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Knut Hamsun: Schwärmer und Eroberer
 
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Knut Hamsun: Schwärmer und Eroberer [Gebundene Ausgabe]

Ingar Sletten Kolloen , Gabriele Haefs
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Landt Verlag; Auflage: 1 (28. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938844159
  • ISBN-13: 978-3938844151
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 579.791 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Hamsun-Biographie 19. Mai 2011
Bei der vorliegenden Biographie des norwegischen Journalisten und Schriftstellers Sletten Kolloen handelt es sich um eine gegenüber der zweibändigen, 2003 und 2004 erschienenen norwegischen Originalausgabe gekürzte einbändige, von Gabriele Haefs übersetzte Fassung unter dem Titel "Knut Hamsun. Schwärmer und Eroberer, Narzisst und Nobelpreisträger". Das Buch schöpft aus einem umfangreichen, zum Teil neuen Quellenmaterial, das ausführlich in der norwegischen Ausgabe dokumentiert ist. Dem Autor gelingt es, die Komplexität der Persönlichkeit Hamsuns in ihren vielen, mitunter durchaus nicht sympathischen Facetten auszuleuchten. Nach einem etwas schleppendem Beginn wird das Buch etwa ab dem zweiten Drittel immer besser und lesbarer, so daß das Werk trotz einer etwas impressionistisch eigenwilligen und intransparenten Gliederung in kurze Kapitel insgesamt einen sehr positiven Gesamteindruck hinterläßt. Der Autor hält sich mit Wertungen zurück und überläßt es dem Leser, sich ein eigenständiges Urteil zu bilden; hierzu trägt wesentlich Kolloens distanzierter Schreibstil bei. Wie im Nachwort deutlich wird, ist sich der Autor durchaus im Klaren darüber, daß eine Biographie angesichts des sehr umfangreichen Werkes Hamsuns und dessen äußerst widersprüchlicher Persönlichkeit kein Gesamtbild liefern kann. Tatsächlich stehen im Buch die rein literarischen Fragen eher im Hintergrund, wobei jedoch der Konnex zwischen der biographischen Situation Hamsuns und der jeweiligen schriftstellerischen "Produktion" durchweg sehr gut verdeutlicht wird. Als Leitmotiv durchzieht das Buch "die in allen Lebensphasen erkennbare Tatsache, 'daß er seine Dichtung aus den Gegensätzen in sich selbst schuf. Er trug in seiner Persönlichkeit schroffe Kontraste, er war der Phantast, der keine dauerhafte Ruhe findet, und zugleich der standhafte und erdverbundene Bauer."(S. 300) Aus diesem oft unerträglichen Spannungsverhältnis erwuchs trotz quälender Stockungen eine ungeheure Produktivität. Die Konzentration auf die inneren Widersprüche in Hamsuns Persönlichkeit lassen Kolloens Werk eher als eine psychologische Studie denn als umfassende Biographie erscheinen. So kommt die Schilderung der jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Norwegen gerade für den deutschen Leser etwas zu kurz. So hätte man z.B. gern etwas mehr über die Auswanderungswelle nach USA Ende des 19. Jhs. oder über die kurz gestreifte Grönlandfrage (S. 369 f.) erfahren.
Hamsun wurde 1920 nach dem dritten Vorschlag und knapp drei Jahre nach dem Bestseller "Segen der Erde" der Nobelpreis verliehen. Ausführlich werden die internen Diskussionen im Komitee dargelegt, wobei auffällt, daß auch damals politische Erwägungen immer eine Rolle gespielt haben und in Konkurrenz zu Nobels Forderung nach Idealismus standen (S. 249 ff.)
Naturgemäß nimmt das Verhältnis Hamsuns zum Nationalsozialismus einen breiten Raum ein. Der Autor bemüht sich auch hier um eine neutrale Position und enthält sich billiger Polemik oder moralisierender Untertöne. Es gelingt ihm, Hamsuns politische Einstellung, die im Grunde von Anfang an sehr klar, relativ starr und unbeugsam war, aus seinem Werdegang zu erklären. Hamsun hat seine früh entwickelte antibritische Grundhaltung nie geändert und auch unter größtem Druck keinen Anlaß gesehen, Kompromisse zu machen. Angesichts des heute dominierenden prinzipienlosen Opportunismus nötigt Hamuns Haltung dem Leser immerhin Respekt ab. Hamsuns Haltung war auch dafür verantwortlich, daß Hamsun den Kontakt zu seiner Tochter Victoria aus erster Ehe abbrach, weil diese einen britischen Offizierssohn heiratete. Hamsun war bereit, dem Nationalsozialismus sehr weit entgegenzukommen, wenngleich ihm nicht verborgen blieb, daß er gerne als internationales Aushängeschild der NS-Politik benutzt wurde. Die kurz vor einem Eklat endende Begegnung Hamsuns mit Hitler auf dem Berghof am 26.6.1943 wird ausführlich geschildert. Sie scheiterte weil beide Seiten völlig unterschiedliche Erwartungshaltungen hatten. Hamsuns Begehren, Reichskommissar Josef Terboven abzulösen und der norwegischen Regierung mehr Autonomie zuzugestehen, wurde von Hitler mit großer Verärgerung aufgenommen. Daß die konzeptionslose engstirnige deutsche Besatzungspolitik auch für Norwegen keinen Platz in einem germanischen Imperium vorsah, konnte Hamsun nicht verborgen bleiben.
Die Schilderung der juristischen Aufarbeitung der Nachkriegszeit ist sehr empfehlenswert, insbesondere für Leser, die "Auf überwachsenen Pfaden" nicht kennen. Daß es hier zu einem äußerst fragwürdigen, mit dubiosen psychiatrischen 'Gutachten untermauerten Verfahren überhaupt gekommen ist, mutet aus heutiger Sicht kleinkariert und provinziell an, war aber wohl in der Atmosphäre der unmittelbaren Nachkriegszeit kaum zu vermeiden. Parallelen zum Fall Ezra Pound sind unübersehbar. Über die sozialdemokratischen Initiatoren dieser Abrechnung hätte man gerne mehr erfahren, sie bleiben in der Schilderung merkwürdig anonym und blass. Sowjetmethoden hat es also nicht nur in der Sowjetunion gegeben, wenngleich paradoxerweise ausgerechnet der sowjetische Außenminister W. Molotov den Vertretern der norwegischen Exilregierung den Rat gab, Hamsun angesichts dessen Verdienste einfach in Ruhe zu lassen (S. 408f.)

