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Kochen nach Ayurveda: Köstliche Küche für ein langes Leben
 
 
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Kochen nach Ayurveda: Köstliche Küche für ein langes Leben [Taschenbuch]

Wilhelm Kempe , Karin Pirc


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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die indische Heilslehre des Ayurveda baut auf eine Ernährung in Einklang mit der Natur, den Jahres- und Tageszeiten und dem eigenen Konstitutionstyp. Auf diese Weise schenkt sie Tag für Tag Wohlbefinden und Gesundheit. Mit Kochen nach Ayurveda wird aus jedem Essen ein Fest für Körper und Seele und für die Sinne. Die vorgestellten Speisen sind leicht zuzubereiten und lassen sich mit heimischen Zutaten variieren.

Klappentext

"Mit diesem Buch kochen Sie fürs Leben! (...) Denn: Sie lernen, mit der Natur, mit den Jahreszeiten, mit Ihren Bedürfnissen - und immer ganz nach Ihrem eigenen Geschmack zu kochen: vielfältig, kreativ, gesund. Ein Kochbuch der Zukunft."
Amazon-Leserrezension

Über den Autor

Dr. Karin Pirc ist eine der Pionierinnen des Ayurveda in Deutschland. Seit 1985 beschäftigt sie sich intensiv mit Ayurveda und hat zehntausende von Patienten behandelt. Heute ist sie ärztliche Direktorin der Maharishi Ayurveda-Klinik in Bad Ems.Wilhelm Kempe ist Koch im Maharishi Ayur-Ved Gesundheitszentrum und leitet zusätzlich zahlreiche Kochkurse.

Auszug aus Kochen nach Ayurveda von Karin Pirc, Willi Kempe. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Inhalt:

Essen im Einklang mit den Naturgesetzen
- Die Grundlagen des Ayurveda
- Die individuelle Konstitution
- Die individuelle Ernährung
- Ernährung für ein langes Leben
- Wege zu einer besseren Verdauung
- Gesunde Ernährung, die verjüngt
- Wege zu ganzheitlichem Wohlbefinden
- Kleine Nahrungsmittelkunde
- Kleine Gewürz- und Kräuterkunde
- Tipps zu den Rezepten

Wohlschmeckendes Essen hält Leib und Seele zusammen
- Frühstück
- Mittagessen
- Abendessen

Essen im Einklang mit den Naturgesetzen
Die Grundlagen des Ayurveda - Die Geschichte des Ayurveda

Das Wort »Ayurveda« bedeutet übersetzt »das Wissen vom Leben« oder auch »die Wissenschaft vom langen Leben«. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich dieses uralte Wissen als eine Schatztruhe mit allgemein gültigen Weisheiten, die auch dem westlichen Menschen ein gesundes und glückliches Leben bis ins hohe Alter bescheren können. Wie ist dies möglich?
In den uns überlieferten Ur-Texten des Ayurveda steht Erstaunliches über die Entstehung dieses ganzheitlichen Heilsystems. Demnach gab es vor sehr langer Zeit Kulturen im Himalayagebiet, in denen die Menschen so gesund und vital waren, dass sie keine Krankheiten kannten. Als sie begannen, in Städten zu leben, traten die ersten körperlichen Leiden auf. Besorgt um das Schicksal der Menschheit, zogen sich daraufhin 50 weise Maharishis (Seher) in tiefe Meditation zurück, um zu ergründen, wie eine krankheitsfreie Gesellschaft zu schaffen sei. Während ihrer Meditation erkannten sie die Strukturen und Naturgesetze des Kosmos ebenso wie den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Körpers und Geistes. Die geistige Entwicklung der Maharishis war so vollkommen, dass sie alle Empfehlungen und Ratschläge, die dem Menschen ein gesundes, harmonisches Leben bescheren, wahrnehmen konnten und im Laufe ihres Lebens mit großem Erfolg zum Wohle der Menschen anwandten.

