Wieder mal ein Hochgenuss, dieses Dick-Francis-Werk! Wie immer mit den typischen Francis-Charakteristika ausgestattet (der typische Witz des Autors, ein Held, der zufällig in eine obskure Situation hineinschlittert, der er eigentlich gar nicht gewachsen scheint und sie dennoch mit viel Intelligenz und Überlegenheit meistert, skrupellose Bösewichte, denen jedes Mittel recht ist, um ihr Ziel zu erreichen, die Szenerie rund um den Pferderennsport und natürlich ein Happy End) sorgt dieses Buch für schöne Stunden voll spannender und humorvoller Unterhaltung.
Kurz zur Handlung: Allessandro Rivera, Sohn eines skrupellosen italienischen Millonärs, soll von seinem Vater seinen größten Wunsch erfüllt bekommen: Archangel im englischen Derby reiten zu können! Um diese Ziel zu erreichen, zwingt Enzo Rivera kurzerhand Neil Griffon, der zur Zeit seinen Vater als Trainer des Derby-Favoriten vertritt, seinen Sohn die Pferde und natürlich besonders Archangel reiten zu lassen. Aber Francis wäre nicht Francis, wenn es dem Bösewicht so leicht gelänge, das Spiel zu gewinnen. In sympatischer Manier schildert Francis, wie Neil es anstellt, nicht nur Allessandros Hochmut zu brechen - immerhin ist der Junge gewöhnt, dass sein Vater alle seine Wünsche mit dem Leid und der Angst anderer erkauft -, sondern eine achtbare und selbstkritische Gestalt aus dem Jungen zu machen. Zwischen beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft, die letztlich zu einem Kampf zwischen Neil und Enzo führt, der weniger um Allessandros Ritt im Derby, sondern vielmehr um die Gunst Allessandros an sich geführt wird.
Ein spannendes und schönes Buch, dass man von Herzen weiter empfehlen kann!!!