23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Humor vom Feinsten plus Spannung, 1. August 2004
Die Geschichte ist spannend und orginell - aber wofür ich Wolf Haas wirklich über alles liebe: dieser absolut trockene Humor! Die Hauptfigur seiner Bücher, Detektiv Brenner, ist kein Held, kein Schönling und keine Intelligenzbestie - das macht ihn gerade sympathisch. Eine meiner Lieblingsstellen: Der Mann der verschollenen Auftraggeberin borgt Brenner (der selber kein Auto hat) seinen Porsche, damit er von der Steiermark nach Wien und wieder retour fahren kann. Originalzitat aus dem Buch: "Wenn du heute 400 Kilometer Autobahn in einem silbernen Prosche wegsaugst, quasi Silberstreif am Horizont, dann kannst du froh sein, wenn dir das Adrenalin nicht bei den Ohren herauskommt." ... (wieder zurück)... "Während er zu der holverkleideten Zimmerdecke hinaufgestarrt hat, hat er die ganze Zeit mit dem linken Daumen über die Fingerkuppe von seinem linken Mittelfinger gestrichen. Das kennst du bestimmt, wenn man wo eine Blase hat, dass man immer wieder hinfühlen muss. Aber dass einer auf ein paar hundert Kilometern Autobahn derart oft die Lichthupe drückt, dass es ihm eine Blase aufzieht, ist auch ein kleiner Weltrekord."
Ich warne Euch: Wenn man für diese Art von Humor anfällig ist, dann wird man nach dem ersten Haas-Buch Haas-süchtig!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jetzt ist halt scho wieder was passiert,...., 30. März 2009
Da sitzt du gemütlich mit deiner Butterstulle beim Frühstück, quasi Beisl-Home, und hörst im Radio, daß sie jetzt den Knochenmann verfilmt haben. Da kennst du den Brenner schlecht, weil der wie nichts ins Kino und schaut sich den Streifen an. Ist natürlich überrascht, weil die Geschichte ja so genau nicht, also quasi vom Haas ein wenig gedingst worden, damit der Zuschauer alles versteht. Weil wenn du heute in ein Kino gehst, dann hast du ja nur kurze Aufmerksamkeit, wegen all dem Alcopopcorn und der Nachbarin. Also, merk dir - Geschichte im Buch etwas anders und komplizierter als im Film, aber wen stört das heute schon wenn er Hauptsache einen krossen Chickenwing in der Hand hat, wenn der Löschenkohl durchs Bild huscht. Deswegen, Buch - alles gut, nur eine Sache; für 155 Seiten schon ein wenig viel Komplexdings, so dass du manchmal abschaltest und dich nur auf den Sound noch konzentrierst - genauso wie der Brenner jetzt eben auch im Kinosessel.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Haas ... zum Verzweifeln, 17. März 2008
Der Knochenmann geht um und der Brenner fühlt sich ähnlich, wie er da von der steirischen Grillstation bis nach Wien kommt. Zur Recherche sozusagen. Denn..., wie immer: "Jetzt ist schon wieder was passiert."
Und wie immer dienen die Ermittlungen, die den Brenner eigentlich nur langweilen, dem guten Wolf Haas nur zur Analyse diverser Gegebenheiten, Empfindungen, Sehnsüchten und Schwächen.
Ein Ausleuchten der österreichischen Seele quasi.
"Jetzt soll man am Praterstern nicht längere Zeit zu Fuß unterwegs sein. Weil in Klöch geht vielleicht ein brutaler Mörder um, aber was ist schon ein einziger Mörder gegen den Praterstern. Und du darfst nicht vergessen, wie schlechte Autofahrer die Wiener sind. Paris auch nicht gut, Nairobi auch nicht gut. Aber Wien ganz schlecht. Und wenn dir da sechsspurig die schlechtesten Autofahrer der Welt um die Ohren fahren, kannst du leicht einmal die Nerven verlieren."
Ja, genau, und man versteht auch, dass so mancher Germanist bei Wolf Haas' Sprache die Nerven verliert, schier verzweifelt ob des freundschaftlichen Tons, der Kumpel erzählt dir eine Kriminalgeschichte..., und nicht einmal das macht er richtig... er schweift immer wieder ab..., zum Verzweifeln der Haas...
Das ist alles, was der Autor tut. Abschweifen.
Kriminalroman...? Nein!
Thema verfehlt? Ja!
Aber wie! Perfekt nämlich. Meisterhaft!
Ein Blick in die Seele.
Zum Schaudern tragisch, zum Zerkugeln komisch.
Nach "Silentium" der beste Brenner.
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