Fehlstart
Die ersten Versuche mit Rezepten aus diesem Buch waren leider wenig überzeugend:
#1 Rindergulasch: Vielleicht liegt es daran, dass ich erblich vorbelastet bin (mütterlicherseits Österreicherin), aber irgendwie konnte mich diese Gulaschvariante nicht überzeugen. Gut beschrieben und leicht nachkochbar. Essbar war sie auch, aber irgendwie hat etwas nicht gestimmt. Lag es am Essig, mit dem abgelöscht wurde? Oder lag es an dem Bouquet garni (Sellerie, Karotten, Lauch, Petersilie)? Oder lag es an dem Verhältnis Fleisch zu Zwiebeln (normalerweise nehme ich mehr Zwiebeln)?
#2 Französische Apfeltarte: Davon abgesehen, dass es schön wäre, wenn Kochbuchautoren angeben würden, für welche Form die Menge Teig gedacht ist (bei mir war es nämlich viel zu viel Teig, das lag aber möglicherweise auch daran, dass ich bei einer Tarte einen eher dünnen Boden bevorzuge), fehlen bei diesem Rezept wesentliche Angaben! Das ist mir leider erst aufgefallen, als ich mitten drin war. Dass man den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen sollte, wird verschwiegen. Möglicherweise geht man auch davon aus, dass die Käufer dieses Buches über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen und derart profane Dinge eine Selbstverständlichkeit sind. Leider fehlen jedoch jegliche Angaben bei welcher Temperatur und wie lange man die Tarte denn nun im Backofen lassen soll. Allerdings habe ich, als ich später den Verlag deswegen angeschrieben habe, sehr schnell die fehlende Information erhalten. Man war sehr hilfsbereit und freundlich.
Danach ging es (Gott sei dank) erfolgreicher weiter.
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Ein paar Formalitäten zum Buch:
* Gegliedert ist es nach den Köchen, die Rezepte beigesteuert haben. Dies wären neben Eckart Witzigmann: Hans Haas, Karl Ederer, Jörg Wörther, Martin Fauster, Herbert Hintner, Andreas Mayer, Bobby Bräuer, Hans-Jörg Bachmeier, Dirk Brendel, Thierry Leoncelli.
* Insgesamt 43 Rezepte (so ich mich nicht verzählt habe).
* Einfaches, aber auch Kompliziertes. Tendenziell eher Bodenständiges.
* Ein paar Beispiele: Milchreis, Kräuterquark, Brotsuppe mit Leber, Graupensuppe mit lauwarmer Forelle, Serviettenknödel mit brauner Butter und Käse überbacken, Schwarzbrottoast mit Räucherlachs und Hüttenkäse, Schoko-Walnuss-Schmarrn, Spinatsuppe mit pochiertem Ei, Gratiniertes Kartoffelpüree mit Kohlrabi, Gebackenes Putenschnitzel mit Kartoffelsalat ...
* Zu jedem Rezept erhält man ein großformatiges Farbbild.
* Die Anleitungen sind von unterschiedlicher Qualität. Es gibt zB auch solche, wo Fachausdrücke nicht erläutert werden. Auf jeden Fall sind sie aber gut strukturiert und auch nachkochbar (siehe jedoch oben #2).