Ließ sich die Psychologie als Wissenschaft offenkundig nur allzugern in dem Nachkriegsverfahren politisch instrumentalisieren, so erscheint sie auch in Bezug auf Hamsuns Behandlung in den 20er Jahren in einem dubiosen Licht. Der Autor vermerkt im Nachwort, daß erstmals die Aufzeichnungen des Psychiaters Strømme aus den zwanziger Jahren, die ausführlich referiert werden, ausgewertet werden konnten. Zwar muß ein Biograph neu entdeckte Quellen verwerten, doch zeigen diese in Hamsuns Fall nur eine etwas hypochondrisch veranlagte Persönlichkleit Hamsuns und in überdeutlichem Maß eine Psychologie, deren Wissenschaftlichkeit von Hamsuns Ehefrau Marie aus nachvollziehbaren Gründen in Zweifel gezogen wurde.

Der Autor arbeitet sehr gut heraus, daß Hamsuns literarische Produktion einem Wirtschaftsunternehmen diente. Hamsun schrieb nicht '"l'art pour l'art", sondern - wie viele andere Literaten auch - um Geld zu verdienen. Nach sehr unsicheren Anfängen eroberte sich Hamsun früh solide Absatzmärkte vor allem in Deutschland und Rußland, während der anglophone Raum immer eine völlig untergeordnete Rolle spielte. Warum Hamsun in Großbritannien (und etwas weniger ausgeprägt in den USA) kaum reussierte, wäre eine interessante literaturgeschichtliche Frage, die von Kolloen nicht weiter vertieft wird. Hamsuns Wirtschaftsunternehmen hätte sehr viel erfolgreicher sein können wenn nicht Hamsun selbst immer wieder durch seine charakterlichen Eigentümlichkeiten dafür gesorgt hätte, aus verschiedensten Anlässen angehäufte Schulden, insbesondere Verlagsvorschüsse, zurückzahlen zu müssen. Hamsuns starke, zum Teil ideologisch aufgeladene Verwurzelung mit Boden und landwirtschaftlicher Tätigkeit verleitete ihn dazu, sein Gut in Nørholm offenbar weniger nach rationalen Gesichtspunkten zu führen, sondern die Defizite durch die Erträge aus seiner literarischen Arbeit zu subventionieren. Zwar konnte er sich in dieser Lebensphase die Quersubventionierung leisten, doch dürfte diese Art von 'Hobby-Landwirtschaft wohl seinen ursprünglichen Intentionen widersprochen haben.

