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Klug getratscht ist halb befördert: Intelligent kommunizieren in Beruf und Privatleben
 
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Klug getratscht ist halb befördert: Intelligent kommunizieren in Beruf und Privatleben [Taschenbuch]

Cornelia Topf
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Besser als sein Ruf: mit nützlichem Klatsch zum Erfolg.

Zwei Drittel aller Gespräche – egal ob von Männern oder Frauen – sind Klatsch und Tratsch. Kein Wunder, denn wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass dieser „informelle Informationsaustausch“ eine der besten Entspannungstechniken ist, Produktivität, Kreativität und Teamgeist fördert. Die erfahrene Business-Autorin Cornelia Topf erklärt, wie man Klatsch gezielt als Karriereleiter nutzt und wo der Spaß aufhört.

• Die Dos and Don’ts der cleveren Kommunikationsform.


Klappentext

"Laut der Deutschen Angestellten-Krankenkasse setzen 76 Prozent auf ein Schwätzchen als Stresskiller am Arbeitsplatz."
Berliner Kurier am Sonntag

"Für was Klatschen noch alles gut ist, das erfahren Sie aus dem inspirierenden Buch von Cornelia Topf."
Glücks-Post

"Erfolgsrezept: Tratschen mit Sinn und Strategie."
Chef Info

Über den Autor

Cornelia Topf studierte Wirtschaftswissenschaften und ist heute Geschäftsführerin des von ihr gegründeten Trainingsinstituts für Erfolgskommunikation metatalk. Schwerpunktmäßig trainiert und coacht sie Führungskräfte und deren Mitarbeiter in den Bereichen Rhetorik, Präsentation, Gesprächs- und Verhandlungsführung sowie Körpersprache. Sie ist erfolgreiche Autorin mehrerer Sachbücher.

Auszug aus Klug getratscht ist halb befördert. Intelligent kommunizieren in Beruf und Privatleben von Cornelia Topf. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort zu des Menschen liebstem Zeitvertreib
Haben Sie schon gehört? Diese unglaubliche Sache, die sich Ihr Nachbar am Wochenende geleistet hat? Nein, nicht der Nette, der andere! Hätten Sie gedacht, dass er so ein Schlawiner ist? Hätten Sie ihm das zugetraut?
Woher ich Ihre Nachbarn kenne? Gute Frage. Bessere Frage: Haben Sie diesen leichten Adrenalinkitzel, diesen spontanen Anfall von Neugier eben auch verspürt? Dann bringen Sie eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein glückliches und erfolgreiches Leben mit: Sie klatschen gerne. Alle, die gerne klatschen, spitzen bei obigen Zeilen unwillkürlich die Ohren und verspüren den Impuls: »Au ja, erzähl doch mal!«
Klatsch und Tratsch halten Sie eher für eine Untugend? Oder zumindest nicht für besonders nützlich im »richtigen Leben«? Entschuldigung, aber wozu halten Sie dann dieses Buch in Händen? Sollten Sie nicht viel eher den Rasen mähen, das Budget noch einmal durchrechnen oder ein Sperrdifferenzial zerlegen? Nein? Warum nicht? Weil Sie es vielleicht nicht vor Freunden zugeben würden, aber insgeheim doch ahnen: Klatsch ist nützlich. Klatsch ist eines der am häufigsten unterschätzten Erfolgsrezepte der menschlichen Sprache. Wer klatscht, hat mehr vom Leben. Wer klatscht, bekommt mehr vom Leben. Klatschen bringt's. Tratschen bringt weiter. Sowohl privat als auch - das mag überraschen - beruflich. Klatsch ist wissenschaftlich nachgewiesen eine der besten Entspannungstechniken. Klatsch und Tratsch bieten Vorteile, die ernsthafte Kommunikationsforscher immer wieder in Erstaunen versetzen - ganz im Gegensatz zum Mann oder zur Frau auf der Straße.
Otto und Ottilie Normalverbraucher wissen nämlich schon lange, wie gut Klatsch tut. Immerhin sind zwei Drittel aller Alltagsgespräche - berufliche eingeschlossen - nichts weiter als Klatsch und Tratsch, wie verblüffte Kommunikationsforscher feststellten (wenn es auch Sie verblüfft, achten Sie doch mal darauf, worüber Sie den lieben langen Tag so reden). Wenn also demnächst mal wieder die Sprache auf des Menschen liebsten Zeitvertreib kommt, müssen Sie nicht rot werden und an etwas denken, das man gewöhnlich ohne nennenswerte Bekleidung betreibt. Denn klatschen und tratschen tun Sie bedeutend öfter!
Seit mehr als drei Jahrzehnten berate, trainiere und coache ich Führungskräfte, Managerinnen und Privatleute, Vorstandsvorsitzende und Angestellte und merke mit jedem Monat deutlicher: Egal, was man über die typischen Erfolgstugenden sagt, über Fachkompetenz und Erfahrung, über Eloquenz, Fleiß und Durchsetzungsvermögen - die überdurchschnittlich erfolgreichen, zufriedenen und glücklichen Menschen haben alle eines gemeinsam: Sie sind erstaunlich gut informiert. Sie wissen, was abgeht. Sie hören das Gras wachsen. Sie sind en courant, wie der Franzose sagt - auf dem Laufenden. Auf Deutsch: Sie klatschen und tratschen gerne! Tratschen macht erfolgreich und glücklich!
Das hätten Sie nicht gedacht? Das tun die wenigsten. Klatschen wird von den meisten Menschen sträflich unterschätzt. Dabei ist es eines der ältesten Erfolgsinstrumente. Schon die alten Ägypter und vor ihnen die Höhlenmenschen klatschten und tratschten. Vor allem: Tratschen ist ein so einfaches Erfolgsrezept, das es jede(r) kennt und beherrscht und auch schon betreibt. Also machen Sie sich frei vom schlechten Gewissen, dem gehetzten Blick auf die Uhr und dem Diktat der Effizienz und klatschen und tratschen Sie sich erfolgreich, angesehen, zufrieden und glücklich. Wie das geht? Lassen Sie uns drüber reden.
Ihre Cornelia Topf

Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen.
Axel von Ambesser

Klatschen tut gut!
Klatsch fördert die Produktivität

Mit wem haben Sie heute schon ein Schwätzchen gehalten? Sie haben dafür keine Zeit? Die Arbeit würde drunter leiden? Ja haben Sie's denn nicht gehört? Klatsch und Tratsch fördern die Produktivität! Das ist amtlich!
Eine Studie des amerikanischen Center for Workforce Development zeigt, dass Arbeitnehmer 70 Prozent ihres Wissens über den Job und die Firma nicht aus offiziellen Schulungen und den Hausmitteilungen des Managements schöpfen, sondern aus Schwätzchen mit den Kollegen. »Informeller Informationsaustausch« nennt der Forscher das. Das heißt: Ohne Klatsch und Tratsch könnten die meisten ihre Arbeit überhaupt nicht oder nicht gut genug machen, weil schlicht das nötige Wissen fehlen würde! Wenn Sie also mit Kolleginnen und Kollegen tratschen, dann leisten Sie Ihrem Unternehmen einen Dienst, betreiben Weiterbildung mit minimalen Kosten, aber hohem Nutzen. Hätten Sie das gedacht? Klatsch ist eine Stütze der Produktivität!
Das sollte jemand mal Ihrem Chef sagen? Richtig, die meisten Vorgesetzten haben das noch nicht mitbekommen. Immer mal wieder macht einer unrühmlich auf sich aufmerksam, indem er mit dem Schlachtruf »Klatsch gefährdet die Produktivität!« Kaffeeküchen, Sitzecken, verlängerte Kaffeepausen, Klatschzirkel und andere gute Gelegenheiten für gepflegten Klatsch-Talk einfach wegrationalisiert. Glücklicherweise wurden etliche dieser fehlgeleiteten Anti-Klatsch-Kreuzzüge von seriösen Forschern begleitet, die allesamt eine bestürzende Beobachtung machten: Werden Klatschzirkel geschlossen, dann steigt die Produktivität nicht, sie sinkt - teilweise dramatisch. Weil Grundlage jeder Motivation und Produktivität eine reibungslose Kommunikation ist - was man sich eigentlich denken könnte.
Zu einer reibungslosen Kommunikation gehört aber eben nicht nur die offizielle Firmenkommunikation. Wie lückenhaft, langsam und unspezifisch die ist, wissen Arbeitnehmer nur zu gut. Der informelle Klatsch hat also eine wichtige Kommunikationsfunktion, auf die ein modernes Unternehmen gar nicht mehr verzichten kann - wenn es weiß, was gut für es ist.
Den Vogel schoss neulich ein Manager ab, der verächtlich meinte: »Klatsch ist doch nicht effizient!« Woher haben manche Führungskräfte nur solche grandiosen Irrtümer? Natürlich scheint das Schwätzchen am Arbeitsplatz prima facie, auf den ersten Blick, kostbare Zeit zu kosten. Doch wer hinter diesem bescheidenen Zeitaufwand nicht den großen Nutzen der Produktivitätssteigerung erkennt, der muss sich vorwerfen lassen, das Investitionsprinzip des Wirtschaftens nicht verstanden zu haben. Klatsch fördert per Saldo die Produktivität! Klatsch ist ein Zeichen, kein Hindernis für Effizienz! Natürlich darf man es nicht übertreiben - doch das gilt für alle Mittel, Methoden und Medikamente. Penicillin ist so ziemlich das Nützlichste, was jemals erfunden wurde. Doch wer es überdosiert, kann damit Menschen umbringen. Ist Inkompetenz etwa ein Argument gegen Penicillin?

