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Kluge Geschäftsfrauen - Maria Bogner, Aenne Burda, Coco Chanel, Florence w, Estée Lauder, Miuccia Prada, Margarete Steiff, Marie Tussaud u.v.a.
 
 
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Kluge Geschäftsfrauen - Maria Bogner, Aenne Burda, Coco Chanel, Florence w, Estée Lauder, Miuccia Prada, Margarete Steiff, Marie Tussaud u.v.a. [Gebundene Ausgabe]

Claudia Lanfranconi , Antonia Meiners
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag GmbH; Auflage: 1 (10. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938045221
  • ISBN-13: 978-3938045220
  • Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 21,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 37.600 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Liest sich zum neidisch werden gut! (dw world.de (16.07.2010))

Aufbauend! (Bunte (03.06.2010))

unbedingt lesen! (Mini (19.05.2010))

Kurzbeschreibung

Wie erfolgreich Frauen mit Ideen sein können, belegen eindrucksvoll Margarete Steiff, Ruth Handler, Coco Chanel, Jeanne Toussaint, Estée Lauder oder Miuccia Prada u.v.a. Sie alle sind herausragende Persönlichkeiten, die mit Kreativität, Qualitätssinn und ihrer außergewöhnlichen Durchsetzungskraft Weltmarken schufen. Daneben gab es Frauen, die als Witwen plötzlich ins kalte Unternehmenswasser springen mussten, wie Madame Clicquot, deren Champagner noch heute zu den Spitzenmarken gehört, oder die Herausgeberin der Washington Post, Katharine Graham, die mutig beschloss, Berichte über den Watergate-Skandal zu veröffentlichen und dadurch Präsident Nixon zu Fall brachte. Andere Frauen blieben im Hintergrund, wie Maria Bogner, geb. Lux, die Frau von Willy Bogner sen., die in den 1950er- Jahren die Keilhose erfand und damit nicht nur Modegeschichte schrieb, sondern auch der Firma Bogner vielleicht den entscheidenden wirtschaftlichen Impuls nach dem Krieg gab.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ½ TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Geschichten von Frauen, die sich allen Widerständen zum Trotz durchgesetzt haben. Geschichten, die von Durchhaltevermögen und Zielorientiertheit zeugen. Auch Geschichten von Innovationen, von kreativen Ideen. Daneben, und das darf man nicht verschweigen, Geschichten, die zeigen, dass hin und wieder ein Quentchen Glück nötig ist.

Charlotte Perriand (1903-1999) ist ein Fall, der all diese Faktoren vereint. Wie, Sie kennen die Dame nicht? Aber vielleicht haben Sie schon von der Corbusier-Liege gehört? Sie entstand aus der Zusammenarbeit von Perriand, Le Corbusier und Pierre Jeanneret (vgl. S. 63). Die Absolventin der Pariser Kunstgewerbeschule, Charlotte Perriand, hatte schon früh einen anderen Geschmack als die Mehrheit ihrer Landsleute. Der Art-Deco-Stil fand keine Gnade vor ihren Augen. Ihr Glück war, dass sie einen großzügigen Mäzen fand, Percy Scholefield, den sie ein Jahr nach Abschluss ihres Studiums heiratete. Als die Aufträge ausblieben, hatte sie zum zweiten Mal Glück, als ein Freund sie auf zwei Bücher des Architekten Le Corbusier hinwies. Danach wusste Perriand, dass sie mit Le Corbusier zusammen arbeiten wollte. Der wimmelte sich zwar zunächst ab, änderte seine Meinung jedoch, als er ihre Entwürfe ein paar Tage später in Natura sah. Der Beginn einer erfolgreichen, innovativen Zusammenarbeit. Der Bruch, viele Jahre später, 1937, erfolgte aus politischen Motiven. Fatal sollte insbesondere das Verhalten von Le Corbusier hinsichtlich der Weltausstellung in Paris sein. Charlotte Perriand fühlte sich hintergangen, und verließ Le Corbusier. Die Jahre während der deutschen Besatzungszeit verbrachte sie in Japan. Sie kehrte erst 1946 nach Frankreich zurück, arbeitete mit Jean Prouvé, gestaltete für Air France Agenturen, renovierte UNO-Räumlichkeiten in Genf, und mehr. 1985 wurde die Designerin mit einer Ausstellung im Pariser Centre George Pompidou geehrt, 1998 im Design Museum in London. "'Wir arbeiten immer mit Idealen', antwortete sie auf die Frage nach einem Konzept. 'Modernität ist ein Prozess der Analyse und kein Stil.'" (S. 67)