Maharishi Ayurveda heute

Seit Jahrtausenden wird dieses kostbare Wissen von den Meistern des Ayurveda an ihre Schüler weitergegeben. Die ersten schriftlichen Überlieferungen sind etwa 2700 Jahre alt.
Trotzdem sind während der vergangenen Jahrhunderte bedeutende Teile des ursprünglichen Wissens in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund haben sich in den letzten 15 Jahren hervorragende Ayurveda-Ärzte und Textgelehrte Indiens auf Anregung von Maharishi Mahesh Yogi, im Westen als Begründer der Transzendentalen Meditation bekannt, zusammengetan, um in jahrelanger Entwicklungsarbeit das ursprüngliche Wissen des Ayurveda anhand der alten Texte wiederzuerlangen. Ergänzt wird die Belebung des ursprünglichen, vollständigen Ayurveda durch den Einsatz westlicher Mediziner und anderer Naturwissenschaftler, die die uralten Aussagen einer wissenschaftlichen Prüfung nach den neuesten Methoden unterziehen. Diese ganzheitliche Fassung des Ayurveda wird der Deutlichkeit halber Maharishi Ayurveda genannt, denn sie bezieht sich ausdrücklich auf die tiefen Weisheiten ihrer Begründer, der Maharishis.

Diese kannten und nutzten ganzheitliche Therapieformen, die die persönlichen Besonderheiten eines Menschen berücksichtigen und ihn an Leib und Seele gesunden lassen.

Die Ernährung im Maharishi Ayurveda

Ist der Maharishi Ayurveda schon wieder eine neue Ernährungslehre, die den ohnehin geplagten, gesundheitsbewussten Zeitgenossen mit Dogmen und Widersprüchen konfrontiert? Im Gegenteil – er ist ein ganz wunderbar umfassendes System von Ernährungsempfehlungen, die jedem Menschen gleich welcher Kultur die Augen dafür öffnen können, dass er als Teil der Schöpfung in die Gesetzmäßigkeiten der Natur eingebettet ist. Die Erkenntnisse des Maharishi Ayurveda bieten ihm dabei das Rüstzeug, die unendliche Vielschichtigkeit des Lebens bewusster wahrzunehmen. Denn sie beschreiben die Gesetzmäßigkeiten, die in der Natur immer wieder vorkommen.
Selbst wenn Sie als Bürger unserer so genannten zivilisierten Welt das natürliche Feinempfinden bereits verloren haben, wird Ihnen das Wissen der alten Weisen helfen. Immer wieder haben mir meine Patienten gezeigt, dass sie in kürzester Zeit die Fähigkeit zurückgewannen, Zusammenhänge zwischen ihrer Ernährung und ihrem Wohlbefinden zu sehen, die sie zuvor nicht wahrgenommen haben. Auch Sie werden erkennen, dass es eine Vielzahl verschiedener Einflüsse auf Ihren Körper und Geist gibt, deren ideales Zusammenspiel dafür sorgt, dass Sie und Ihre Lieben gesund essen, gut verdauen und aus Ihrer täglichen Nahrung einen (fast) vollkommen gesunden Körper aufbauen können. In diesem gesunden und lebendigen Körper wohnt dann auch ein kraftvoller, optimistischer Geist, der Freude und Fröhlichkeit ausstrahlt und Liebe für alle Geschöpfe auf diesem Planeten empfindet.

DIE INDIVIDUELLE KONSTITUTION

Der geistige Bauplan

Im Maharishi Ayurveda ordnet man jedem Menschen eine individuelle Konstitution zu, das heißt eine bestimmte körperliche und seelische Verfassung, die ihn von anderen Menschen unterscheidet. Kennt man diese, kann auch der Laie Besonderheiten seines Stoffwechsels, seines Verhaltens, seiner Stimmungen und Eigenarten besser verstehen. Und er kann genauer erkennen, wann er sich in Harmonie mit sich und seiner Umwelt befindet, oder wann er beginnen sollte, sein Gleichgewicht mit Hilfe einer ganz gezielten Ernährung wiederherzustellen.
Die Seher des Maharishi Ayurveda nahmen nicht nur die grobe, materielle Form aller Dinge wahr, wie wir sie mit bloßem Auge sehen. Sie beschrieben gleichzeitig viel tiefere Schichten, die sie auf der feinsten Ebene ihres Bewusstseins erkennen konnten. So fanden sie überall in der Schöpfung der drei Doshas (VATA, PITTA, KAPHA), drei feine Steuerungskräfte, deren geordnetes Zusammenspiel alles in der äußeren Welt entstehen lässt. Die Doshas sind die Energien, die jeden menschlichen Körper hervorbringen und seine Funktionen regulieren. Körper und Geist sind im Maharishi Ayurveda ein und dasselbe, denn sie entspringen dem gleichen Bauplan. Somit ist kein Einfluss der Doshas auf den Körper denkbar, der nicht gleichzeitig den Geist verändert, ebenso wie jeder geistige Impuls entsprechende Reaktionen im Körper hervorruft. Die harmonische, ungestörte Koordination der drei Doshas ist damit die wichtigste Voraussetzung für körperliche und geistige Gesundheit. Umgekehrt müssen die Doshas wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, wenn Störungen oder Krankheiten entstanden sind.

