Pressestimmen
»So verdienstvoll und hoffentlich auch so wirkungsvoll der wissenschaftliche Teil des Buches mit seinen Daten, Tabellen und Schaubildern ist, sein Wert beruht auch darauf, dass den Lesern die Sachverhalte, um die es geht, in sehr konkreter und, selten genug, in sehr lesbarer Weise nahegebracht werden.« (Die Welt, Literarische Welt vom 12. Februar 2011)
»Entstanden ist ein Konvolut hochinformativer empirischer Daten und Statistiken, in denen sich das Kollektivschicksal von 200 000 bis 250 000 Verfolgten widerspiegelt.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung am 02. Mai 2011)
»Indem die Untersuchung klare Zusammenhänge zwischen haftbedingtem Trauma und sozialer Situation nachweist, ist sie ein wichtiger Beitrag, um Bewegung in den Prozess politischer und gesellschaftlicher Anerkennung der ehemaligen Verfolgten zu bringen...« (der stacheldraht. Für Freiheit, Recht und Demokratie. Nr 3/20111)
»Entstanden ist ein Konvolut hochinformativer empirischer Daten und Statistiken, in denen sich das Kollektivschicksal von 200 000 bis 250 000 Verfolgten widerspiegelt.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung am 02. Mai 2011)
»Indem die Untersuchung klare Zusammenhänge zwischen haftbedingtem Trauma und sozialer Situation nachweist, ist sie ein wichtiger Beitrag, um Bewegung in den Prozess politischer und gesellschaftlicher Anerkennung der ehemaligen Verfolgten zu bringen...« (der stacheldraht. Für Freiheit, Recht und Demokratie. Nr 3/20111)
Kurzbeschreibung
Was ist aus den etwa 200.000 politischen Gefangenen der DDR geworden? Sibylle Plogstedt hat 25 von ihnen aufgesucht und festgestellt, dass die Helden und Heldinnen von einst heute in Armut leben. In der DDR haben sie Berufsverbot, Haft und psychische Folter in Kauf genommen. Gegenwärtig muss fast die Hälfte von ihnen mit weniger als 1.000 Euro im Monat auskommen, Frauen sogar mit noch weniger. Etwa 13 Prozent der politischen Häftlinge beziehen Hartz IV. Obendrein sind sie belastet durch psychische Traumata bis hin zu Suizidversuchen. Dies zeigt die Essener Studie an 802 Häftlingen. Das Ergebnis der friedlichen Revolution hätten sich die Vorkämpfer der deutschen Einheit anders vorgestellt. Nach 1989 fehlte ihnen die Kraft, ihre Vorstellungen umzusetzen. Plogstedts Fazit: Die Armut der Häftlinge ist eine Traumafolge.
Über den Autor
Sibylle Plogstedt war von 1969 bis 1971 in politischer Haft in Prag wegen Unterstützung einer Vorläuferorganisation der Charta 77. Beruflich begann ihr Werdegang als Osteuropa-Soziologin. Sie war 1976 Begründerin und Mitherausgeberin der »Berliner Frauenzeitung Courage« und ab 1986 Redakteurin des »Vorwärts« in Bonn. Sie ist freie Filmemacherin, Autorin und Soziologin.