Bemerkenswert ist die Geschichte der Katharine Graham (1917-2001), die als Verlegerin und Konzernchefin (zu ihrem Imperium gehörte die Washington Post) Nixon zu Fall brachte. Das Besondere bei ihr: zwar hatte sie schon früh den Wunsch eine Zeitungsfrau zu werden, sie arbeitete auch kurze Zeit in der Washington Post, die ihrem Vater gehörte, dann jedoch verbrachte sie über zwanzig Jahre als brave Ehefrau auf die klassische Hausfrauenrolle fixiert, während ihr Mann als Verleger die Verantwortung für das väterliche Blatt übernahm. Erst als die Ehe zu Bruch ging, ihr Mann sie betrog, sogar verließ, schließlich depressiv wurde und starb, erst dann mit 64 (!!) Jahren übernahm Katharine Graham die Führung! Und sie war erfolgreich. Brachte die Post an die Spitze, übernahm andere Zeitungen. Ihre Lebensgeschichte veröffentlichte Katharine Graham in ihrer Autobiografie Wir drucken! Die Chefin der "Washington Post" erzählt die Geschichte ihres Lebens, wofür sie 1998 den Pulitzer-Preis erhielt. Was für ein Leben!

Die 22 vorgestellten Geschäftsdamen sind in die folgenden Kategorien eingeteilt:

* Gegen jeden Widerstand
* Die ideale Partnerin
* Willensstarke Witwen
* Von der Haute Couture bis zum Schnittmuster
* Das Geschäft mit der Schönheit

Es ist ein wenig bedauerlich, dass man den Bereich Mode/Schönheit so stark betont hat. Es gibt eine ganze Reihe von technisch begabten Erfinderinnen, die mich durch ihren Reichtum an Ideen beeindruckt haben. Käthe Paulus zum Beispiel, die den Paketfallschirm erfand, Melitta Bentz, der wir den Kaffeefilter verdanken, oder Josephine Cochran, die den Geschirrspülautomaten ersann. Nicht zu vergessen Martine Kempf, die mit dem Katalavox Querschnittsgelähmten die Möglichkeit gab, einen Rollstuhl sprachgesteuert zu lenken! Wer mehr wissen will, dem empfehle ich das Buch Frauen einfach genial: 18 Erfinderinnen, die unsere Welt verändert haben von Barbara Sichtermann und Ingo Rose. Am besten kauft man sich beide Bücher zusammen: das vorliegende mit den 22 erfolgreichen Geschäftsfrauen und das über die 18 Erfinderinnen, so wie ich es gemacht habe. Die beiden Bücher ergänzen sich hervorragend. Es gibt nur wenige Überschneidungen (Margarethe Steiff, Marion Donovan sowie Estée Lauder).

Empfehlenswert!

PS: Wer wissen will, welche Damen porträtiert werden, kann die BLICK INS BUCH-Funktion nutzen :)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Károlyi (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Was die vorgestellten Frauen sozusagen auf die Beine gestellt oder übernommen und weitergeführt haben, kennt man heute noch. Kate Gleason etwa, die erste Frau, die in den USA Ingenieurwesen studierte, hatte Erfolg mit dem Prinzip des Fertighauses, aber sie tat sich auch als Managerin in anderen Bereichen hervor, in einer Maschinenbaufabrik und bei einer Bank. Beate Uhse muss man, ob man Kunde oder Kundin ihrer Branche ist oder nicht, unter anderem zugutehalten, dass sie in der prüden Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit für Aufklärung und einen entspannteren Umgang mit der Sexualität sorgte - auch für ihre Geschlechtsgenossinnen.
Manche der 22 Frauen hatten einen Partner, mit dem sie eng zusammenarbeiteten und der sie und ihre Fähigkeiten respektierte und förderte, zum Beispiel Aino Marsio Aalto; die von ihr und ihrem Mann gegründete Firma Artek steht auch heute noch für minimalistische, zweckmäßige, ansprechende Innenarchitektur.
Die Kurzbiografien sind spannend verfasst und somit sehr kurzweilig zu lesen. Illustriert ist das Buch mit zahlreichen Fotos: nicht nur Portraits der präsentierten Frauen und gegebenenfalls ihrer Partner, sondern auch ihre heute noch bedeutsamen Erfindungen und Produkte.
Wie man es von der Reihe der Frauenbücher aus dem Verlag gewohnt ist, begeistert auch dieser Band durch die schlicht-elegante, geschmackvolle und hochwertige Aufmachung.
Interessante Lektüre, die den Leserinnen und natürlich auch potenziellen Lesern Frauengestalten aus der jüngeren Geschichte und der Gegenwart näher bringt, deren Bedeutung nach wie vor unterschätzt wird.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Woher kommt diese Power?, 16. April 2011
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In allen Jahrhunderten hat es eigenständige, merkantil hellwache Frauen gegeben, die Firmen gründeten und diese mit viel Engagement vorantrieben und das, obschon die Männerwelt von solchem Tun nicht immer begeistert war. Die Autorin Claudia Lanfranconi und die Herausgeberin Antonia Meiners haben das vorliegende Buch auf den Weg gebracht. Die Autorin portätierte einige sehr kluge Geschäftsfrauen, die man im Buch auch bildlich kennenlernt.

