Internet-Communities fuer den virtuellen WissensaustauschDieses Buch beschreibt das Zusammenfinden zweier wichtiger Entwicklungsstroemungen in der Unternehmenswelt am Anfang des 21. Jahrhunderts: Wissensmanagement und Internet-Communities.
In der Betrachtung des vierten Produktionsfaktors Wissen rueckt der Mensch immer mehr in den Mittelpunkt. Er alleine kann mit Wissen bewusst umgehen, nachdenken, Wissen umformen, kombinieren, es anpassen und erneuern. Datenbanken, Lexika oder Buecher koennen das nicht. Aus diesem Grund wird der Austausch von Wissen in Unternehmen immer bedeutsamer.
Dort, wo er nicht in persoenlichen Gespraechen stattfinden kann, muss er durch die Bildung von spezialisierten Internet-Communities ergaenzt werden, die vor allem auf drei Fragen besondere Ruecksicht nehmen:
1. Wie schaffe ich eine umfassende Transparenz des Wissens im Unternehmen?
2. Wie kann ich die Motivation der Mitarbeiter verbessern, ihr Wissen weiterzugeben und Wissen zu suchen?
3. Wie kann ich die Qualitaet des angebotenen Wissens und der angebotenen Informationen auf ein hohes Niveau bringen?
Diese Fragen werden im Buch aus fuenf verschiedenen Perspektiven umfassend beantwortet. Fuer jede dieser Perspektiven ist ein Kapitel vorgesehen.
Das erste Kapitel soll die Problematik des Wissensaustausches in Unternehmen darstellen, die spannende Entwicklung von Gemeinschaften im Internet (Internet-Communities) aufzeigen und dann beide Themen zu einem Loesungsvorschlag verbinden, der den Wissensaustausch in Unternehmen durch den Einsatz von Internet-Communities verbessert.
Das zweite Kapitel beschreibt die Kernprinzipien von Internet-Communities zum Wissensaustausch, sog. Knowledge-Communities. Diese werden anhand von sieben Grundpfeilern dargestellt und erlaeutert. Diese Grundpfeiler sind die Voraussetzung fuer die Entwicklung eines virtuellen Marktes fuer Wissen in Unternehmen.
Das dritte Kapitel stellt dann, mit dem Wissensbasar, ein ausfuehrliches Beispiel fuer einen solchen virtuellen Wissensmarkt vor. Dabei wird sowohl die Benutzeroberflaeche einer Knowledge-Community gezeigt, als auch die einzelnen Rollen detailliert beschrieben, die die Mitglieder einer Knowledge-Community einnehmen koennen.
Das vierte Kapitel beschreibt den kritischen Einfuehrungsprozess einer Knowledge-Community. Wie ein realer Markt, kann auch ein virtueller Markt nicht aus dem Stand funktionieren. Eine virtuelle Wissensgemeinschaft besteht aus Menschen und nicht aus Software. Wie es erreicht wird, dass die Menschen sich zu einer Wissensgemeinschaft zusammenschliessen, zeigt dieses Kapitel.
Das fuenfte Kapitel beschreibt dann noch Technologien, die in Zusammenhang mit Knowledge-Communities eingesetzt werden koennen, stellt Hersteller und Dienstleister vor, die zum Teil schon sehr weit auf dem Weg in Richtung Knowledge-Communities gegangen sind und zeigt zukuenftige Entwicklungen auf.
Fuer wen ist das Buch geschrieben?
Zunaechst ist es geschrieben fuer Verantwortliche der Wissensprozesse in Unternehmen. Dies koennen Fuehrungskraefte und Mitarbeiter aus den Bereichen Personal, Controlling oder Informationstechnologie sein.
Es ist auch geschrieben fuer Internet-Unternehmer, die sich aus dem kommenden Markt fuer wissensfoerdernde Produkte und Dienstleistungen ein Scheibe abschneiden wollen. Und wenn Wissen tatsaechlich der wichtigste Produktionsfaktor des 21. Jahrhunderts wird, dann wird dieser Markt durchaus in die Groessenregionen eines ERP- oder eines PC-Marktes wachsen. Wer moechte die SAP oder die DELL dieses Marktes werden?
Die dritte Zielgruppe, fuer die dieses Buch gedacht ist, sind Vertreter der Wissenschaft, die sich mit dem Thema Wissen auseinandersetzen. Ich habe mich aus diesem Grund sehr bemueht, exakt zu sein. Fuer mich hat das Buch dann Erfolg, wenn es einen Beitrag zur Diskussion der Zukunft des Produktionsfaktors Wissen leisten kann.