Über diesen Film wurde viel diskutiert. Die einen meinen, er wäre schlecht, weil unrealistisch. Die anderen meinen, er wäre gut, weil sowieso alle SF-, Mystery und Action-Filme unrealistisch seien, und wer realistische Filme sehen will, möge sich doch den Discovery Channel ansehen.
Meiner Meinung nach, geht diese Diskussion am wahren Grund vorbei, warum der Film so viele Leute spaltet.
Mir haben die ersten 80 Minuten auch sehr gut gefallen, aber der Rest, v.a. der Schluss haben mich sehr enttäuscht.
Warum?
Nicht, weil der Film unrealistisch ist, sondern aus einem anderen Grund:
DER FILM WIRD AB DER HÄLFT NICHT UNREALISTISCH, SONDERN ER WECHSELT DAS GENRE UND DIE ATMOSPHÄRE.
Dadurch entsteht ein Bruch im Erzählton, denn der Beginn will nicht mit dem Ende zusammenpassen, als verlasse man in der Hälfte den Kinosaal und gehe in einen anderen Kinosaal, wo statt eines Mystery-Thrillers ein Esoterik-SF-Film lauft.
Das ist meines Erachtens der Schwachpunkt des Streifens. Der Mystery-Thriller beginnt düster und stark: Ein Mädchen hat Visionen, sie schreibt wie besessen, ihre Finger bluten, 50 Jahre später ergeben ihre Visionen einen Sinn.
Plötzlich kippt der Film in ein anderes Genre: die Bilder werden bunter, CGI-Tricks flimmern über den Bildschirm, Raumschiffe und elektrische Woken tauchen auf.
All das passt nicht zusammen, daher nur 3 Sterne.
Aber eines noch zur Verteidigung des Films: Die Kastastrophen-Szenen mit dem Flugzeug und der U-Bahn sind sensationell gut und erinnern an die Roland Emmerich-Kastastrophen-Streifen.