Der Autor bringt verschiedentlich ausführliche Absatzzahlen für Hamsuns Romane. Hier wäre eine regionalisierte Tabelle und quantitative Aufschlüsselung sehr hilfreich gewesen. Auffällig ist, daß Hamsun offenbar sehr stark die Kritiken beachtete, wobei die Zeitungen eine dominierende Rolle spielten. Von Literaturzeitschriften ist nicht die Rede. Die literarische Szene in Kristiania/Oslo war überschaubar und ließ Hamsun wiederholt auflaufen. Hamsun verdankte seinen literarischen Durchbruch wohl überwiegend seiner ausländischen Leserschaft, vor allem in Deutschland.

Das Buch enthält einen umfangreichen Tafelteil mit 51 aufschlußreichen Abbildungen, ein Personenregister und ein knappes Literaturverzeichnis zusammen mit einer Liste der besprochenen Werke Hamsuns. An Druckfehlern gibt es lediglich zwei zu notieren (S. 69, Z.30; S. 454, Z.11). Leider hat der Landt-Verlag, der jetzt als Imprint des Manuscriptum-Verlages Thomas Hoof, Waltrop geführt wird und früher in den wenigen Jahren seines Bestehens durch eine relativ gediegene Ausstattung seiner Bücher auffiel, das Buch mit einem billigen windigen Kartonumschlag versehen, der auch graphisch wenig ansprechend ist.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Knut Hamsun - die wohl schillerndste und umstrittenste Figur der literarischen Avantgarde, ein großer Autor, Nobelpreisträger, Pionier des modernen Romans und Kollaborateur der Nazis, in Norwegen angeklagt und verurteilt wegen Landesverrat, erlebt in letzter Zeit eine Renaissance. Was war das für ein Mensch, den Isaak Bashevis Singer den "Vater der modernen Literatur - mit seiner Subjektivität, seinem Impressionismus, seinen Rückblenden, seiner Lyrik" nannte? Die aufwendig recherchierte und spannend erzählte Biografie von Ingar Sletten Kolloen, "KNUT HAMSUN, Schwärmer und Eroberer, Narzisst und Nobelpreisträger" erzählt es uns.

Knut Hamsun (1859 - 1952) war wie eine Figur aus seinen Romanen, "nervös" wie man das damals nannte, sprunghaft, maßlos in seiner Selbsteinschätzung, für seine Umgebung ein nur schwer erträglicher Mensch. Die Beschreibung des jungen Hamsun erinnert an das "Ich" in Hamsuns "Hunger" (1890), das Buch, das seinen Ruhm begründete. Hamsun lebte seine Maßlosigkeit aber nicht bloß aus, er fand für sie eine literarische Form. Innere Monologe, Wortkaskaden, grammatikalische Brüche, Wechsel der Zeitformen, indem er sich selbst beschreibt, erfindet er den modernen Roman.

Hamsun brach in die kleinstädtisch geprägte literarische Welt Norwegens ein, wie Johann Nilsen Nagel aus "Mysterien" (1892) in die kleine norwegische Küstenstadt. Hamsun ist von Widersprüchen zerrissen. Er träumt vom einfachen Leben auf dem Land und kann doch nur in unwirtlichen Mansardenzimmern in der Stadt schreiben. Er hasst das Stadtleben und und hält es doch nicht aus auf dem Land. Er ist bei allen verschuldet und stößt doch alle vor den Kopf. So ist er ständig auf der Flucht und kann doch nicht lassen. Er flieht in die USA und wird auch dort nicht heimisch, kehrt zurück nach Norwegen, hält wütende Vorträge über die amerikanische Kultur und emigriert erneut, nur um erneut heimzukehren.

Der Gegensatz zwischen Stadt und Land beherrscht sein Leben, wie auch das Leben seiner Zeit. Hamsun lebt diesen Widerspruch nicht nur, er gestaltet ihn literarisch und er soll zu seinem Schicksal werden. Über Jahre hin verspricht er seiner Frau einen kleinen Hof zu kaufen, auf dem Land ein ruhiges Leben zu führen, endlich ist es soweit. Er kauft einen Hof im Norden, lässt umbauen - die Bucheinnahmen erlauben es - und fährt für Wochen in irgendeine Kleinstadt, mietet eine Mansarde oder ein schäbiges Zimmer - um zu schreiben. Einige Jahre geht das so - dann verkauft er den Hof - gegen den wütenden Protest seiner Frau - aber sein diktatorischer Wille kennt keine Rücksichten auf seine Familie - während er gleichzeitig an seinen großen Epos über Isak den Neusiedler schreibt "Segen der Erde" (1917) wird das Buch heißen und Hamsun wird dafür den Nobelpreis erhalten. Sie ziehen in die Stadt und Hamsun ist verzweifelt: "Das Seltsame ist: Jetzt bin ich den Hof also los, aber meine Gesundheit hat sich nicht gebessert, und ich leide im Grunde wie ein Narr darunter, dass ich keinen Hof mehr besitze. ( ... ) Ich habe einen unausrottbaren Hang zum Boden." S. 227

