Man kann mit Schizophrenen reden, oft sogar, wenn sie akut psychotisch sind. Wie genau man das sinnvollerweise anfängt ist Inhalt dieses Buches. Der Stil ist über weite Strecken so holprig und schlecht lesbar wie die Produktbeschreibung. Er ist wissenschaftlich gehalten, teilweise schwer verständlich, stellenweise nicht leicht und meistens nicht angenehm zu lesen. Deswegen nur vier Sterne.
Beispiel: Seit der Einführung von DSM-III kann Schizophrenie trotz der Heterogenität der Symptomatik in etwa derselben Reliabilität diagnostiziert werden, wie andere Störungen.
Solch schlimme Sätze sind allerdings selten.
Eine Kapitelüberschrift: Umstrukturierung dysfunktionaler Grundannahmen.
Häufig ist die folgende Qualität: Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass mit zunehmender Konzentration auf Aufgaben (z.B. Lesen, Benennen von Buchstaben, in geringerem Umfang auch Schreiben) Halluzinationen in den Hintergrund treten oder auch verschwinden.
In dem ganzen Buch geht es darum, wie man mit Menschen reden kann, die zur Zeit Halluzinationen oder Wahnideen haben. Ich finde es sehr interessant. In der zweiten Hälfte finden sich sehr viele konkrete Beispiele, welche Sätze man in dieser Situation sagen kann. Zum Beispiel: "Zu der Zeit, als sie merkten, dass Ihre Noten in der Schule nachließen und es ein paar Schwierigkeiten mit Ihren Eltern gab, haben sie angefangen, sich selbst die Schuld dafür zu geben. Ist das richtig?"
Oder: "Sie haben bisher ja eher schlechte Erfahrungen mit Psychiatern gemacht, da Sie vermuten, dass diese Teil einer Verschwörung gegen sie sind. Haben sie manchmal auch die Befürchtung, dass ich auch Teil der Verschwörung bin?"Es wird dann genau erklärt, was man mit den vorgeschlagenen Sätzen bezweckt.
Das Buch hilft nicht nur mit Patienten zu reden, sondern auch die Ursachen der Störungen besser zu verstehen.