Dieses Buch ist in seiner Art einzigartig. Der Autor versteht es, in leicht verständlicher Sprache komplexe Zusammenhänge anzusprechen, sie für Profis und Laien gleichermassen gut nachvollziehbar darzustellen. Es ist ein gelungener Mix aus Theorie und Praxis. Das Buch führt deutlich weiter, als die bisherigen Bücher zur Prozessorientierten Energetischen Psychologie. Spezielle Anwendungen, wie der effiziente KK, werden spannend dargestellt. Als Therapeut arbeite ich täglich mit PEP und setze die verschiedenen Elemente dieser therapeutischen Zusatzmethode ein. Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert, was sich mit diesen Techniken erreichen lässt. Es handelt sich um Techniken, die dem Menschen nahe liegen, die seinem Wesen entsprechen und die in natürlicher Weise wirksam werden. Klopfen ist zwar im Titel "Klopfen mit PEP" erwähnt, allerdings handelt es sich bei den Klopftechniken eher um sog. "Erste-Hilfe-Techniken", - die dann zum Einsatz kommen, wenn "es brennt", - wenn der Anwender unter akutem, emotionalem, dysfunktionalem Stress leidet. Beachtenswert sind v.a. auch die anderen im Buch ausführlich beschriebenen Wege, wie der Selbstakzeptanz-Technik, den verschiedenen Entspannungsmethoden, den mit EMDR verwandten Techniken, die sich alle zu einem äusserst sinnvollen Ganzen ergänzen und daher ausgesprochen wirksam sind. Viele Leserinnen und Leser sind besonders durch "Klopfen" angezogen... es gibt viele, die klopfen, aber wenige, die so effizient klopfen, wie die Anwender von PEP. Ich habe mich mit anderen Klopftechniken befasst. Etliche sind hilfreich, alle wirken irgendwie... aber die Art und Weise, wie man in der Prozessorientierten Energetischen Psychologie das Klopfen in die therapeutische Arbeit integriert, ist etwas ganz Spezielles. Ich finde es sehr schön, dass Interessierte, die sich für "Klopfen" in der therapeutischen Arbeit, wie auch in der Selbsthilfe interessieren, in diesem Buch auch weitere, wichtige, ergänzende Möglichkeiten finden, die das Klopfen optimieren und erst zu dem machen, was möglich ist. Einerseits sind die Methoden die in diesem Buch beschrieben sind, sehr natürliche Methoden, - sie nehmen Bezug zum Wesen des Menschen, zum Menschen als System aus verschiedenen Elementen, wie Körper, Emotionen, Gedanken, Unterbewusstsein und dem, was man allgemein "Seele" nennt und integrieren all diese Teile zu einem Ganzen. Es ist Herrn Dr Michael Bohne wieder einmal ein grosser Wurf gelungen und ich hoffe, dass viele Interessierte, seien es nun Ärzte, Therapeutinnen, Patienten oder allgemein interessierte Menschen, dieses Buch lesen werden. Es bringt jedem etwas, - und jede und jeder von uns kann darin lernen, wie man vorgehen kann, um zu sich selber eine bessere Beziehung zu schaffen. Es geht im Grunde genommen, um eine Therapie der Selbstbeziehung, - eine Therapie, die nicht unbedingt einen "fremden Therapeuten" braucht, - wir können uns selber behandeln, wenn wir gelernt haben, was dieses Buch uns vermitteln will. Als Schüler von Prof. Dr. Jürg Willi habe ich mich v.a. der Therapie von Beziehungen gewidmet, und gelernt, dass wir, wie es Martin Buber sagt, - "am DU werden"; im ständigen Sich-in-Beziehung-setzen" im Kontakt mit anderen wachsen wir, entwickeln wir uns. Ko-Evolution ist aber nur möglich, wenn wir zuerst zu uns selbst eine möglichst gute und akzeptierende Beziehung haben. Dies habe ich bei Jürg Willi etwas vermisst. Es ist möglich, dass er die Selbstbeziehung als gegeben vorweg genommen hat, - wobei die Selbstbeziehung natürlich auch durch die Beziehung zwischen mir und anderen wachsen kann. Grundlegend ist aber eindeutig, dass jeder Mensch zu erst, - und dies wirklich, zu allererst... zu sich selbst eine gute Beziehung aufbaut, - auch das eine fortlaufende und nie endende Arbeit, die wir unser Leben lang fortsetzen müssen. Wenn wir die Theorien von Jürg Willi (Koevolution) mit denen von Michael Bohne (Selbstakzeptanz) kombinieren, gelangen wir für die Psychotherapie zu äusserst wirksamen Möglichkeiten, wie ich sie bis anhin so nie angetroffen habe.
Spannend ist auch, dass die in dem Buch behandelten Möglichkeiten nicht nur für "Kranke" Sinn machen, sondern dass sie auch für noch Gesunde extrem spannend und wertvoll sind. Die PEP-Techniken sind für alle leicht zu erlernen, für Frauen und Männer, Hochschulabsolventinnen und einfache Arbeiter, - für Erwachsene und Kinder. Sie können von Profis in ihre Arbeit integriert werden. Sie sind auch als präventive Möglichkeiten anwendbar, - optimal auch in der "Burnoutprävention"... Dank der Arbeit mit PEP gelangt jede Anwenderin und jeder Benutzer sehr leicht zu sehr wertvollen Selbsterfahrungstechniken, die ihm helfen, sich selber immer besser kennen zu lernen.
Ich gratuliere Dr. Michael Bohne für dieses sehr gelungene Buche und kann es allen Interessierten wärmstens empfehlen. Als Psychotherapeut habe ich täglich die Freude, die Wirksamkeit von PEP im Berufsalltag zu erleben.