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Kleptopia: Wie uns Finanzindustrie, Politik und Banken für dumm verkaufen
 
 

Kleptopia: Wie uns Finanzindustrie, Politik und Banken für dumm verkaufen [Kindle Edition]

Matt Taibbi , Heike Schlatterer , Anne Emmert
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Kindle-Preis: EUR 13,99 Inkl. MwSt. und kostenloser drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet

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Broschiert EUR 16,99  

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein packendes Panorama einer Demokratie, in der das Verhältnis von Politik und Wirtschaft verrutscht ist." (Süddeutsche Zeitung )

"Das Buch zur Krise für Leser, die Mühe haben, den verschwurbelten Erklärungen der üblichen Experten zu folgen." (Impulse )

Kurzbeschreibung

Dieses Buch könnte die Bibel der Occupy-Wall-Street-Bewegung werden


Ausgehend von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 begibt sich Matt Taibbi, Redakteur des Magazins „Rolling Stone”, auf Spurensuche. Wie konnten die ungedeckten Immobilienkredite Amerikas die globale Wirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs bringen? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer der modernen „Finanzprodukte“? Was Taibbi bei seinen Recherchen und Interviews mit Hedgefond-Managern, Wallstreet- Bankern und Politikern herausfindet, hat wenig zu tun mit der offiziellen Version zum Beinahe-Kollaps unseres Finanzsystems. Egal, welche Partei vorn liegt, das reichste Prozent der Amerikaner rafft einen immer größeren Anteil des Volksvermögens an sich. In einer komplizierter werdenden Welt sehnen sich die Menschen nach einfachen Botschaften („wir“ gegen „die“), verkörpert in Gestalten wie Sarah Palin. Unterdessen inszenieren Finanzfachleute von Goldman Sachs & Co. milliardenschwere Betrugsmanöver auf Kosten vieler Bürger. „Kleptopia“ ist ein Manifest gegen die Verdummungskampagne von Medien, Wirtschaft und Politik. Der zornige Matt Taibbi schenkt seinen Gegnern nichts. Mit hinreißendem rhetorischem Schwung analysiert er Phänomene wie die Tea-Party-Bewegung, die Hypothekenkrise und die Tricksereien des Finanzoligopols.
Er entlarvt sie als das, was sie sind: groß angelegte Propagandalügen und Umverteilungskampagnen zugunsten der Finanzbranche.


Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 504 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 369 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 357050140X
  • Verlag: Riemann Verlag (27. Februar 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B007A5MN7Q
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: #46.922 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krieg den Palästen! 12. April 2012
Von Volker M. TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Es ist alles noch viel schlimmer. Ja, wir sind Zeuge der größten Vermögensumverteilung von unten nach oben in der Geschichte der Menschheit. Ja, die Politik befindet sich in der Geiselhaft widerlich gieriger Finanzhazardeure. Ja, wir werden belogen, betrogen, ausgenommen und verhöhnt.

Aber beschweren wir uns nicht. Denn wir lassen es uns gefallen.

Matt Taibbi stemmt sich mit Gewalt gegen die Übermacht der "Finanzindustrie" (Das Wort ist ein Widerspruch in sich: Eine Industrie muss Waren schaffen) und Matt Taibbi ist wütend. Er schreit seine Wut heraus, denn je tiefer er in die dunklen Hinterzimmer der Macht hineinleuchtet, umso ungeheuerlicher werden die Verbrechen, die er aufdeckt. Verbrechen, die nicht geahndet werden, denn in den Hinterzimmern werden die Gesetze immer gerade rechtzeitig geändert, damit die Vergehen noch "legal" bleiben. Die angerichteten Schäden sind von astronomischen Ausmaßen (alleine die USA hat 13 Billionen Dollar Schulden angehäuft!), die Schäden beseitigen wird der Steuerzahler. Alternativlos. Denn das Kartell aus Finanzkriminellen und Politik sorgt seit den 90iger Jahren dafür, dass die Gewinne zunehmend privatisiert und die Verluste sozialisiert werden. Die gleichen Hyänen, die gegen Gesundheitssysteme und Subventionen wettern, lassen sich eiskalt ihre geplatzten Kredite vom Staat ersetzen. Alleine Goldman Sachs, nach Haibbi einer der perfidesten Geldgangster der Welt, hat sich 50 Milliarden Dollar an Staatshilfe gesichert - und im selben Jahr 3,5 Milliarden Dollar "Gewinn" ausgewiesen. Die Bonuszahlungen waren entsprechend üppig. Matt Taibbi nennt die Schuldigen beim Namen und er ist in seiner Wortwahl nicht zimperlich. Seine Bezeichnung für Alan Greenspan, den ehemaligen Chef der US-Zentralbank, würde die Amazon Richtlinien für Rezensionen verletzten, so wenig zimperlich ist er. Wir sind in den Händen von hochintelligenten Verbrechern und anstatt uns darum zu kümmern, dass sie hinter Gitter kommen, interessieren wir uns für die Eskapaden von Paris Hilton und den Lebenswandel der Schwägerin des US-Präsidenten. Wir jammern über die hohen Steuern und hinterfragen nicht, warum der Steuersatz von Warren Buffet niedriger ist als der seiner Sekretärin.

Matt Taibbi steht mit seiner hochqualifizierten und erschreckenden Analyse leider auf verlorenem Posten. Und der Grund ist so einleuchtend wie erschreckend: Wir lassen uns einreden, dass "die da unten" nur auf "unsere Kosten" leben und die drückende Steuerlast sinken würde, wenn "die da unten" endlich mal arbeiten würden. Denn wir, die wir einen Job haben, gehören ja alle zu denen "da oben", die ausgeplündert werden. Es sind die einfachen Antworten, die verfangen. Um zu durchschauen, dass unsere Abgabenlast unaufhaltsam steigt, weil wir der Hochfinanz ihre Betrügereien bezahlen, muss man tief in den Dschungel eindringen. Wäre Matt Taibbi in seiner Wortwahl nicht so radikal, ja oft persönlich beleidigend, sein Einfluss auf die öffentliche Meinung wäre vielleicht größer. Aber alleine der Umstand, dass er seine Beleidigungen publizieren darf, ohne dass ihn die Mächtigen mit Prozessen überziehen, ist ein deutlicher Hinweis, dass er wohl Recht hat. Keine Behauptung, die er nicht mit Fakten hinterlegt. Und auch wer schon dachte, er hätte das Spiel durchschaut, wird eines Besseren belehrt: Es ist alles noch viel schlimmer. Und zynischer.

Nur Lösungen, die hat Haibbi leider auch nicht. Aber wir werden den Aufstand der 99% wohl noch erleben.
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