Ich habe mir die Kodak Easyshare M753 Mitte Dezember 2007 im Sonderangebot für 99¤ als Ersatz für meine mittlerweile doch recht mitgenommene Kodak Easyshare DX 7430 gekauft.
Ausschlaggebend war neben den technischen Qualitäten die für diese Preisklasse geringe Größe (passt in den Lederkombi beim Motorradfahren), die gute Verarbeitung und die hochwertige Optik der Kamera.
Die Kamera lässt sich einfach bedienen, auch ohne Studium der Bedienungsanleitung kann man sofort losfotografieren.
Positiv:
- geringe Auslöseverzögerung
- geringe Einschaltverzögerung bzw. Bild-zu-Bild-Verzögerung
- viele Sonderprogramme (Sport, Makro, Feuerwerk, Schnee, Kinder etc.)
- manuelle Wahl der Empfindlichkeit ISO möglich, z.B. zur Reduktion von Bildrauschen
- gute Fotoqualität
- hohe "Anfassqualität", hochwertige Optik, besonders in schwarz.
- klein und leicht, trägt nicht auf in der Jackentasche.
Neutral:
- Li-Ionen-Akku statt Standardakkus, dafür haben die jedoch kein Memory-Effekt, eine lange Akkukapazität und zur Not gibt es Ersatzakkus auf den freien Markt (Fremdhersteller) ab 4 Euro aufwärts.
Zudem wäre diese geringe Gehäusegröße auch mit Standardakkus nicht möglich gewesen.
Das Laden erfolgt im eingebauten Zustand über USB-Kabel oder Netzteil (im Lieferumfang).
- kein Sucher, fotografiert wird über das Display. Bei der Gehäusegröße ist für einen Sucher kein Platz mehr, der obere Gehäuserand ist gerade einmal 4mm hoch.
- Verwackelungsschutz zwar vorhanden, aber nur ein elektronischer.
Das Bildrauschen bewegt sich völlig in dem für diese Megapixel- und Preisklasse üblichen Rahmen, d.h. es tritt eigentlich nur bei schlechten Lichtverhältnissen (Innenräume) auf wenn die Automatik den ISO-Wert stark hochregeln muss. Und den Effekt hat man durchaus auch bei doppelt so teuren Kameras der 7-Megapixel-Klasse. Man kann hier aber den ISO-Wert im Kameramenü zum Beispiel auf max. 400 ISO festlegen, auch sollte man den elektronischen Verwackelungsschutz dann nicht einschalten.
Negativ:
Die Kamera selber hat quasi keine echten Defizite, für den Preis werden die Erwartungen in allen Punkten erfüllt. Die negativen Punkte betreffen eher die "Peripherie":
- Der Zugriff auf die Fotos ist nur durch die Easyshare-Software möglich, die Kamera wird nicht als Wechsellaufwerk erkannt, auch die "Kamerafotos-Übertragung" in Windows XP funktioniert hier nicht. Das gilt auch wenn man nur einzelne Punkte im Setup-Menü installiert, ich habe diverse Versuche durchgeführt - ohne Erfolg.
Nicht jeder Kunde möchte sich aber mit dieser "Zwangssoftware" derart bevormunden lassen. Ziel scheint es vermutlich zu sein nach dem Kameraverkauf noch Folgeeinnahmen über die Fotoabzüge-Funktion in der Software zu erzielen. Die Fotos sind zudem nicht im selben Ordner gespeichert wie es in der Easyshare-Software angezeigt wird, das macht eine umständliche Suche nach den Dateien nötig um sie zum Beispiel mit einem anderen Programm zu bearbeiten oder um Abzüge von einem "nicht-Kodak"-Shop zu bestellen.
Die Software ist für den Laien durchaus einfach zu bedienen, aufgrund der o.g. Punkte überwiegt aber auch beim Laien irgendwann der negative Eindruck.
Bei meiner alten Kodak Easyshare DX7430 war der Zugriff zumindest noch per WindowsXP-Kamerabilderübertragung möglich, diese letzte Möglichkeit des unabhängigen Zugriffs hat man nun auch abgeschafft, bleibt nur der umständliche Weg des Auslesens per Kartenleser. Ein ständiges herausnehmen der SD-Karte dürfte irgendwann aber dann auch den Verschlussdeckel verschleissen - auch keine echte Lösung.
- in der dicken Bedienungsanleitung finden sich zwar fast alle Sprachen der Welt, dafür ist im deutschen Teil aber nicht alles enthalten. So findet man dort keinerlei Information zur "Verwackelungs-Warnanzeige" im Display, hierzu muss man sich erst auf der Kodak-Webseite auf der Suche nach den nötigen Informationen machen.
- Ein Teil des Supports auf der deutschen Kodak-Webseite ist derzeit nur in englisch, zum Beispiel der Punkt Problemlösungen bei Defekten!