ProduktinformationVersion: Hammerpreis
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Die Story von Gothic 2 knüpft direkt an den Vorgänger an: Nachdem es Ihnen im Vorgänger gelungen ist, den geheimnisvollen Schläfer zu besiegen und die unsichtbare Barriere des Freiluftgefängnisses zu durchdringen, in dem Sie eigentlich den Rest Ihres Lebens verbringen sollten, verbreitet sich die Nachricht von Ihrer Heldentat in Windeseile. Auch Xardas, der mächtige Zauberer aus dem ersten Teil, erfährt davon und rekrutiert Sie kurzerhand als Drachentöter, da gerade eine Horde dieser unfreundlichen Viecher das Land terrorisiert. Doch vorher müssen Sie sich erst einmal in den Besitz eines magischen Artekfaktes bringen: des mächtigen Auge Innos.
Damit fangen die Probleme erst an. Denn wie sich zeigt, war der Schläfer lediglich eine Art Schoßhündchen Beliars, des Gottes der Dunkelheit, der jetzt aus verständlichen Gründen ziemlich sauer auf Sie ist. Bevor Sie es sich versehen, sind Sie schon wieder dabei, sich mit Schwert, Bogen und Magie böser Monster zu erwehren, mit diversen NPCs zu sprechen und die unterschiedlichsten Aufgaben zu erledigen. Die Palette der Gegner ist dabei noch breiter gestreut als im Vorgänger: Neben eher harmlosen Widersachern wie Blutfliegen, Scavengern und Wölfen stoßen Sie schon nach kurzer Zeit auf stärkere Gegner wie Orks, Wargs oder Skelette -- je nachdem, wie tief Sie sich in die Wildnis wagen. Um diese Widersacher unschädlich zu machen, steht Ihnen ein breites Arsenal an Waffen zur Verfügung, die von Dolchen, Schwertern und Äxten über Armbrüste und Bogen bis zu den verschiedensten Zaubersprüchen reichen. Und vergessen Sie niemals Ihren wichtigsten Verbündeten: die Flucht!
In Gothic 2 genießen Sie eine unglaubliche Bewegungs- und Handlungsfreiheit. Es gibt fast immer mehrere Wege, ein Problem aus der Welt zu schaffen. Ob Sie unverzüglich damit beginnen, die Haupt-Quests abzuarbeiten, erst einmal ein paar kleinere Aufträge bewältigen, um Erfahrungspunkte zu sammeln, oder ganz und gar auf eigene Faust durch die Lande streifen, bleibt Ihnen überlassen. Dreh- und Angelpunkt der riesigen, detailliert gestalteten Spielwelt ist dabei die Hafenstadt von Khorinis, in der Sie alles finden, was Sie brauchen, um in Gothic 2 zu überleben. Während Händler auf dem Marktplatz die unterschiedlichsten Waren anpreisen, finden Sie im Arbeiterviertel Handwerker aller Couleur. Das Hafenviertel hingegen ist von düsteren Gestalten bevölkert, und in ansehnlichen Fachwerkhäusern wohnen die Schönen und Reichen.
Die Quests, die Sie in Gothic 2 meistern müssen, sind ebenso zahlreich wie abwechslungsreich. Mal geht es lediglich darum, für einen Bauern Rüben zu pflücken oder auf dem Markt eine Pfanne zu kaufen, doch über kurz oder lang schickt man Sie los, Wölfe zu eliminieren oder ein Räubernest auszuheben, das sich irgendwo in den nahen Wäldern befindet. Entgegentreten dürfen Sie den Schurken entweder als Paladin, Drachenjäger oder Feuermagier. Jede dieser Charakterklassen verfügt über unterschiedliche Stärken und Schwächen, was für jede Menge Abwechslung sorgt, zumal es regelrecht süchtig macht, den eigenen Helden nach und nach vom Schwächling zum knüppelharten Kämpfer weiterzuentwickeln.
Grafisch stößt Gothic 2 in neue Dimensionen vor. Die Spielwelt, durch die man sich bewegt, könnte realistischer und farbenfroher kaum sein: Blätter rascheln im Wind, auf dem Waldsee prangt ein Farbenmeer aus Seerosen, Sonnenstrahlen dringen durch die Baumwipfel und nachts blinken Glühwürmchen in Büschen und Sträuchern. Naht die Abenddämmerung, färbt sich der Himmel tiefrot, und hin und wieder regnet es, nur damit kurz darauf Nebel die Gipfel der Berge in der Ferne verhüllt. Diese Grafikpracht hat natürlich ihren Preis: Ohne einen High-End-PC mit 512 MB RAM unter der Haube ist Gothic 2 so gut wie unspielbar. Gleichwohl ist Piranha Bytes mit Gothic 2 ein derart geniales Werk gelungen, dass man sich als Rollenspieler wirklich überlegen muss, ob Gothic 2 nicht die Anschaffung entsprechender Hardware rechtfertigt.
