Ursprünglich formierte man sich als "Irrlichter" zu einer Barden-Gruppe für Live-Rollenspielveranstaltungen.
Die Formation durchlebte mehrere Ab- und Zugänge von Mitgliedern. So ist nun Brigitta Jaroschek gegenwärtig das einzig, verbliebene Gründungsmitglied. Die Irrlichter werden je nach Art des Auftrittes live des Öfteren von Gastmusikern unterstützt. Unter anderem von Martin Seifert (Die Streuner) und Daniel Wahren (Duivelspack).
Ihr erstes Konzert spielten sie als Vorband von Saltatio Mortis im Frühjahr 2001 im MTC in Köln. Auf einem Mittelaltermarkt trafen sie einen Produzenten, den sie so begeistern konnten, dass 2002 ihr erstes Album "Koboldtanz" erschien. Das Debut sorgte für überregionale Bekanntheit. Nach Koboldtanz folgten vier weitere Alben. Ihr letztes Album wurde im Sommer 2008 produziert und im November 2008 mit dem Namen "Goldstück" veröffentlicht.
Die Texte sind abwechslungsreich, phantasievoll und behandeln mehr oder weniger seriös verschiedene Themen aus Märchen-, Mythen,- und Sagenwelt. Von Jungfräulichkeit und verlorener Liebe. Romantik und Musik. Irrungen und Dummheiten. Hexerei und Phantasie. Auf der anderen Seite von der Sauferei und dem Getriebe in der Taverne, von geheimnisvollen Begebenheiten und leichten Frivolitäten. Der Gesang ist meist heiter, lustig und zielt vorwiegend darauf ab, mit den Instrumentierungen zu harmonisieren. Dazwischen befinden sie sich in geschickter Wechselbeziehung. An manchen Stellen könnte der Gesang sicherlich ein wenig deutlicher ausgesprochen werden. Dennoch ist er mehrheitlich gelungen und ergänzt die spezielle Atmosphäre wunderbar.
Auf eine Vielzahl von althergebrachten Instrumenten greifen die "Irrlichter" zum Musizieren zurück. Basslaute, Cister, Mandoline, Harfe, Flöten, Rauschpfeife, Chalumeau, Schlüsselfidel, Dudelsack, Schalmei, Schellenkranz, Davul, Landsknechtstrommel, Darabuka, Zimbeln, Schlagharfe, Percussion, Krummhorn und Gitarre werden mit Routiniertheit und einer lässigen Souveränität angewendet. Hier zeigt sich das grosse Gespür der Gruppe für eingehende, phantastische und innovative Melodien, die man als herausragend im Genre bezeichnen kann. Obwohl diese doch einfach sind, ist die Symbiose der verschiedenen Instrumente dabei gerne aufwändig und komplex und besitzt einen schönen Rhythmus. Sehr phantasievoll und voll mit Möglichkeiten traumhafter Imaginationskraft sind sie.
Musik und Text eines der Titel basieren auf der Carmina Burana und wird im Latein gesungen. Für Musik und Text zeichneten sich überwiegend Edwin Meissner und Brigitta Karin verantwortlich. Desweiteren wirkten Anna Karin und Oliver Peters bei Text und Musik mit. Das Lied mit dem Titel "Das Lied der Gefangenen" ist ein Text, der aus Heinrich Heine`s "Buch der Lieder" stammt. Als Gäste waren Vincent Fröhlich, Roland Kempen, Steffi Keup, Oliver Peters, Gerd J. Pohl, Sarah Souza-Simon und Mani Zmarsly beteiligt.
Fazit: Fröhliche, heitere und sehr phantasievolle Musik für Menschen, die besondere Musik suchen.