Hier sieht man mal, dass das Machen eines Stars auch vor der Küche nicht halt macht. Der junge Koch Jamie Oliver ist hübsch anzusehen, dementsprechend auch die Photos im Buch, wo man ihn über den Markt schlendern oder Lauch kaufen sieht.
Aber Jamie Olivers Kochbuch hält auch, was es verspricht. Es liest sich (trotz Übersetzung) witzig und macht riesig Lust aufs Kochen. Dabei ist es ein Vorteil, dass man für viele der Rezepte nicht großartig einzukaufen braucht. (Man muss ja nicht gerade das eher abschreckende Hummer-Rezept nachkochen)
Vieles, was er kocht, kenne ich schon - aus italienischen Kochbüchern zum Beispiel- anderes ist mir aber total unbekannt (die Süßspeisen, die asiatischen Sachen) .
Die Fotos (eher zu wenig) sind äußerst animierend und die Rezepte gelingen. Ein schönes Kochbuch! Auch eine gute Geschenkidee!
Übrigens: Ich habe selbst längere Zeit in England gelebt und hätte nie gedacht, dass gerade ein Engländer mal Europas Vorkocher werden würde *soviel zu Vorurteilen gg*
Andererseits ist auch einer der besten Köche in meinem Bekanntenkreis Engländer, allerdings indischer Abstammung.
Das gefällt mir auch so gut an Jamie Oliver - dass er es schafft, die neue englische Küche, die sich in der multikulturellen Gesellschaft entwickeln konnte, zu etablieren (ein bisschen indisch, ein bisschen italienisch, ein bisschen Pub-Küche...). So kochen ja wahrscheinlich auch die meisten jungen leute heutzutage.