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Die Vielfalt der Rezepte finde ich sehr gut. So kann man sich 2-3 Rezepte raussuchen und nach Gefühl vielleicht auch etwas abändern (ich machs halt so). Jeder weiß ja selbst am Besten, was seinem Kind schmeckt und was es verträgt. Deshalb schreckt es mich auch nicht besonders, wenn in den Rezepten Orangensaft verwendet wird. Es wird ja auch darauf hingewiesen, dass bei Empfindlichkeit gegen Zitrusfrüchte Apfelsaft verwendet werden kann.
Fleisch wird laut diesem Buch meiner Meinung nach zu früh eingeführt (ab dem 5. Monat). Lt. Kinderarzt reicht es vollkommen ab dem 7. Monat mit der Fleischbeigabe im Brei zu beginnen, da das Verdauungssystem der Kleinen so schon ausreichend Arbeit leisten muss.
Die Brei-Rezepte (5.-9. Monat) lassen sich gut und schnell nachkochen.
Die Rezepte für den 10.-12. Monat sind auch einfach und schnell zu kochen, gesund und ausserdem noch schön bunt (das gefällt Babys ja besonders).
Auf Seite 7 des Buches steht:
„Ihr gesunder Menschenverstand, Ihre Beobachtungen und mütterlicher Instinkt sollten den Ausschlag geben."
Nach diesem Motto verwende ich diese Lektüre, nämlich als Anregung.
Und als solche lässt es sich gut verwenden.
Ein einführender Teil zur Säuglingsernährung generell hält sich eher an der Oberfläche und präsentiert - allerdings leicht verständlich und nachvollziehbar - das, was fast jeder schon weiß.
Die Rezepte sind dann nach Alter sortiert, aber gerade da läßt das Buch zu wünschen übrig. Der allererste Brei, der empfohlen wird, enthält Kartoffeln, Karotten, Fleisch UND Orangensaft, der zweite Fleisch, Fenchel, Kartoffeln und Karotten.
Schlecht, da vor allem allergiegefährdete Kinder nur ein neues Lebensmittel auf einmal testen sollten.
Breie, die nur wenige Zutaten enthalten oder denen einzelne Lebensmittel beigefügt werden können (wie ein Grundbrei aus Reisflocken, Wasser, Keimöl und Milchzucker, dem nach und nach gedünstete Birnen, Äpfel, Karotten o.ä. beigefügt werden können) fehlen bei den Rezepten ganz. Fast alle Rezepte sind entweder mit Fleisch, oder mit vielen Gemüsen, sehr viele Rezepte sind auf Milch-Grundlage. Das läßt außer acht, daß viele Eltern mit Kuhmilch erst später anfangen wollen.
Im zweiten Rezeptteil (9. bis 12. Monat) sind allerdings einige schöne Übergangsrezepte von der Breikost zur festen Nahrung: Suppen, Eintöpfe und Pfannkuchen, wo das Baby schon etwas, aber noch nicht zu sehr, kauen muß.
Der angefügte Infoteil am Schluß, der sich mit Allergien und Risiken beschäftigt, wiegt leider nicht auf, daß eben diese Allergien bei den Rezepten nicht groß berücksichtigt wurden.
Eine oberflächliche Einführung, die nicht schadet, aber auch nicht viel nützt.
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