Der Krimi ist nicht schlecht und kann, wenn man gerade nichts anderes hat definitiv gelesen werden.
Aber es ist kein Hochgenuß, obwohl der Krimi in der Kochszene spielt. Die Namen und Biografien der Köche orientieren sich so nah an den aktuellen Kochstars unserer Zeit, dass natürlich jeder beim jungen Tim Balzer an Tim Mälzer denkt, beim peniblen Starkoch an Hr. Lafer und der Alois erscheint bei mir in Form von Hr. Schuhbeck im Kopf.
Dadurch hat natürlich ein Kochsendungen-Fan schon seine realen Lieblinge im Kopf und liest nun mit etwas mehr Begeisterung weiter, als die eigentliche Geschichte es verdient hätte.
Das die Geschichte vorhersehbar ist, stört mich nicht. Ich gehöre nicht zu den Mitratern, sondern möchte, dass es mir warscheinlich erscheint, dass es so passiert sein könnte und mich interessiert die Ausarbeitung der Figuren. Die Sprache, die Dialoge und die Ausarbeitung sind einfach und wenig facettenreich. Da wird zu sehr ein aktuelles Bild in eine Romanform gebracht mit wenig eigenem Witz.