Hallo,
ich hatte bis vor kurzem die
Praktica DCZ 5.8 Digitalkamera (5 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 2,5" Display) im Einsatz, die ich wegen ihrer geringen Größe, ihrer Handlichkeit und ihres recht geringen Stomverbrauches schätzte.
Leider hatte die Kamera aber ein großes Problem: sobald etwas "Dämmerlicht" war, oder auch nur "Innenbeleuchtung" konnte der Autofokus nicht mehr scharf stellen. - Das auch nicht, wenn man manuell auf "Glühbirne" umstellte. - Zudem war mir die Nahaufnahmefähigkeit nicht mehr gut genug (konnte ich von der Kamera auch nicht erwarten).
Darum sah ich mich nach einer neuen Kamera um, und bin schließlich bei der Kodak gelandet.
- Besonders wegen des großen Zoombereiches, des unschlagbaren Preises und ihrer einigermaßen geringen Größe.
Ich hatte den Vorteil, dass ich mich zu dem Gerät vorher intensiv informiert hatte, so konnte mich nicht viel überraschen (negativ).
Als sie dann kam, war ich sehr über Ihre Größe überrascht: denn sie ist nur etwas größer als die Praktica, und das vor allem wegen des Objektivs. - Aber sie ist kein "Brocken" - und paßt gut in eine Jackentasche.
Lieferumfang:
Gleich vorneweg: im Internet - auch hier bei Amazon - konnte ich vor dem Kauf nicht einwandfrei feststellen, wie denn der genaue Lieferumfang ist, darum hier die Liste:
a) die Kamera
b) eine Kodak-Batterie (NICHT wiederaufladbar)
c) ein Halsgurt
d) Objektivdeckel
e) USB-Kabel
f) Aufsatz für eine optionale Dockingstation
g) Handbuch und CD.
Man benötigt unbedingt noch: Batterien oder besser Akkus, denn die mitgelieferte Batterie wird ja irgendwann leer sein.
Wenn man sich für Akkus entscheidet: auch ein zugehöriges Ladegerät.
Optional sollte man noch eine Tasche haben und eine Speicherkarte, denn mit dem integrierten Speicher kann man lediglich vielleicht 10-20 Bilder - bei höchster Auflösung - machen.
Kosten: Tasche ca. 15 - 20 Euro (nach oben keine Grenze); No-Name-Ersatz-Akku: 5 - 8 Euro / Stück, Kodak-Akku: 20 Euro; No-Name-Ladegerät: 10 - 15 Euro, Kodak-Ladegerät mit Akku: 30 Euro; SD-Speicherkarte: je nach Größe und Geschwindigkeit: zwischen 5 und 30 Euro.
Akkus / Batterien:
Kodak empfiehlt im Handbuch ausschließlich den Einsatz von Li-Io-Akkus / Batterien, und schreibt dort auch: Alkalibatterien seien nicht kompatibel. - Aber mit Batterien wird man sowieso nicht weit kommen, wenn man nicht dauernd welche kaufen möchte.
Bleibt die Frage: funktioniert die Kamera mit NiCD- oder NiMH-Akkus? - NiCD habe ich nicht probiert (weil ich keine habe), aber NiMH-Akkus: genaugenommen habe ich
Sanyo eneloop Batterien AA Mignon 4er Pack verwendet. - Das funktioniert, aber: bei mir nur für 10 - 15 Bilder und dann waren sie leer / hatten für die Kamera zuwenig "Saft". - Allerdings haben die eneloops auch nur 2000 mAh: vielleicht funktioniert es mit höheren Ladungen besser.
Ich denke, das Problem ist der Spannungsbereich, mit dem die Kamera läuft: 3,6 - 3,7 V. - Denn die meisten NiCD- / NiMH-Akkus haben eine Spannung von ca. 1,2 - 1,5 V. - Zwei Akkus = 2,4 bis 3 V.
Meine eneloops haben im geladenen Zustand ca. 1,48 V. - D.h. die knapp 3 V sind für die Kamera schon wenig, darum zeigt sie gleich zu Beginn auch an, dass die Akkus beinahe leer sind. - Macht man dann einige Bilder - gar mit Blitz -, dann sackt die Spannung ab, und die Kamera bekommt nicht mehr genügend Power.
Darum: lieber Li-Io-Akkus verwenden, die die nötige Spannung aufbringen und - gegenüber NiMHs - auch länger halten können.
Fotografieren:
Einschalten:
Wie man hier und auch anderswo lesen kann: es stimmt: der Einschaltzeitraum ist ziemlich lang. - Da braucht man Geduld. -
Dann: nachdem man ein Bild gemacht hat: die Dauer des Speicherns ist ebenfalls sehr groß. - Für schnelle Aufnahmen hintereinander ist die Kamera also bestimmt nicht gemacht. - Außer man fotografiert mit einer geringeren Auflösung.
Zur Speicherkarte: zunächst nutzte ich eine "stinknormale" SD-Karte: lange Speicherzeit. - Dann erstand ich eine HD-Karte mit Class6-Klassifikation in der Hoffnung, dass die es schneller kann, aber: Fehlanzeige: es ist kein merklicher Unterschied in der Speicherzeit zu bemerken.
