Night of Knives: A Novel of the Malazan EmpireOk, direkt vorweg: 5 Sterne gabs primär zum pushen.
So wenig Beachtung hat das Buch m.E. nicht verdient. Liegt vielleicht auch am horenden Preis bevor es vor kurzem endlich als Taschenbuch rauskam, aber naja... die Preispolitik der Verlage kann sowieso kein Mensch mehr nachvollziehen.
Aber zurück zum Buch: 3.5 - 4 Sterne ohne Push-Bonus
Sinnvoll erscheint mir eine Zweiteilung der Rezension:
1. Leser der Malazanreihe von Erikson.
Bekannte Charaktere treten zwar auf, aber nur kurz. Wer sich also auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freut, wird enttäuscht. Andererseits werden interessante Hintergrundinfos geliefert und die Historie der Malazanischen Welt, besonders des Shadowrealms, weiter ausgeführt.
Dies könnte und wird sehrwahrscheinlich nicht nur für Esslemonts weitere Romane wichtig sein.
Gilt auch für den männlichen Protagonisten der gewissse Verbindungen zu Dassem Ultor hat.....
2. Leser ohne Vorkenntisse und Leser der Malazanreihe von Erikson:
An sich eine nette Geschichte die aber leider nicht auf Eriksons Niveau. Die beiden Protagonisten sind ok, wobei mir der weibliche des öfteren "auf den Geist" ging.
Leider hat auch der männliche den Makel, einfach nicht zum Charakter passende Handlungen (zu schnelles Nachgeben etc.) auszuüben.
Dennoch progressiert die Handlung stringend und ohne Fehler (leider nicht mehr selbstverständlich heutzutage). Mehr Hintergrundinfos an einigen Stellen (z.b. zu den geheimnisvollen Reitern) wären wünschenswert.
Sprachlich wie auch Erikson, auf hohem Niveau.
Fazit: Gute Fantasy, etwa auf dem Erzählniveau von Heitz und Jordan. Leider mutiert der Roman zu selten zu einem wahren "Page-Turner" und es fehlt hier und da an Tiefe. Dennoch werde ich mir auch das zweite demnächste von Esslemont erscheinende Buch "Return of the Crimson Guard" genehmigen.