Kurzbeschreibung
Wer geht wann warum in eine Kneipe? Warum sind Kneipen in manchen Stadtbezirken gehäuft, in anderen dagegen selten zu finden? Sind Stammtische wirklich alkoholselige, politisch konservative Männerrunden? Und was hält Frauen auch heute noch häufig davon ab, allein eine Kneipe zu besuchen?
Diese und zahlreiche andere Fragen werden in dem vorliegenden Sammelband beantwortet. Die fünfzehn Einzelbeiträge zeichnen die Entstehungsgeschichte von Trinklokalen nach und setzen sich ausführlich mit den aktuellen Entwicklungen und Funktionen von Kneipen auseinander. Dabei ist das Forschungsinteresse vornehmlich auf bislang kaum untersuchte Bereiche gerichtet: Städtische Kneipenszenen in ihrer Gesamtheit werden ebenso beleuchtet wie bestimmte Kneipenformen, Konzepte und Betriebsstrategien der Wirtinnen und Wirte oder Motive und Verhaltensweisen der Gäste. Die Ergebnisse fügen sich zu einem Gesamtbild, das Eiblick in eine zentrale Institution deutscher Alltagskultur gewährt.
Über den Autor
Gudrun Schwibbe hat nach dem Studium der Psychologie und mehrjähriger Berufstätigkeit als Psychologin an der Universität Göttingen Volkskunde studiert und 1988 promoviert. Zwischen 1992 und 1998 war sie wissenschaftliche Assistentin am Göttinger Seminar für Volkskunde.