Fazit: Echte Rollenspiel-Fans und solche, die es werden wollen, kommen trotz der enormen Hardware-Anforderungen nicht an Gothic 2 vorbei! --Andreas Kasprzak
Pro:
Geschichtlich beginnt das Spiel exakt dort, wo der Vorgänger endete. Im letzten Teil musste unser Nameloser Held eine magische Barriere sprengen. Diese Barriere umschloss eine Gefangenenkolonie, das Minental. Dort lagen die Erzminen von Kohornis, die sehr wichtig für den König waren, denn der andauernde Krieg mit den Orks, vorderte immer wieder neue Waffen. Die Barriere sollte die Flucht der zur Minenarbeit Verurteilten verhindern. Doch es ging etwas schief, und so geschah es, das die Magier selbst, die erschaffer der Barriere, von ihr eingeschlossen wurden, als sie sich plötzlich unerwartet ausdehnte. Die Barriere liess einen zwar hinein, aber nie wieder hinaus. Diese Situation erkannten die Sträflinge schnell und schlugen alle Wachen, überrascht von dem Ereigniss, nieder und rissen die Macht über die Minen an sich. Von nun an musste der König mit den Gefangenen Handeln, die für das Erz Lebensmittel und andere Bedarfsgüter forderten.
Doch in Gothic 1 gelang es dem Spieler diese Barriere ein für alle mal zu sprengen. Doch im letzten Endkampf wurde er verschüttet, und befand sich über 3 Wochen in dieser auswegslosen Situation, bis es Xardas, einem ins Exil gegangenen Feuermagier, gelang, unseren Helden zu befreien. Jedoch ist er durch die lagen Zeit in den Trümmern geschwächt und muss seine Fähigkeiten neu erlernen. Es gibt zudem neue Probleme. Eine Armee des Bösen, die vom Endgegner des letzten Spiels gerufen wurden, hat sich formiert und bedroht die ganze Gegend. Bauern lehnen sich gegen den König auf, und führen mit angeheurten Söldnern gegen die Paladine der Stadt Krieg. Auch der Orkkrieg dauert an. In dieser Welt findet sich der Spieler wieder. Seine Mission ? Die Armee des Bösen aufhalten, was natürlich nicht ganz einfach ist.
Spielprinzip
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Wie im ersten Teil (und wie bei Rollenspiele so üblich) geht es primär darum durch sog. Quests (kleine Aufgaben) die man von NPCs erhält Erfahrungspunkte zu sammeln. Erfahrung bekommt man auch durch das töten diverser Monster die man im Spiel zahlreich findet. Hauptsächlich natürlich auf den Wegen zwischen den Städten, denn abseits der Wege kann es schonmal sehr gefährlich werden. Hat man genug, steigt man um ein Level auf. Das wiederum bringt einem 10 Lernpunkte die auf verscheidene Werte und Fähigkeiten verteilt werden können. So entwickelt sich der Charakter weiter und lernt besseren Umgang mit Waffen, lernte Schlösser knacken, Schmieden oder wird einfach nur Stärker oder Geschickter. Außerdem genießt der Spieler eine absolute Handlungsfreiheit. So gilt es z.B. bei einem Quest, 100 Goldstücke zu beschaffen, die die Gattin des Tischlers einem der Händler schuldet. Man kann die 100 Goldstücke natürlich gewaltsam eintreiben, aber auch durch Geschicktes Reden (Wie so oft bei Gothic) ganz ohne Gewalt bekommen.
Grafik und Hardwareanforderungen
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Grafisch hat das Spiel trotz der unglaublich großen Welt viel zu bieten. Bei der Engine handelt es sich im wesentlichen um die gleich wie die des ersten Teils, jedoch wurde sie weiter verbessert, sowie die Texturauflösung merklich erhöht. Leider stellt dies hohe Anforderungen an die Hardware. Ein P III 733 mit 256 MB Ram mit geForce II MX ist die absolute untergrenze. Wichtig ist dabei vor allem der Arbeitsspeicher und die Prozessorleistung.