Entdecken Sie Ihren individuellen Konstitutionstyp

Um die drei Doshas etwas genauer kennen zu lernen, nehmen Sie nun mit dem folgenden Test eine erste Einschätzung Ihres individuellen, vorherrschenden Konstitutionstyps vor.
Und so wird’s gemacht:

Beantworten Sie alle Fragen der drei Testabschnitte. Die Ziffer 0 bedeutet »Nein, stimmt überhaupt nicht«, die Ziffer 6 bedeutet »Ja, stimmt genau«.
Berücksichtigen Sie bei der Beantwortung der Testfragen Ihr allgemeines Befinden im letzten Halbjahr, nicht nur das der vergangenen Woche. Kreuzen Sie dabei diejenige Ziffer an, die dem Grad der Zustimmung zu der jeweiligen Aussage am ehesten entspricht. Zählen Sie anschließend die angekreuzten Zahlen für jeden Testabschnitt getrennt zusammen, und stellen Sie so fest, bei welchem Dosha Sie die höchste Summe haben.

VATA ist das Bewegungsprinzip.
Ein ausgewogenes VATA bedeutet Energie, Wachheit, Schnelligkeit und Kreativität für den Körper ebenso wie für den Geist.

Testabschnitt VATA

Nein/ja: Bewertung von 0 1 2 3 4 5 6

Ich bin lebhaft und begeisterungsfähig
Ich bin gesprächig
Ich rege mich schnell auf
Ich bin leicht ängstlich und besorgt
Es fällt mir schwer, Entscheidungen zu treffen
Ich handele schnell
Ich gehe schnell
Ich kann Neues schnell aufnehmen
Ich kann schlecht etwas auswendig lernen und behalten
Ich schlafe schlecht ein und wache nachts oft auf
Ich habe oft trockene Haut, besonders im Winter
Ich bekomme leicht kalte Hände und Füße
Kaltes Wetter ist mir ungemütlich
Ich neige zu Blähungen oder Verstopfung
Ich habe einen leichten Körperbau und nehme schwer zu

PITTA ist das Hitze- und Stoffwechselprinzip.
Ein ausgewogenes PITTA sorgt für eine optimale Verdauung, einen sehr klaren Verstand und für Zufriedenheit.

Testabschnitt PITTA

Nein/ja: Bewertung von 0 1 2 3 4 5 6

Ich habe einen scharfen Verstand
Ich neige zu Perfektionismus
Ich arbeite präzise und methodisch
Ich folge gern eigenen Vorstellungen und bin gelegentlich eigenwillig
Ich bin leicht ungeduldig
Ich bin ziemlich schnell gereizt und werde ärgerlich
Ich brause leicht auf, beruhige mich aber schnell wieder
Mein Haar hat folgende Merkmale: dünn, seidig, blond, rötlich, frühzeitig ergraut oder Haarausfall*
Ich habe eine gute Verdauung und vertrage jedes Lebensmittel
Ich kann mehr essen als die meisten Menschen meiner Größe
Bei Verzögerung oder Ausfall einer Mahlzeit fühle ich mich unwohl oder gereizt
Ich habe sehr regelmäßig Stuhlgang und nur selten Verstopfung
Ich schwitze leicht
Bei heißem Wetter fühle ich mich unwohl
Ich liebe kalte Speisen und gekühlte Getränke

Essen im Einklang mit den Naturgesetzen

* Treffen viele der genannten Merkmale auf Sie zu, so notieren Sie sich eine hohe Punktzahl – passen nur wenige Merkmale zu Ihrem Haar, notieren Sie eine niedrige Zahl.

KAPHA ist für Struktur und Festigkeit verantwortlich.
Ein ausgewogenes KAPHA verleiht dem Menschen Stärke, Ausdauer, Widerstandskraft, Stabilität und Ausgeglichenheit.

