermißbrauchs und ruft mächtige und skrupellose Gegner auf den Plan. Doch er scheint nicht alleine zu sein, denn der mysteriöse Kollektor, ein Mann der von Toten sich jeweils ein Andenken nimmt und in dessen Umfeld mysteriöse Gestalten ohne Augen, Mund und Nase - die "hohlen Männer" - auftauchen, mischt sich ein.

Parker braucht Hilfe und Unterstützung und die holt er sich von Angel und Louis, dem schwulen Killerpärchen, das schon in den Vorgängerromanen vertreten war.

Ich muß gestehen, der Stil des Romans hat mich nicht so sehr gefesselt, wie die bisherigen Romane Connollys. Das sonst übliche Grauen kommt eher harmlos daher und für mich ist "Der Kollektor" eher ein einfacher, handwerklich sicherlich gut gemachter, aber nicht überragender Thriller mit einzelnen Mystik- und Horrorelementen. Es ist vielmehr die Handlung an sich, die fesselt. Wie Connolly den Zorn deschreibt, der sowohl bei Parker, als auch bei Angel und Louis sowie bei Rebecca und ihrem Verfolger Haupttriebfeder ihres Handeln ist, lässt einen als Leser nicht unberührt. Das Buch ist spannend und mit unerwarteten Wendungen versehen, gradlinig und sprachlich gut lesbar. Es gibt weniger Raum für Parkers Seelenleben wie in den Vorgängerromanen und es kommt deutlich weniger blutig und brutal daher.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt... und war trotzdem ein wenig enttäuscht, weil "Der Kollektor" deutlich unspektakulärer war, als seine Vorgänger und damit auch meine eigene Erwartung. Daher gebe ich nur 4 Sterne.

Übrigens macht es meines Erachtens wenig Sinn, das Buch ohne die Vorgängerromane zu lesen, denn die Querbezüge, Zitate und auch teilweise die bedeutung der handelnden Personen gingen verloren und würden das lesevergnügen deutlich trüben.
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