Im Vorwort lässt Lanfranconi nicht unerwähnt, dass sich kaum eine der fokussierten Frauen bei der eigenen Karriereplanung an einem bestimmten Vorbild orientiert hat, jedoch bei einigen der Frauen selbstständig arbeitende Eltern Eigeninitiative, Disziplin und Entscheidungsfreude vorgelebt haben. Frauen wie Coco Chanel und Aenne Burda kamen aus sehr einfachen Verhältnissen, aber sie hatten Unternehmerinnenblut mit in die Wiege gelegt bekommen und agierten ihr ganzen Leben hindurch beeindruckend erfolgreich.

Das Buch ist untergliedert in:
Gegen den Widerstand
Die ideale Partnerin
Willensstarke Witwen
Von der Haute Couture zum Schnittmuster
Das Geschäft mit der Schönheit

22 kluge Geschäftsfrauen werden im Buch vorgestellt. Es handelt sich hierbei um: Marie Tussaud (1761-1850), Margarete Steif (1913-1909), Brownie Wise (1913-1992), Ruth Handler (1916-2002), Marion Donovan (1917-1998), Beate Uhse (1919-2001), Kate Gleason (1865-1933), Aino Marsio Aalto (1894-1949), Charlotte Perriand (1903-1999), Maria Bogner (1914-2002), Florence Knoll (1917), Barbe-Nicole Cliquot-Ponsardin (1777-1866), Anna Sacher (1859-1930), Katharine Graham (1917-2001), Coco Chanel (1883-1917), Aenne Burda (1909-2005), Miuccia Prada (1949), Martha Matilda Harper(1857-1950), Helena Rubinstein (1870-1965), Jeanne Toussaint (1887-1878). Estée Lauder (1906-2004) und Patricia Urquiola (1961).

Alle Porträts sind spannend zu lesen. Mit Lebensgeschichten einiger Unternehmerinnen habe ich mich bereits im Rahmen anderer Rezensionen befasst, so etwa mit jener von Coco Chanel Coco Chanel: Ein Leben sowie mit jenen von Beate Uhse und von Marie Tussaud WageMutige Frauen: 16 Porträts aus drei Jahrhunderten. Die Lebensgeschichte von Brownie Wise kannte ich bislang nicht. Wise bescherte zu Beginn der 1950er Jahre der Firma Tupperware aufgrund ihrer innovativen Marktstrategien Millionenumsätze.

Begeistert bin ich immer wieder von Barbe-Nicole Cliquot-Ponsardin, die nach dem frühen Tod ihres Gatten dessen Weinhandel weiterführte, zur Aufstockung des Kapitals ihren Schmuck verkaufte und "Veuve Cliquot Ponsardin" neu gründete, also einen Markennamen einführte, der heute noch weltweit bekannt ist und für exzellenten Champagner steht.

Es führt zu weit über all die Damen im Buch an dieser Stelle Näheres zu schreiben. Das Leben und Schaffen Aenne Burdas beeindruckt mich. Sie rief 1949 in Offenburg eine Modezeitschrift ins Leben und begründete damit die Basis für ein Zeitschriftenimperium. Die äußerst geschäftstüchtige Dame soll ausdrücklich nach Reichtum und Macht gestrebt haben und hat dieses Ziel mit Bravour erreicht.

Dass Miuccia Prada eine promovierte Politologin ist, wusste ich nicht. Die Designerin ist nicht nur eine exzellente Geschäftsfrau, sondern sie schuf gemeinsam mit ihrem Gatten einen Ausstellungsort der Platz bietet für große Installationen, Inszenierungen zeitgenössischer Kunst, aber auch für interdisziplinäre Vorlesungen, (vgl.: S.117). Sie hat also einen intellektuellen Anspruch.

Jede einzelne der Damen war oder ist voller Tatendrang und Geschäftstüchtigkeit. Woher kommt diese Power? Wohl aus einem gesunden, unverbrüchlichen Selbstbewusstsein, gepaart mit Disziplin, Fleiß und dem Glauben daran, dass das, was man sich vornimmt, auch klappt.

Empfehlenswert.
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