aber dieses Buch kann nur eine Wunschvorstellung alkoholkranker Mitarbeiter sein, daß so oder auch nur annähernd ähnlich mit ihnen am Arbeitsplatz umgegangen wird. Aber nur Mut, wer denkt,Kraft seiner Persönlichkeit in seiner Firma ein neues Zeitalter heraufzubeschöweren, indem man den Alkoholkranken u. dessen Gesundung in der Vordergrund stellt,es möge gelingen. Dennoch, interessant zu lesen ist diese Abhandlung allemal, als Alkoholkranker sieht man sich im (falschen,demütigenden,ausgrenzenden)Umgang seitens "Kollegen" im Istzustand bestätigt, und da müßten Wunder geschehen, würde es da ein Umdenken in der Gesellschaft geben. Alkoholismus wird nach wie vor eher als Charakterschwäche denn als Krankheit gesehen, und wer im Charakter schwach ist, der braucht keinen Arbeitsplatz, für den gibt es auch keinen. Wer ist "alkoholgefährdet", wer ist alkoholkrank, wie erkenne ich wen, will ich überhaupt damit konfrontiert werden, was kann man tun und bis wohin Hilfestellung geben. Antworten in diesem Buch. Wiegesagt: tolle Ansätze für die Praxis und Pflichtlektüre für Betriesräte, auch Führungskräfte, Betroffene. Die Thematik wird zunehmen,da der Leistungsdruck am Arbeitsplatz zunimmt, daher wird in Zukunft ohnehin kein Weg an Vorbeugung vorbeiführen, und schön wäre es, wenn bereits chronisch Kranke, nach deren Genesung, wieder respektvoll in die Arbeitsrunden aufgenommen werden. Leider, die Realität schaut anders aus.Das Buch ist nicht ganz einfach, dennoch interessant geschrieben.