Klatsch tut Unternehmen gut
Wer hätte das gedacht: Klatsch ist ein Produktionsfaktor! Klatsch ist das Schmiermittel der innerbetrieblichen Wertschöpfung. Der Mensch lebt schließlich nicht vom Brot allein... Wenn also wieder mal ein »Großkopferter« einen Klatschzirkel mit den Worten auseinandertreibt, »Haben Sie nichts Besseres zu tun? Zurück an die Arbeit!«, dann wissen zumindest Sie es besser. Lassen Sie den Armen in seinem Irrglauben. Besser: Schenken Sie ihm bei nächster Gelegenheit dieses Buch. Man ist als Mitarbeiter ja immer auch ein wenig für die Weiterbildung seiner Vorgesetzten verantwortlich...
Dieselben Manager übrigens, die Klatsch und Tratsch unter ihren Mitarbeitern am liebsten verbieten würden, würden sich ein Klatschverbot für sie selbst heftigst verbitten. Denn jeder Manager schätzt den informellen Informationsaustausch, wie mir Coachs aus dem Management immer wieder bestätigen: »Unsere Meetings kann man eigentlich vergessen - bis auf die Pausen. Die interessantesten und produktivsten Gespräche finden immer in den Kaffeepausen statt.« Deshalb werden Arbeitspausen so gerne haltlos überzogen! Nicht so sehr, weil man sich vor der Arbeit drücken möchte, wie gerne höheren Orts unterstellt wird, sondern weil in Arbeitspausen in der Regel produktiver kommuniziert wird als in offiziellen Meetings!