Testabschnitt KAPHA

Nein/ja: Bewertung von 0 1 2 3 4 5 6

Andere Leute empfinden meinen Charakter als angenehm
Es dauert lange, bis ich ärgerlich werde oder gereizt bin
Ich arbeite geruhsam und gemütlich
Mein Gang ist langsam, fest und sicher
Ich habe ein ausgezeichnetes Langzeitgedächtnis
Kühles, feuchtes Wetter und Nebel sagen mir am wenigsten zu
Meine Haut ist weich und sanft
Ich bin ein friedlicher Mensch und schwer aus der Fassung zu bringen
Mein Schlaf ist tief und fest
Bei weniger als acht Stunden Schlaf fühle ich mich tagsüber unwohl
Ich neige zu starker Schleimbildung in den Atemwegen und zu Völlegefühl
Ich neige zur Molligkeit
Ich nehme sehr schnell an Gewicht zu
Wenn ich sehr beschäftigt bin, kann ich leicht auf eine Mahlzeit verzichten
Mein Körperbau ist eher athletisch

Die individuelle Konstitution

Vergleichen Sie die Endsummen der drei Testabschnitte miteinander, und stellen Sie fest, bei welchem Fragenbereich Sie die höchste Punktzahl haben. Dieser Bereich besagt, von welchem Dosha Sie am stärksten beeinflusst werden.

Höchste Punktzahl bei VATA
VATA ist für jede Bewegung verantwortlich, für Atmung, Stofftransport und alle Ausscheidungen. Es reguliert den Herzschlag und die Nervenimpulse.
VATA-Menschen haben einen leichten Knochenbau und ein geringes Gewicht. Sie nehmen schwer zu und haben einen unregelmäßigen Appetit. Nicht selten sind die Augen größer als der Mund. Sie sind lärmempfindlich und reagieren heftig auf Klänge. Da VATA-Menschen leicht frieren, fühlen sie sich in der Hitze wohl und essen und trinken gerne Heißes. Sie sind flexibel, begeisterungsfähig, phantasievoll und gesprächig.

Höchste Punktzahl bei PITTA
PITTA ist das Stoffwechselprinzip schlechthin. Es ist verantwortlich für die Verdauung, die Nährstoffaufnahme im Darm und für die Regulation der Körperwärme, ebenso wie für die Sehschärfe und den Verstand. Menschen mit einer Dominanz von PITTA essen viel, vertragen in der Regel jede Nahrung und haben zwei oder drei Stuhlentleerungen täglich. Müssen sie eine Mahlzeit verschieben, sind sie leicht gereizt. Ihr Körperbau ist durchschnittlich. PITTA-Menschen sind gute Redner, können sehr gut strukturieren, sind ordentlich und erfinderisch sowie ehrgeizig und entscheidungsfreudig.

Höchste Punktzahl bei KAPHA
KAPHA hält die verschiedenen Körperstrukturen zusammen, es fördert Masse, Widerstandskraft und Fruchtbarkeit.
Menschen mit einer Dominanz von KAPHA haben einen kräftigen Körperbau mit ausgeprägter Muskulatur und einer Tendenz, leicht an Gewicht zuzunehmen. Ihr Immunsystem arbeitet gut, sie werden selten krank. KAPHA-Menschen sind ausdauernd – körperliche Arbeit und Bewegung tun ihnen gut. Geduld, Seelenstärke und Sanftmut zeichnen sie aus.

Alle Menschen sind Mischtypen

Nur wenige Menschen sind »reine Typen«. Lassen Sie sich also nicht verwirren, wenn Sie bei sich VATA-, PITTA- und KAPHA-Anteile gefunden haben.
Haben Sie in zwei Testabschnitten eine ähnliche Punktzahl erreicht, dann sind Sie ein Mensch mit einer doppelten Dosha-Dominanz, von der es folgende drei Varianten gibt: VATA-PITTA, VATA-KAPHA und PITTA-KAPHA. Eher selten findet man Menschen, bei denen alle drei Doshas gleich stark ausgeprägt sind – sie zeichnen sich erfahrungsgemäß durch eine besonders große seelische und körperliche Belastbarkeit und eine auffallend gute Gesundheit aus.

