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4.0 von 5 Sternen
Beauty and the Beast - Version 2007, 18. Juni 2010
"Ähbäääh! Zu zotig, zu vulgär..!!!" In welchen Zeiten leben wird denn? Hei, Heinz Rühmann oder Cary Grant war nicht gestern sondern gestern vor 70 Jahren. Ich hab mir überlegt, ob ich zu "Beim ersten Mal" meinen Senf dazu geben will oder nicht, und als ich dann gesehen habe, was hier so zusammengeschrieben wird, war es klar. Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich finde den hier absolut unterbewertet. Jaaa, es gibt tatsächlich Humor südwärts der Gürtellinie! Aber 1. kann man den Film nicht darauf reduzieren und 2. darf's meinetwegen ruhig ab und zu schmutzig und ordinär sein. So ist das Leben und ich pfeif auf "Political Correctness" oder ähnlichen Mist. Übrigens schreibe ich hier über die Originalversion. Ich weiss also nicht, ob die deutsche Synchronisation sich ans Original gehalten oder den Film total verhunzt hat (wär ja nicht das erste Mal...). So, das musste erstmal raus. Und jetzt zurück zum Film: "Beim ersten Mal" ist tatsächlich eine gelungene, originelle Komödie mit durchaus liebenswerten, schrägen Charakteren, ganz viel Wortwitz, guten Gags und Herz! Hei, ernsthaft, die Dialoge sind teilweise genial, ironisch trocken, die Charaktere sind sämtliche mehrdimensional und sympathisch sowieso. Viele Worte über die Story müssen wohl nicht mehr geschrieben werden: Im Stil einer "Beauty and the Beast"-Neuverfilumg kriegen sich der Nichtstuer Ben und die Karrierefrau Allison und wenn sie nicht gestorben sind, dann.... Seth Rogan ist die Idealbesetzung für den Hänger Ben und ehrlich, der kommt so nett und bodenständig rüber, mit dem würde man doch gerne zusammenhocken und ein Bier zischen. Seine Kumpels mögen alle ein bisschen durchgeknallt sein, wehren sich mit Erfolg gegen das Erwachsenwerden und kamen mir alle irgendwie seltsam vertraut vor. Vielleicht bin ich auch einfach vorgeprägt weil ich vor Jahren selber in ähnlich chaotischen Wohngemeinschaften hauste (naja, ein bisschen normaler waren wir schon...) Glaube ich wenigstens ;-) Die von Katherine Heigl gespielte Allison kommt aus einer ganz anderen Welt, Karriere steht im Vordergrund und auch optisch will sie eigentlich so gar nicht zu ihrem männlichen Gegenstück passen. Aber wie die zwei und ihr Umfeld sich im Laufe der Zeit und der Schwangerschaft verändern, hat mich über zwei Stunden hinweg prächtig unterhalten und die Zeit verging wie im Flug. Das gelungene Gleichgewicht zwischen den lauten Szenen mit anzüglichen bis derben Albernheiten und den leisen, die tatsächlich tiefere Wahrheiten über das Verhältnis zwischen Mann und Frau beinhalten, macht den Charme dieser Komödie (oder darf ich sagen "Liebesgeschichte"?) aus. Mit ihren unfreiwilligen Helden können Männlein und Weiblein gleichermaßen lachen und weinen, auch wenn am Ende die ernüchternde Erkenntnis kommt: Manchmal müssen Männer leider doch erwachsen werden! ...... Mist!!! Mögen mich die "Beim ersten Mal"-Hasser festnageln drauf, dass im Reallife kaum ein Loser wie Ben eine Karrierefrau wie Allison kriegen würde... Who cares??? Das ist ein Film, eine Komödie, meinetwegen ein komödiantisches Märchen und niemand hat behauptet, dass das was mit Realität zu tun haben muss. Will ich Realität, kann ich aus dem Fenster schauen, dafür muss ich nicht ins Kino. Für mich war das ein echtes Feelgood-Movie und eine der besten Komödien seit langem. Ein Film mit Hirn, Herz und Humor. Und die Bonus-Disc ist absolut sehenswert. Allein schon die Castingszenen mit diversen Möchtegern-Stars sind zum Schreien.... aber natürlich gibt es daneben noch ganz viel anderes aber ich muss jetzt mal zum Schluss kommen.... und hier ist er schon.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fängt da an, wo andere Romantikkomödien aufhören..., 27. Januar 2008
