Saarbrücker Zeitung, 06.11.2007
Svenska trifft Saarland - gleich mehrfach berühren sich die saarländische Regional- und die schwedische Nationalkultur im ersten Krimi von JuttaStina Strauss. Die Autorin nimmt alte und neue Heimat ironisch auf die Schippe. Wenn Guzzo am Ende seiner Frau eröffnet, dass er sich nach Lothringen versetzen lässt, hoffen wir auf eine Fortsetzung der Spannung in einem flotten Dreier zwischen den Fahndungskulturen Schwedens, Deutschlands und Frankreichs, Harald Loch
Saarbrücker Zeitung, 10.11.2007
Der dialoglastige Saarland-Krimi verströmt eine gemütliche, unaufgeregte Komik, hat sympathische Figuren und ist besonders in der trockenhumorigen Menschenkenntnis stark. Da ist Miss Marple gar nicht so weit. Ruth Rousselange
Rezension
Ein Drogenkrimi mit alten Omas? Im Saarland? Mit einem Kommissar Guzzo? Huh, klingt witzig. Nicht so aseptisch wie CSI. Nicht amerikanisch, clean, hart, brutal. Eher provinziell, schunkelnd, schmunzelnd, augenzwinkernd. Und, ja, das ist hier auch zu finden: das saarländische Idiom. Inspektor Palü lässt grüßen. Heinz Becker auch. Erstaunlich nur, dass eine geborene Schwedin so urdeutsch parlieren lassen kann.
Rezension
Wunderliche Menschen gibt es in Schweden wie im Saarland. Und das Verbrechen kennt keine Grenzen. Gerade hier liegt der Reiz der spannend erzählten Geschichte. Strauss lässt einen analytischen Blick auf ihre Mitmenschen erkennen, mit viel Witz und Ironie - und einer Menge Sympathie. [...] Der Leser wird zum Detektiv. Das ist das Beste, was ein Kriminalroman erreichen kann.
Kurzbeschreibung
Beim Ruderclub dümpelt eine Frauenleiche. Ihr Tod gibt Rätsel auf. Guzzo vom LKA und sein schwerfälliger Assistent Krämer verrichten polizeiliche Routinearbeit. Die Spuren führen ins Drogenmilieu. Gleichzeitig erleben zwei Völklinger Großmütter ihr blaues Wunder. Was sie als Geschmackszusatz für Marzipan aufgegabelt haben, verschafft den beiden Ladies einen coolen Trip. Das Teufelszeug stammt von Oma Fines Enkelsohn Michael. Er ist der Schlüssel zu dem Fall. Und die Omas mischen darin kräftig mit... In ihrem Krimidebut lässt es die schwedische Saarländerin JuttaStina Strauss richtig krachen. Knallkomische Großmütter, fiese Dealer, fertige Junkies und genervte Bullen mischen die saarländische Verbrechensszene auf. Als käme Mankell an die Saar! Diese Mischung aus hartem Krimistoff, schrägen Gestalten und ironischer Saarlandveräppelung sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die Autorin wurde als Jutta Maria Stina Solveig Tjorven Karlernäs in Schweden geboren. Bei der Namensgebung hatten Figuren aus den Büchern Astrid Lindgrens ihre Eltern beeinflusst. Später studierte unsere Autorin in Saarbrücken. Heute arbeitet sie als vereidigte Dolmetscherin und Übersetzerin für Schwedisch, unterrichtet an der Universität und jobbt als Aushilfe in einer Buchhandlung. Sie lebt in der Nähe von Saarbrücken. Guzzos zweiter Fall wird im Sommer 2008 erscheinen.