Der Test hat Ihnen Ihren ganz persönlichen Ausprägungsgrad der drei Doshas gezeigt. Selbstverständlich ist dieses Ergebnis nicht starr. Alles, was Sie tun und erleben, was Sie essen und über die Sinne aufnehmen, beeinflusst die Ausprägung und das Zusammenspiel der drei Doshas. Daher kann man nur von der Dominanz eines Typs sprechen, denn Änderungen dieser Grundstruktur sind von vornherein gegeben. So verändert sich die Grundkonstitution eines Menschen im Laufe seines Lebens normalerweise durch erworbene Störungen – oder, was der eigentliche Sinn des Maharishi Ayurveda ist, durch eine Besserung in Richtung eines harmonischen Gleichgewichts.
Der Idealzustand der Doshas ist ihre Ausgeglichenheit. Dann fühlt sich ein Mensch rundherum wohl, ist gesund und glücklich. Oft überwiegt aber mindestens ein Dosha. Was das bedeutet, erfahren Sie im Anschluss.

Wenn Sie zu viel VATA haben
Ist das VATA-Prinzip im Organismus sehr stark, wird ein Mensch nervös. Sorgen, Ängste und Schlaflosigkeit sind die Folge. Oft neigen VATA-Menschen zu trockener Haut, spröden Haaren und brüchigen Fingernägeln, zu Verstopfung, Blähungen und schlechter Aufnahme der Nährstoffe in Darm und Körperzellen. Typische Leiden sind Erschöpfungszustände sowie kalte Hände und Füße. In Stresssituationen neigen diese Menschen dazu, sich nicht genügend auszuruhen, was weitere VATA-Störungen nach sich zieht. Selbst Menschen, die nur einen geringen VATA-Anteil in ihrer Grundkonstitution haben, weisen heutzutage sehr häufig VATA-Störungen auf, denn unser normaler Alltag ist geprägt von Unruhe, Zeitnot und Reizüberflutung.

Wenn Sie zu viel Pitta haben
Ein PITTA-Typ lässt sich nicht so schnell wie der VATA-Typ aus dem Gleichgewicht bringen. Ist er jedoch aus dem Lot, wird er zum Perfektionisten. Unter Stress neigt er zu Zornesausbrüchen, Ungeduld und Gereiztheit. Hautausschläge, empfindliche, gerötete und unreine Haut, sowie die Neigung zu Entzündungen, sind Anzeichen eines gestörten PITTA. Aber auch zügelloser Appetit deutet auf eine PITTA-Vermehrung hin.

Wenn Sie zu viel KAPHA haben
Aus dem Gleichgewicht geratene KAPHA-Menschen werden leicht übergewichtig. Häufig fühlen Sie sich dumpf und antriebsarm (Morgenmuffel!), werden schnell träge und depressiv. In diesem Zustand schlafen sie mehr als ihnen gut tut. Ein hoher Cholesterinspiegel, Wassereinlagerungen im Gewebe, Übelkeit und Völlegefühl, aber auch schleimiger Auswurf und Schnupfen sind typische Anzeichen einer KAPHA-Vermehrung im Organismus.
Die einfache Faustregel jeder ayurvedischen Therapie lautet: Alle Störungen werden ganz natürlich durch ihr Gegenteil ausgeglichen: Trägheit und Dumpfheit durch Aktivität und Bewegung, Kälte durch äußerliche Wärme, aber auch durch warmes Essen und heiße Getränke.

Maßgeschneiderte Kost für jeden

Der Maharishi Ayurveda geht davon aus, dass eine ganz bestimmte Kost niemals für alle Menschen gleichermaßen richtig und bekömmlich sein kann. Ganz im Gegenteil: Das Besondere dieser Ernährungslehre ist, dass sich in ihr die ganze Vielfalt der Natur widerspiegelt. Sie ist ein lebendiges, offenes System, das bei seinen Nahrungsempfehlungen die höchst unterschiedliche Stoffwechselleistung verschiedener Dosha-Typen berücksichtigt. Sie passt sich außerdem ganz flexibel den Veränderungen der Verdauungskraft eines einzelnen Menschen an.

VATA-ausgleichende Nahrung
VATA wird durch vorwiegend warme, gekochte Nahrung, die mit Ghee zubereitet und von eher weicher Konsistenz ist, ausgeglichen. Das Essen sollte leicht verdaulich sein. Eine Prise scharfer Gewürze regt die Verdauungskraft an. Besonders süße, saure oder salzige Nahrung wirkt für dieses Dosha ausgleichend. Süße Früchte mit saftigem Fruchtfleisch oder eine warme Gewürzmilch sind ideal.

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