Unser Sohn möchte mal "Gourmet-Koch" werden ;), also was liegt da näher als mit einem Kochbuch für Kinder die Karriere zu starten.
Die "Kochschule für Kids" ist optisch ein Highlight: sehr appetitlich, ansprechend, reich an Fotos, übersichtlich, kulinarisch vielfältig, mit Tipps und Infos - nur kochen kann man danach nicht!
Zugegeben, er hat erst drei Sachen daraus probiert, aber alle drei haben nicht wirklich funktioniert
z.B. die Bananenhappen von S.102: im Rezept ist einfach zu viel Bananenmus angegeben (500g Bananenmus, 200g Mehl), der Teig ist viel zu nass und schwer, er kann beim Backen nicht aufgehen (beim 2. Anlauf haben wir dann je 350g Bananenmus und Mehl genommen - super lecker!);
oder das marinierte Hühnchen von S.34: die Marinade führt beim Braten zu so viel Flüssigkeitsbildung, dass es eben nicht mit 3-4 Min. braten getan ist;
oder das Naan-Brot auf S. 106: erst mit der doppelten Menge Mehl entstand ein halbwegs knetbarer Teig und die Angabe, das Brot im Backofen unter dem Grill zu backen, führte nur dazu, dass der Teig von oben zu einer festen Platte verhärtete.
Fazit:Es kann doch nicht sein, dass man erst jedes Rezept anpassen und verändern muss, damit es funktioniert. Gerade bei einem Kinderkochbuch müssen die Rezepte gelingen, denn die Kinder sollen ja durch Erfolge in ihrem Bemühen belohnt und motiviert werden; unser Sohn wahr ehrlich frustriert und kocht jetzt einfache Gerichte aus "normalen" Kochbüchern, besonders von Gräfe und Unzer gibt es da ganz tolle.