Die Bildqualität ist bei den nur Videoaufnahmen bestechend gut. Damit meine ich nicht die Auflösung als HD-Video, sondern viel mehr die Farben und die Belichtung. Bei vielen Videokameras und digitalen Fotoapparaten erfolgt eine recht helle Belichtung zu Gunsten der Schattenpartie mit der Folge, dass helle Bildpartien oft ausbleichen und die Farben oftmals sehr flau sind. Nicht so bei der Kodak ZX5. Hier sind die Farben äußerst satt und die Belichtung angenehm dunkel gehalten. Auch die Lichtempfindlichkeit ist meines Erachtens sehr gut. Es ist möglich in fast vollständiger Dunkelheit zu filmen. Dabei werden durchaus auch noch Farben und nicht lediglich eine verwaschene Schwarz-Weiß-Bilder aufgezeichnet.
Bei der Fotoaufnahmen ist die Qualität allerdings bescheiden. Hier ist zu verzeichnen, dass das Bild viel zu hell aufgezeichnet wird, mit der eben gerade beschriebenen Folge, dass das Bild blass und flau ist. Allerdings lässt sich dies nachträglich mit jedem einfachen Fotoprogramm korrigieren, indem der Kontrast kräftig angehoben und auch vielleicht die Farbsättigung etwas verstärkt wird. Recht bequem geht dies über eine so genannte Stapelverarbeitung im Fotoprogramm (z.B. IrfanView als Freeware). Von daher ist dieser Nachteil nicht sehr tragisch. Aber auch die Bildauflösung mit angeblich 5 Millionen Pixel dürfte eine etwas größere Schärfeleistung bringen, was man allerdings nur merkt bei der Betrachtung auf dem Computermonitor, wenn man eine entsprechende Ausschnittvergrößerung gemacht hat. Zu ergänzen ist noch, dass Fotos mit einer längsten Belichtungszeit von 1/30 aufgezeichnet werden, was die Verwacklungsunschärfe weit gehend ausschließt. Fehlendes Licht wird weit reichend durch eine elektronische Verstärkung annehmbar kompensiert. Allerdings ist die Lichtempfindlichkeit bei der Fotoaufnahmen doch deutlich geringer als bei der Videoaufnahme.
Der Einsatz des digitalen Zooms ist bei Fotoaufnahmen nicht zu gebrauchen. Bei Videoaufnahmen hingegen ist dieser durchaus nützlich und auch annehmbar. Die Bildqualität fällt bei vollem vierfach Zoom in etwa auf die Qualität eines Standardvideos. Bei der Betrachtung auf einem mittelgroßen LCD-Fernsehbildschirm ist dies kaum zu bemerken, auf dem Computerbildschirm bei näherem Betrachtungsabstand schon eher. Hier lässt sich eine passable nachträgliche Verbesserung über ein Videoprogramm mit der Funktion "Entrauschen" herbeiführen.
Von besonderer Qualität ist die Bildstabilisierung. Diese ist allgemein als gut zu bezeichnen. Für Kameras dieser Bauart, Größe und vor allem auch Preisklasse bewertet ich diesen sogar als außerordentlich gut. Ich habe andere Kameras dieser Art getestet (Kodak ZI8, JVC Picsio, Toshiba S20) bei welchen man eigentlich nicht wirklich von einer Bildstabilisierung sprechen konnte, sondern im Gegenteil fast anzuraten war, diese abzustellen. Auch bei der SamsungU20 und der Sanyo C10 war die Bildstabilisierung eher mangelhaft. Nicht so bei der Kodak, bei der die bildstabilisierung wirklich als sehr tauglich anzusehen ist. Das gilt vor allem, wenn man zum Filmen sogar zwei Hände zum Halten der Kamera benutzt, was grundsätzlich zu empfehlen ist.
Die Tonqualität bezeichne ich ebenfalls als recht gut. Dies betrifft insbesondere die Sprachverständlichkeit bei mittelgroßen Abständen, aber auch die Aufzeichnung bei Windgeräuschen, die nicht zu sehr zu Ploppgeräuschen führt. Taucht man von unter Wasser wieder auf, kann es natürlich kurzfristig sein, dass etwas Wasser in der Gehäuseöffnung für das Mikrophon steht und der Ton etwas dumpf ist. Kurzes Ausblasen hilft hier.
Die Akkulaufzeit ist meines Erachtens ausreichend. Trotzdem bedauere ich, dass es nicht möglich ist, den Akku zu wechseln und einen Ersatzakku einzusetzen. Bei mir hat der Akku über einen Urlaubstag gereicht, währenddessen ich filmtypisch kurze Szenen von jeweils 5 bis 15 Sekunden über den Tag verteilt mit einer Gesamtdauer von vielleicht 30 bis 40 Minuten aufzeichnete, wobei die Kamera zwischendrin immer wieder abgeschaltet und nicht allzu ausgedehnt von der Wiedergabemöglichkeit Gebrauch gemacht wurde.
Einer der wenigen Kritikpunkte meinerseits besteht auch darin, dass es leider nicht möglich ist, den - übrigens recht guten - Autofokus zu fixieren, um beispielsweise Objekte, die sich nicht in der Bildmitte befinden, scharf abzubilden, den Hintergrund jedoch unscharf. Auch ist es etwas umständlich in den eigentlichen Makrobereich (7-17 Zentimeter) umzuschalten.
Einfach lustig, wenn auch nicht unbedingt notwendig ist die Tatsache, dass man die Kamera unter Wasser benutzen kann. Die Aufzeichnungen unter Wasser sind übrigens sehr gut.
Fazit: die Kamera ist mehr als ein bloßes Schnappschussgerät, wenn man auf lange optische Brennweiten, die zumeist doch nur zu erheblichen Verwacklungen führen verzichten kann. Zu Gunsten der Einfachheit der Bedienung und vor allem der Größe und Gewicht der Kamera ist es dies wert.