Auf den ersten Blick ein gefälliges Buch, welches aber als Zoo- und Tierparkkenner die stark geschönte Darstellung des Berliner Zoo- Und Tierparks aus Sicht seines Direktors vermitteln soll. Dem regelmäßigen Zoobesucher erschließt sich eine deutlich andere Perspektive. Dem Zoodirektor geht es wesentlich um Masse statt Klasse. Die Masse wird durch Inzucht in lieblos gestalteten viel zu kleinen Gehegen und Käfigen zu Lasten der Zootiere erreicht. Die Tiere sind gestresst, haben ausgebildeten Hospitalismus, keine Beschäftigungsangebote, in den Außengehegen bei den Eisbären keine Trinkwasserquelle. Die Eisbären müssen mit Fäkalien und Speiseresten kontaminiertes Wasser trinken. Das Veterinär Amt ordnete mit dem qualvollen Tod des Berliner Zoo-Lieblings Eisbär Knut an, daß eine separate Trinkwasser-Möglichkeit aufgestellt werden muss! Der Tod dieses Eisbären wurde durch Verwahrung bzw. nicht tiergerechte Haltung verursacht. Ein halbwüchsiger Eisbärjunge wurde zu drei erwachsenen Eisbärinnen, darunter die eigene Mutter ohne Rückzugs-Möglichkeit gesperrt. O-Ton Tierarzt "da muss er durch". Zwei junge Elefanten verstarben in diesem Jahr am Herpes-Virus, ein Virus der durch Stress verursacht wird! Mit diesem kleinen Ausschnitt an jüngsten Vorkommnissen im Berliner Zoo kann man entscheiden, dem Verantwortlichen Zoodirektor eine scheinheilige Bildgeschichte abzukaufen oder sich für ein Buch eines wirklichen Tierfreundes zu entscheiden. Diese Lektüre verursacht bei jedem Tierfreund Bitternis und Wut!