Klatsch als Stresskiller
Klatsch tut nicht nur Ihrem Betrieb und Ihrem Chef gut, sondern auch Ihnen selbst. So meldete die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die AFP (13.3.04): »Wenn die Bundesbürger am Arbeitsplatz entspannen wollen, reden sie am liebsten mit Kollegen: 76 Prozent setzen auf Gespräche zur Entspannung, wie eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) ergab. Knapp zwei Drittel der Befragten trinken Kaffee oder essen eine Kleinigkeit. Immerhin jeder Zweite geht an die frische Luft. Auf Gymnastik oder Dehnübungen setzen nur 17 Prozent aller Befragten.« Das Schwätzchen ist als Stresskiller noch beliebter als die obligate Tasse Kaffee.
Das Schwätzchen bei der Arbeit ist nicht nur beliebt, es ist auch wirksam: Hängt man klatschende Probanden an EEG und EKG, ergeben sich Herz- und Hirnstromwerte, die durchaus mit denen bei gängigen Entspannungstechniken vergleichbar sind. Klatschen entspannt! Aber das erfahren und genießen Sie bestimmt schon lange täglich selbst. Bleiben Sie dabei. Sie sind erstens in guter Gesellschaft (mit 76 Prozent aller Arbeitnehmer!), zweitens ist es gesund und drittens daher sinnvoll - wenn das schon die Krankenkassen sagen... Klatsch auf Rezept sozusagen.
Just do it!
Dass Klatschen entspannt, würden die meisten Menschen unterschreiben, weil sie es aus eigener Erfahrung kennen. Trotzdem verkneifen sich heutzutage viele das entstressende Schwätzchen bei der Arbeit, weil die Zeit drängt und das schlechte Gewissen plagt. Dieser scheinbar so logische Verzicht erweist sich als Fehler. Denn wird der Stress nicht umgehend nach Auftauchen eines Stressors ausgeglichen, staut er sich auf, bis man am Feierabend entweder völlig erledigt ist (vom Stress, nicht von der Arbeit) oder am liebsten jemand an die Gurgel gehen möchte. (Akuter) Stress an sich ist nicht gefährlich. Gesundheitlich bedenklich wird er erst, wenn er zu lange Ihr Nervensystem vergiftet.
Wenn Sie also im Stress stecken und Ihnen der Sinn nach einem entspannenden Schwätzchen steht, dann folgen Sie diesem Impuls unbedingt. Es ist ein gesunder Impuls, wie Hunger und Durst auch. Es bringt nichts, wenn man Durst ignoriert. Lassen Sie sich nicht von der unsinnigen Einflüsterung abhalten, dass Sie für das Schwätzchen keine Zeit hätten. Denn so ein Schwätzchen entfaltet schon nach zwei bis drei Minuten seine entspannende Wirkung. Danach arbeiten Sie viel produktiver und entspannter. Sie holen die investierte Zeit also locker wieder auf. Klatsch und Tratsch kosten per Saldo keine Zeit, ganz im Gegenteil, sie sparen welche, fördern Motivation und Produktivität. Klatsch ist eine gute Investition, eine Investition mit hohem ROI - oder besser hohem ROK: Return on Klatsch.
Das können Sie sich alles wirklich gut vorstellen, werden aber das verdammte schlechte Gewissen trotzdem noch nicht ganz los? Dann hören Sie doch mal, was die Krankenschwestern der St. Bartholomew School of Nursing zum Thema Klatsch und Tratsch zu erzählen haben.

Die Londoner Schwestern-Studie
Die St. Bartholomew School of Nursing an der Londoner City University untersuchte zu Beginn des neuen Jahrtausends die Bedeutung von Klatsch und Tratsch für Berufstätige. Die Ergebnisse sind eine Offenbarung:
Ausnahmslos alle befragten Krankenschwestern gaben zu, über Patienten, Kolleginnen und Ärzte zu klatschen. Klatsch und Tratsch sind also nicht etwas Unanständiges, was höchstens ein paar notorische Klatschbasen tun. Klatsch ist etwas zutiefst Menschliches, ein Grundbedürfnis bei der Arbeit sozusagen. Jeder Mensch hat ein Recht darauf, bei der Arbeit zu klatschen!
Obwohl alle klatschten, verurteilten einige doch das Klatschen am Arbeitsplatz - was beweist, dass man auch wegen etwas Sinnvollem, Nötigem und Nützlichem ein schlechtes Gewissen haben kann, solange es der Chef oder die Gesellschaft fahrlässigerweise stigmatisieren.
Klatschen und Tratschen hatte für die Befragten die Bedeutung eines Stressventils. Viele bezeichneten Klatsch und Tratsch als »befreiend« oder gar »therapeutisch«. Donnerwetter! Klatsch ersetzt den Therapeuten! Ob Freud das wusste?
Die festgestellte starke Wirkung von Klatsch und Tratsch liegt in der einzigartigen Möglichkeit, klatschend seine »wahren Gefühle« am Arbeitsplatz zu artikulieren. Jeder kennt das Gefühl, wenn es einen schier zerreißt, weil einem etwas auf der Seele brennt. Klatschen erleichtert und befreit von diesem emotionalen Druck.
Negativer Klatsch ist weitaus stärker verbreitet als positiver, weil er den Stress besser ableitet. Das weiß eigentlich jeder Azubi: Ablästern erleichtert! Oder wie ein Azubi einmal sagte: »Unser Chef ist nur zu ertragen, weil wir hinter seinem Rücken immer mächtig über ihn herziehen!«

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