Er kauft einen Herrensitz an der Südküste Norwegens "Segen der Erde" wurde zur reinsten Gelddruckmaschine und diesmal geht es, jedenfalls wie es bei Hamsun gehen kann. Ein Geschäftsführer, eine Reihe von Angestellten, eine Schreibmansarde im schlossähnlichen Gutshaus und stetige Quersubventionen aus den Bucherträgen und dem Nobelpreis machen es möglich. Das Gut wird ein hochmoderner Musterbetrieb, mit dem ersten Traktor Norwegens. Hamsun pendelt auch weiterhin zwischen Schreibmansarde in der Stadt, in der Bücher über das Landleben entstehen und seinem Herrensitz, in dem er über die Hölle des Stadtlebens schreibt.

Er gehört jetzt zu den Größen der europäischen Literatur. In der Festschrift zu seinem 70sten Geburtstag schreibt die Elite Europas: Jacinto Benavente, John Galsworthy, Andre Gide, Maxim Gorki, Gerhart Hauptmann, Alexandra Kollontai, Tom Kristensen, Thomas und Heinrich Mann, T.G. Masaryk, Ludmilla Pitoëff, Hjalmar Söderbcrg, Jakob Wassermann, H. G. Wells, Stefan Zweig.

Mit dem Ruhm und dem Reichtum wächst seine Utopie. Sein alter Hass auf die Angelsachsen findet im ersten Weltkrieg und in der Nachkriegspolitik der Siegermächte Nahrung und er nimmt Partei für Deutschland. Er träumt jetzt von Deutschland als Erlöser Europas, vom "Pangermanischen Reich" , sieht in Hitler den "großen Reformator". In den dreißiger Jahren verlassen mehr und mehr politische Pamphlete seine Schreibwerkstatt, verdrängen die literarische Produktion. Er und auch seine Frau werden zu treu bekennenden Anhängern Nazideutschlands, verteidigen die deutsche Invasion Norwegens.

Eine Audienz bei Hitler 1943 gewinnt eine absurd schillersche Dimensionen. Hamsun fordert von dem Diktator, vor dem ganz Europa zittert, daß er in Norwegen die Utopie des "Pangermanischen Reiches" nicht gefährden dürfe und deshalb seinen brutalen Statthalter abberufen möge. Seinem Übersetzer, vor Todesangst zitternd, verschlägt es die Sprache. Hitlers eigener, hinter einem Vorhang verborgen, notiert die Szene. Hitler selbst gerät in Wut. Er wollte über das Genie schwelgen. Hamsun lässt sich nicht beirren und wird laut, bricht in Tränen aus. Mit Mühe gelingt es den Sekretären, die Situation zu retten. 'Ich will solche Leute hier nicht mehr sehen', schreit Hitler, als Hamsun fort ist. Hamsuns "Don Carlos Auftritt" vor der Weltgeschichte ist gründlich gescheitert.

Auch nach dem apokalyptischen Untergang seiner Utopie bleibt er seiner avantgardistischen Seele treu: niemals auch nur ein Geringstes dem common sense, der political correctness oder sonst einer gemeinverständlichen vernünftigen Moral und inszeniert seinen letzten Auftritt in der Weltliteratur. Stoisch erträgt der 92jährige Psychiatrie und Arrest in erbärmlichen Altersheimen, Anklage und Urteil und schreibt mit eisernem Willen, von Krankheit gezeichnet, sein letztes Buch, "Auf überwachsenen Pfaden" (1949), gibt Ankläger und Psychiater der Lächerlichkeit preis: Sie sind schlechtere Literaten als er.

"Unverständlich" nennt die Einleitung zur Hörspielfassung von "Mysterien" des Südwestfunk Hamsun und sein Engagement für Hitler. Sicherlich. Hamsun war niemals verständlich, harmlos, gar unschuldig. Aber wer aus der literarischen Avantgarde war schon harmlos. Unbeschadet, gar unschuldig hat kaum einer das blutige 20. Jahrhundert überstanden. Uns harmlosen Postmodernen, denen die literarischen Techniken der Avantgarde selbstverständlich geworden sind, fällt es schwer, das in seinen letzten Konsequenzen nachzudenken. Die dichte und detailreiche Biografie Hamsuns von Ingar Sletten Kolloen hilft dabei, es trotzdem zu versuchen.
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