Nicht nur der Taschenverlag kann also wunderbare, großformatige Bücher über Kunst machen. Fast einen halben Meter hoch ist dieser Band, und wahrscheinlich auch über fünf Kilo schwer. Und schon das Bild auf dem Schuber ist ein Genuss. Der Band selbst strahlt einen dann in leuchtendem Gold an. Geliefert wird das ganze dann zur Sicherheit auch noch in einer schwarzen, ausreichend stabilen Tragetasche. Man erhält also durchaus viel, schönes Buch für sein Geld.
Aber auch der Inhalt hat einiges zu bieten. Klimt, das ist Wien, die Secession, ein Rausch voller Farben, etwas Dekadenz und viel Sinnlichkeit. Insbesondere seine Frauenportraits wirken ungewohnt modern. Es wird deutlich, warum Jugendstil einmal etwas wahnsinnig Innovatives war. Denn viele der hier abgebildeten Gemälde geben einen rauschhaften Blick auf die Welt wieder. Besser kann man intensives Empfinden wohl nicht auf eine Leinwand bringen. Das große Format wird zwar nicht für alle Bilder verwendet. Oft ist wird es aber genutzt, um den Eindruck des Betrachtens des Bildes in einem Museum hier im Buch zu reproduzieren. Die Druckqualität ist durchgehend herausragend.
Das Buch bietet tatsächlich alle bekannten Gemälde von Klimt, darunter auch das weniger bekannte Frühwerk. Dazu gibt es noch ein paar Werke von anderen Künstlern, die für Klimt eine Rolle gespielt haben, sich auf ihn beziehen oder einfach den Kontext der Zeit illustrieren. Die Texte erläutern die Kunst von Klimt, seine Zeit und die Geschichte der einzelnen Bilder.
Mein schönstes Geburtstagsgeschenk in diesem Jahr.