Ausklappender Blitz:
Beim Einschalten klappt zwar immer der Blitz mit aus, aber das kann man sich angewöhnen, da einfach den Finger draufzuhalten: dann bleibt er drin: ist also nicht wirklich ein Problem.
So.
Bilder:
ja, was soll ich dazu sagen: die Kamera macht super Bilder. - Helligkeit: kein Problem; Dämmerlicht: kein Problem; Dunkelheit - mit Blitz kein Problem: in fast völliger Dunkelheit kann man ein gestochen scharfes Bild eines - fokussierten - Objektes machen. - So etwas hatte ich bisher nicht. - Super!
Zoombereich:
das Zoom ist einfach klasse: mit der Kamera kann man die "Mikrostruktur" der Welt erforschen, genauso wie ferne Objekte nah heranholen.
Lediglich wenn man in den Bereich es digitalen Zooms kommt, sollte man ein Stativ oder eine Auflage für die Kamera haben, da sonst die Bilder leicht verwackeln. - Aber im optischen Zoombereich geht das meist ohne.
Bildrauschen gibt es nur sehr wenig, und im Vergleich mit meiner Vorgängerkamera - s.o. - ist das nichts.
Aufgefallen ist mir nur: bei einer Gegenlichtaufnahme: die Sonne war hinter einem Turm, den ich fotografierte: hierbei wurde der Turm (Schattenseite) auffallend dunkel.
Und: Bilder im Schnee bei blauem Himmel werden auffallend blaustichig.
Der Selbstauslöser funktioniert tadellos: es gibt zwei Einstellungen: eine mit 2 Sek. und eine mit 10 Sekunden Verzögerung.
Da ich fast nur Autofokus-Bilder mache, kann ich über die manuellen Möglichkeiten nicht viel sagen. -
Anzahl Bilder: mit der beiliegenden Kodak-Batterie konnte ich über 400 Bilder machen.
Der nachgekaufte No-Name-Akku schafft es - mit der ersten Ladung - auf ca. 150 - 200 Bilder (wenn er richtig "in Form" ist, kann er bestimmt mehr).
Handlichkeit:
die Kamera liegt - Dank der Griffmulde - fest in der Hand, und kann gut mit einer Hand bedient werden. Da der Zoomschalter vorne ist, hält man die Kamera immer fest, auch wenn man nach der richtigen Objektiv-Einstellung sucht.
Fazit: Für den Preis - gerade mal 120 Euro (mit nötigem und optionalem Zubehör, s.o.: ca. 170 Euro) - ist die Kokdak easyshare Z8612 IS eine sehr gute Kamera. - Es macht Spaß mit ihr zu fotografieren, da sie mit einem enormen Zoombereich ausgestattet ist und (fast) alles scharf stellt. - Einzig einschränkend sind die beiden Punkte: recht hoher Stromverbrauch und langer Verarbeitungszeitraum. - Kaufempfehlung.
P.S.: o.g. "Platz 3"-Bewertung bei Foto-Video ist irreführend: denn wenn man sich im www umsieht, wird man feststellen: bei dem Test wurden nur drei Kameras getestet. - "Platz 3" klingt zwar gut, ist es hierbei aber nicht. - Sonst könnte man ja nur Einzeltests machen, und hätte dauernd "1. Plätze".
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Ergänzung vom 28.04.09:
Entscheidungshilfe für Zusatzmaterial; ich nutze folgendes Zubehör:
Eine brauchbare und funktionale Tasche von Hama:
Hama Kameratasche TrackPack II DFV 24, Schwarz,
gute Akkus:
AKKU passend für KODAK wie KLIC-8000 für EASYSHARE Z612 Z712 Z712IS Z812 Z812is Z1012 Z1012IS Z1085 Z1085IS Z1485 Z1485IS Z8612 Z8612IS Z 612 712 712is 812 812is 1012 1012is 1085 1085is 1485 1485IS 8612 8612is is,
ein passendes Ladegerät:
LADEGERÄT LADEKABEL NETZTEIL +KFZ für AKKU KODAK KLIC-8000 Easyshare Z612 / Z712 IS / Z812 IS Z712IS Z812IS Z1012 Z1012IS Z1085 Z1085IS Z1485 Z1485IS Z8612 Z8612IS Z 612 712IS 712 812IS 812 IS 1012 1012IS 1085 1085IS 1485 1485IS 8612 8612IS IS,
und schließlich eine - sehr grosse - Speicherkarte:
damit kann man bei 8 Megapixel-Einstellung über 3000 Bilder machen.
Zudem ist sie als SDHC- sicherer gegenüber Datenverlust wie eine SD-Karte, aber schneller ist sie mit "Class 6"-Klassifikation auch nicht (gegenüber einer "normalen" SD-Karte), siehe auch oben in der Rezension:
Transcend TS8GSDHC6 SDHC 8GB Speicherkarte Class 6.