...und geht manchem Zuschauer sicher zu weit, mit den ständigen Zoten und dem Dauergekiffe des Hauptdarstellers Ben und seiner Freunde. Für mich ist das genau der Humor, über den ich herzlich lachen kann und Beim ersten Mal ist meiner Meinung nach die ehrlichste, sympathischste und lustigste Liebeskomödie seit Meine Braut, ihr Vater und ich. Der Film ist Balsam für die Seelen junger Paare, die zwar Kinder wollen, aber vom ständigen Rumgejammer der Medien, Politiker und Mitmenschen, über das Aussterben der Industrienationen und die Vergreisung der Gesellschaft, über die grosse Verantwortung, Kosten und Einschränkungen, die das Elternsein mit sich bringt, völlig verunsichert sind. Während es bei der Vielzahl seichter Romantikkomödien am Ende darum geht ein Traumpaar vorm Traualtar stehen zu sehen, geht es bei diesem Film erstmal mit Gesprächen über Nacktszenen von Schauspielerinnen los. Ben und seine Freunde, die im Laufe des Film alle Arten des Marihuana-Konsums vorführen, wollen eine Homepage online stellen, in der die Filmszenen aufgelistet werden, in der eine Schauspielerin nackt zu sehen ist. Hauptdarstellerin Alison ist auch von den Medien fasziniert und hat es grade zu einem Job vor die Kamera beim Sender E - Entertainment geschafft. Die Seitenhiebe auf das zynische Medienbusiness sind nicht zu plump, sondern sehr lustig! "Wir sind hier in Hollywood, wir lügen nicht.". Und da es gegen das Gesetz verstösst Alison zu zwingen für den Job, trotz Traumfigur, noch zehn Kilo abzunehmen, wird ihr geraten "straffer" zu werden. Die Sprüche von Ben und seinen Freunden sind dann doch sehr viel direkter und manchem wohl zu vulgär. Aber trotzdem, ist es hier nie so blöd und flach wie bei vielen Teeniekomödien der Neunziger. Wie schon bei Apatows Vorgänger-Film "Jungfrau, 40, männlich sucht" ist es keine an den Haaren herbeigezogene Story, die nur doofe Gags aneinanderreiht, sondern ein Film mit echten Gefühlen und echten Menschen, der von Lachern aufgelockert wird. Den Weg der beiden werdenden Eltern zu beobachten ist spannend und temporeich wie ein Actionfilm. Endlich mal eine Liebeskomödie für beide Geschlechter! Das es auch nach der Ehe noch genug spannendes zu erzählen gibt, zeigt Alisons Schwester, die den Verdacht hegt das ihr Mann sie betrügt. Die Auflösung dieses Verdachts ist mein persönlicher Lieblingsgag des Films und zusammen mit der Vagina-Szene im Krankenhaus einer der stärksten Momente von Beim ersten Mal. Der offene Umgang mit Drogen, ein Mal Pilze, aber im wesentlichen Marihuana, wurde gut gelöst, meine ich. "Kein Pulver und keine Pillen", ist der Rat von Bens Vater. Apatow zeigt, das Kiffen zwar locker macht, verschweigt aber auch nicht, dass es verblödet. Und Alison stellt Ben vor die Wahl, entweder ein bekiffter Loser und Single, oder ein verantwortungsbewußter Partner. Ein wunderbarer Film! Ergänzung nach ausgiebiger Beschäftigung mit der DVD und dem Zusatzmaterial: wirklich vorbildlich was hier an Extras geboten wird! Über das Making-of gibt es mehr zu lachen als über einen Grossteil der typischen Ben Stiller oder Adam Sandler Komödien!
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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
der schein trügt...., 4. November 2007
als ich den kinotrailer von beim ersten mal gesehen habe, dachte ich zunächst, schon wieder ne hirnlose, mit fäkalhumor und sexismus gesprenkelte dummikomödie à la farelli brothers.... im kino bin ich dann eines besseren belehrt worden.beim ersten mal ist eine gefühlvolle, witzige aber sehr realistische komödie, in die man sich, dank der wunderbar gespielten charaktere, hineinversetzen kann, wo man mitfühlt und oftmals denkt.....so gehts mir auch! die handlung ist einfach, klar, aber das ist völlige nebensache... hier stehen die personen, die gefühle die einem aus der bahn werfen oder die einfachen lebenssituationen, die einem zum lachen oder zum weinen bringen, im vordergrund! alles in allem ein rundum geglücktes, kleines comedyjuwel.... allerdings kein werbefilm fürs kinderkriegen ;-)
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