Eddie hat ein Problem: Er schuldet den falschen Leuten Geld. Seine einzige Chance, die Summe rechtzeitig aufzutreiben, ist der Sieg bei einer großen MMA-Veranstaltung. Alles, was ihm fehlt, ist ein Kämpfer.
Walter (WWE-Superstar Big Show) hat ein Problem: Nachdem er die Küche des Waisenhauses, in dem er sein ganzes Leben verbracht hat, abgefackelt hat, droht dem Heim die Schließung, wenn er nicht das Geld für die Reparatur beschafft.
Als die beiden sich begegnen, wittert Eddie seine Chance. Nur leider ist Walter zwar groß und stark, aber völlig ungeschickt und hat vom Kämpfen keine Ahnung.
Eigentlich wollte ich mir diesen Film nicht ansehen, da ich nach Hulk Hogans "Der Hammer" immer noch ein bisschen traumatisiert bin, was Filme mit Wrestlern in den Hauptrollen angeht. Ich bin also mit sehr geringen Erwartungen an den Film herangegangen - und wurde positiv überrascht, denn der Film bietet tatsächlich witzige Szenen, die den Zuschauer zumindest zum Schmunzeln bringen. Die Komik des Films besteht überwiegend aus Slapstick-Elementen, die auf Walters Ungeschicktheit basieren, rutscht stellenweise in den Fäkalhumor ab und bietet auch ein paar absurde Elemente. Gerade die letzteren verleihen dem Film eine gewisse Leichtigkeit. Wenn ein Rabbi in seiner Synagoge Kämpfe mit dem "Koscheren Killer" (der etwa so sportlich aussieht wie Dirk Bach) veranstaltet oder ein Schläger mit seinem Boss intellektuell ausdiskutieren will, warum er Eddie verhauen soll, merkt man, dass sich der Film selbst überhaupt nicht ernst nimmt. Auch die schauspielerische Leistung von Big Show überrascht positiv: Einen Oscar als Charakterdarsteller wird er zwar nicht bekommen, aber man nimmt ihm seine Rolle ab. Einzig die Leistung der besten Nebenrolle, der Leiterin des Waisenhaus, ist ein bisschen enttäuschend. Da hätte man mit einer talentierteren Schauspielerin mehr herausholen können.
Eine große Schwachstelle hat der Film allerdings auch: Die Geschichte ist so vorhersehbar, dass man nach den ersten paar Minuten weiß, wie es ausgeht. Wer damit leben kann, wird bis dahin aber nett unterhalten.
Knucklehead ist genau richtig für einen verregneten Sonntagnachmittag. Zweimal muss man ihn aber nicht sehen. Fans von Big Show können jedoch ungesehen zugreifen.
Von technischer Seite gibt es nichts zu meckern, Bild und Ton sind in guter Qualität. Den Extras geht wie dem Film: Ganz nett, aber nichts, was man unbedingt gesehen haben muss.