Steuerung
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Durchweg solide. Wer möchte kann die gleiche Steuerung wie in Gothic 1 übernehmen, oder sie frei konfigurieren. Ebenfalls ist die Maus jetzt voll nutzbar. Während es im ersten Teil lediglich möglich war die Maus zum umsehen zu verwenden, kann man das ganze Spiel nun praktisch mit ihr Steuern. Auch wenn ich ja die Tastatursteuerung bevorzuge
Atmosphäre, Sound und Musik
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Einer der Hauptgründe für den großen Erfolg der Gothicspiele ist Zweifelsohne die fantastische Amtosphäre. Dank der urigen Musik, und der sehr schönen Soundkulisse, vergisst man schonmal die ganze Welt um sich herum, und taucht förmlich ins Spiel ein. Alle NPCS (NichtSpielerCharaktere) haben einen eigenen Tagesplan, gehen zur Arbeit, sind verärgert wenn man sie bestielt und reden mit einem. In den Städten klopfen die Schmiede auf ihren Schwerten herum, die Tischler sägen und Hämmern und Händler bieten auf den Märkten ihre Waren an. Das Spiel ist in 6 Kapitel unterteilt, und in jedem verändert sich einiges. Charaktere berichten über neue Ereignisse oder haben zahlreiche kleine Quests. Zudem ist dem Spieler zu jeder Zeit eine völlige Handlungsfreiheit gegeben.
Fazit: Der König ist Tod, es lebe der König. Gothic wird von seiner Spitzenposition gekickt...von Gothic II. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Das Spiel ist in keinster Weise Linear und es gibt bestimmt 100te von Möglichkeiten das Spiel komplett durchzuspielen. Nicht zuletzt da man sich für einer der drei Parteien die es in Kohornis gibt entscheiden muss: Paladine (Stadwache), Söldner (Armee der Aufständischen Bauern) oder man tritt dem Kloster als Magier bei. Jeder dieser 3 Arten hat ihr eigenen Reize und so lohnt es sich wirklich das Spiel 2 oder 3 mal durchzuspielen. Schließlich erwartet einem am Ende ein Furioses Finale... und ein dritter Teil.
Vielen Dank an die Entwickler.
(Und - nächstesmal fragt ein paar Fans. Es gibt sicher genug freiwillige die kostenlos eine Rolle sprechen, damit nicht ein Sprecher im Spiel so viele Charaktere sprechen muss...)
In manchen Zeitschriften wird der Schwierigkeitsgrad als "nicht mehr feierlich" (Zitat) bezeichnet. Da kann ich nur lachen. Fast jedes Monster läßt sich durch Intelligenz umgehen oder besiegen - einfach mal umschaun, ich will ja nix verraten :-) außerdem ist genug Gelegenheit da, den eigenen Charakter aufzuwerten und lange Wege sind auch kein Kritikpunkt. Wer geschickt verhandelt findet überall den passenden Lehrer und Teleport-Runen oder Geschwindigkeitstränke. Nein - für mich gibt es keine Kritik an Inhalt und Story. Es ist auch nichts unfair versteckt. Die Schatzkisten sind nicht zu übersehen. Die Steuerung ist einfach und wer die ausgefeilten Kampfkombinationen aus Gothic 1 nicht missen möchte kann dies im Menü freischalten - es lohnt sich ...
Und das Beste ist der Schluss. Kein schödes "Sie haben gewonnen" sondern ein wirklich schöner Schluss, den ich natürlich nicht verraten kann - aber es lohnt sich!!!
Einziger Kritikpunkt - oder eher ein Tip an die Käufer:
Die Hardware muss stimmen. Dieses Spiel ist mit geringer Sichtweite und Details nicht zu spielen, weil man dann zuviel übersieht. Deshalb wird ein alter Rechner zu Frust führen. Für eine 800er Auflösung und volle Details braucht man mindestens einen Athlon 2000XP, eine Geforce4-4200 mit 128Mb und 512Mb DDR-Ram. Damit sind zwar noch einige Ruckler in extremen Kämpfen zu akzeptieren aber 95% des Spiels laufen flüssig. Ich spare jedenfalls für bessere Hardware und spiels dann noch einmal in 1024 ... und nochmal und nochmal ... bis der 3. Teil da ist.
Schließlich bekomme ich andere Aufträge wenn ich es mal als Magier versuche - na wenn das keine Langzeitmotivation ist.
Viel Spass beim Spielen.
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