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Produktinformation
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Vom Layout ansprechend aufgemacht, führt die freie Food-Journalistin in die wichtigsten Ess-Bausteine ein. Sie gibt Tipps für den Einkauf (anschaulich mit kaufen und nicht kaufen gekennzeichnet), und hat Ratschläge für den Supermarkt- und Restaurantbesuch mit den lieben Kleinen parat. Die Kapitel sind grob in Morgens, Mittags, Abends eingeteilt und werden mit Kapiteln Wenn das Kind krank ist, Unterwegs und Geburtstag sinnvoll ergänzt. Hinweise, wie festgestellt werden kann, ob das Kind an Esstörungen leidet, finden sich ebenso in diesem Kochbuch mit flexiblem Einband (ca. 23x23cm) wie ein Anhang mit Kontaktadressen zu Therapieprogrammen für übergewichtige Kinder.
Der Trick, mit dem die Autorin kleine Mäuler an den Esstisch lockt, ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Die nahr- und schmackhaften gesunden Rezepte sind Augenschmaus und Phantasie anregend zugleich. Würstchenschiffe dümpeln auf einem Kartoffelmeer, bunte Paprikapferdchen lehnen sich an Indianerzelte aus Käse und Salzstangen und winzige Omelett-Beutelchen laden zum Auspacken und Auffuttern ein. Ketchup zum Selbermachen mit Birnendicksaft statt Zucker überzeugt auch den kritischsten Gaumen. Selbst die Allerkleinsten lassen für Bauklötzchen aus weichem Vollkornbrot und jungem Gouda ihr Milchfläschchen in der Sportkarre liegen. Nettes Extra: Mit Bärchen-Aufklebern, die als Kopiervorlage genutzt werden können, läßt sich Selbstgemachtes von Mama und Papa kennzeichnen.
Einzig die Sprache, mit der Trischberger zum Teil ihre durchaus leckeren Rezepte an den Jungen Genießer bringen will, stößt sauer auf. Gerichte Morning Muffins, Breakfast Pizza, After-School-Soup und Meatball-Sugo zu nennen, klingt aufgesetzt und ist genauso überflüssig wie Kaugummi im Haar. --Anne Hauschild
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Dann enthält das Buch einen umfangreichen Sachteil - schön für alle, die noch Aufklärung brauchen oder noch nicht wissen, dass Tiefkühlpizza nicht so gesund ist wie Vollkornbrot, oder weshalb man einmal wöchentlich Fisch essen sollte. Ausserdem gibt es spezielle Hinweise zur Ernährung von Kindern bei Krankheit (z.Bsp. Verstopfung, Durchfall, Appetitlosigkeit etc.) zum Teil auch mit ein paar Rezepten.
Der eigentliche Rezeptteil ist aufgeteilt in: Morgens (Müslis, Brote & Co.), Mittags (klassische Mittagsgerichte von Blümchen-Minestrone bis Vegi-Chili aber auch Knabber-Rezepte für zwischendurch), Abends (Hähnchen-Gyros mit Joghurt-Dip und Bauernsalat, Paella, Chickenwings und diverse Desserts), Wenn das Kind krank ist, Unterwegs, Geburtstag und den Anhang mit Rezept-Register. Dabei fällt schon gleich auf, dass es relativ wenige vegetarische Hauptmahlzeiten gibt, dabei steht in Sachteil Kinder sollten nur 2-3 Mal pro Woche Fleisch essen. Ausserdem ist der Anteil an Rezepten zu Kleinigkeiten sehr stark vertreten, also Brote, Knabberzeug, Süßigkeiten, Getränke, Snacks - während die für mich stets etwas schwierige Frage "Was koche ich heute für meine Familie" sich durch den Kauf dieses Buchs leider kein bißchen einfacher gestaltet.
Eine weitere Eigenart dieses Buches ist es, dass es sehr grossen Wert auf Aussehen des Essens legt, die Brote werden ausgestochen, das Fruchtfleisch von geschälten Paprikas ebenso, Kleinigkeiten werden in Pralinenförmchen und Kaufladentütchen verpackt, in Muschelschalen serviert oder lustig bemalt. Ich verstehe sehr wohl, dass dies ess-unlustige Kinder vermutlich perfekt animiert. Leider gestaltet sich so aber selbst das morgendliche Brote-Schmieren bereits zum Stunden-Aufwand. Auch ärgerlich: es gibt viele ineinander verschachtelten Rezepte, also, brauche ich für etwas ein paar Löffel von dem Rezept drei Seiten vorher, das heisst, dass die Zutaten und Zubereitslisten in Wirklichkeit länger sind als es erstmal aussieht und ich zudem noch dauernd hin und her blättern muss. Auch doof: Zutaten in Minimengen wie etwa auf Seite 53, wo "eine Bananenscheibe" benötigt wird. Die vom Titel versprochenen schnellen Rezepte fehlen mir.
Für Eltern, deren Kinder Essens-Total-Verweigerer sind mag das Buch hilfreich sein. Auch wer gute Dekorationsideen für Kinder-Essen sucht, wird hier fündig. Allen, die einfache, schnelle und doch gesunde Hauptgerichte und Mittagskochideen suchen, kann ich das Buch nicht empfehlen.
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