Inhalt
Der zweite Band der Reihe beginnt mit einer etwas melancholischen Aurora. Nicht nur, dass ihr Ex-Freund sie zu seiner Hochzeit eingeladen hat, nein, seine Zukünftige ist auch bereits schwanger. Und als wäre das noch nicht genug, stirbt Auroras alleinstehende ältere Freundin Jane Engle und hinterlässt Roe ihr das gesamte Vermögen.
Ein paar Bemerkungen des Notars lassen Roe bereits aufhören und als dann noch im Haus ihrer verstorbenen Freundin eingebrochen wird, ohne dass danach etwas fehlt, fängt Roe an, nach Antworten auf die vielen Fragen zu suchen, die sich seit dem Tod ihrer Freundin in ihrem Kopf tummeln. Was sie auf dieser Suche findet, gefällt ihr allerdings gar nicht: einen Menschenschädel mit einem riesigen Loch im Hinterkopf, der geschickt in der Fensterbank versteckt war.
Aurora befürchtet zunächst, dass ihre Freundin vor ihrem Tod eine riesen Dummheit begangen hat, doch in einem ihrer Bücher findet Roe eine Notiz "Ich war es nicht". Natürlich ist inzwischen Roes detektivischer Spürsinn bereits geweckt und sie beginnt, sich mit den netten, neuen Nachbarn zu beschäftigen, was so manches interessante Detail ans Licht - und Roe in Gefahr - bringt.
Einschätzung
Der Schreibstil von Charlaine Harris ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, wer jedoch eine Geschichte im Stil der True Blood Reihe erwartet, wird eher enttäuscht - soviel mal vorweg.
Ich fand bereits den ersten Teil der Aurora Teagarden Reihe sehr gelungen, daher musste auch der zweite gelesen werden und ich wurde, trotz etwas melancholischer Grundstimmung nicht enttäuscht. Aurora hat in diesem Teil sehr damit zu kämpfen, dass sie immer noch Single ist und als ihr Ex dann auch noch seine schwangere Frau heiratet, schwelgt Roe seitenweise in Selbstmitleid. Natürlich hätte sie auch gerne einen Mann an ihrer Seite und irgendwann auch einmal eine kleine Familie, sprich ein Baby. Als Mann-Kind-Ersatz muss die "geerbte" Katze herhalten, was der Geschichte eine ordentliche Portion Humor verleiht, denn die eingebaute Katzengeschichte war wirklich sehr vergnüglich.
Wie bereits Teil 1, lädt auch die neue Geschichte um Aurora Teagarden ein, es sich an einem kalten, dunklen Winterabend auf dem Sofa gemütlich zu machen, die Beine hochzulegen und sich einfach nur unterhalten zu lassen. Ich fühle mich bei dieser Buchreihe immer leicht an die guten alten Miss Marple Romane erinnert, wenn auch eigentlich kaum parallelen Herrschen. Doch Frau Harris schafft in diesen Büchern die gleiche Atmosphäre: Spannung über die Auflösung des Falles, der neugierig-höfliche-englische Charme der Hauptperson und der Humor, der trotz der Krimihandlung die Stimmung aufhellt.
Liebesgeschichte gibt es in diesen Büchern keine, Frau Harris legt hier ganz klar den Schwerpunkt auf die Kriminalgeschichte, das sollte vor allem Leserin bedenken, wenn sie nach diesen Büchern greift und eigentlich einen Liebesroman mit Krimiwürze haben möchte. :)
Fazit
Wer einen guten Krimi mit Humor und etwas schrulligen Figuren sucht, der ist hier genau richtig. Ich gebe dem Buch satte 4 Punkte, weil Charlaine Harris es wieder einmal schaffte, mich gut zu unterhalten und das ganz ohne paranormale Wesen. (T.S.)
Übersicht der Reihe:
Teil 1: Echte Morde
Teil 2: Knochenerbe
Teil3: Drei Zimmer, Leiche, Bad (Februar 2012)