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am 20. Dezember 2006
Das Bild der letzten Königin Ägyptens als nymphomanischer, männermordender Vamp, vom Wesen her intrigant, machthungrig und verschlagen, hat die Altertumswissenschaft in den letzten Jahrzehnten zusehens relativiert. In aller Deutlichkeit geht der Hamburger Althistoriker Christoph Schäfer in seinem Kleopatra-Buch auf diesem Wege weiter und liefert eine Biographie der letzten Ptolemäerin ab, die gerade unter kritischer Würdigung der historischen Quellen ein unvoreingenommenes, realistisches und plastisches Bild Kleopatras bietet. Immer wieder betont Schäfer, dass nach ihrem Tod die Geschichte Kleopatras von ihren Gegnern und Besiegern, allen voran Octavian-Augustus, geschrieben wurde, weshalb er die noch greifbaren Quellen und antiken Aussagen über Kleopatra stets einer kritischen Prüfung unterzieht. Unterm Strich gesehen bleibt nichts von den vielen negativen Charaktereigenschaften und angeblichen Verbrechen, die Kleopatra verübt haben soll.

Auch räumt Schäfer mit verschiedenen Legendenbildungen und Fehlinterpretationen auf, wie sie sich in Geschichtsbüchern immer noch stereotyp heruntergebetet werden: Es gab keinen Brand der großen Bibliothek von Alexandria; die Lustreise von Caesar und Kleopatra auf dem Nil fand gar nicht statt. Auch erscheint Marcus Antonius in einem anderen Licht, wurde doch auch dieser das Opfer feindlicher Geschichtsschreibung, sodass Schäfer das schiefe Bild des Triumvirn gerade rückt und insbesondere aufräumt mit dem Vorwurf, dass Antonius bei den so genannten Landschenkungen an Kleopatra und ihre gemeinsamen Kinder römisches Reichsgut verschleudert habe; auch ließ sich Antonius keineswegs nur von seinen Gefühlen zu Kleopatra leiten, vielmehr sind eindeutig politisches Kalkül und rationale Ansätze eruierbar.

Alles in allem eine wunderbar zu lesende Biographie, bereichert um eine gute Bebilderung (seltsamerweise fehlt jede bildliche Darstellung Caesars und Octavians) und eine interessante Rezeptionsgeschichte Kleopatras. Besonderes erwähnenswert erscheint mir hier, wie positiv sich der Autor über die Kleopatra-Verfilmung aus dem Jahre 1963 äußert. Volle Kaufempfehlung!
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am 7. September 2011
Die ägyptische Königin Kleopatra gehört zweifelsohne zu den berühmtesten oder besser gesagt zu den berüchtigtsten Frauen der Geschichte. Seit Jahrhunderten werden Legenden über die letzte Ptolemäerin erzählt, vielfach ist sie von ihren Feinden nach dem Tode verleumdet worden. Der Althistoriker Christoph Schäfer trägt mit seiner chronologisch angeordneten Biographie dazu bei, die Gestalt der Kleopatra zu entmystifizieren. Vermutlich wird dieses Buch aber zu wenig gelesen, um die Allgemeinheit von ihrem "klassischen" Kleopatrabild" abzubringen.
Schäfer stellt sie als kluge, vorausschauend handelnde, scharf berechnende und zielbewusste Machtpolitikerin dar, die versuchte das ägyptische Königreich sicher durch den römischen Bürgerkrieg zu manövrieren. Dazu ging sie bereitwillig Beziehungen zu den mächtigen Römern ein, um diese für ihre Zwecke zu nutzen, zunächst Caesar und später Marcus Antonius, wodurch es ihr gelang ihren Machtbereich durch die Landschenkungen des letzteren erheblich zu erweitern.
Nachdem der Bürgerkrieg offen ausbrach und Octavian über das gemeinsame Heer Marcus Antonius und Kleopatras triumphierte, kam kurze Zeit später das Ende für sie durch Selbstmord, vermutlich durch eine Giftnadel und nicht wie in der Propaganda des Octavian verbreitet durch einen Schlangenbiss.
Schäfer stellt nicht nur das Leben der Königin in ihrer Zeit ausführlich dar, sondern widmet ein Kapitel der Darstellung und Rezeption Kleopatras im Laufe der verschiedenen Jahrhunderte. Auch dieses Kapitel ist sehr interessant. Die Königin, die sich solange im Machtspiel mit den führenden Politikern ihrer Zeit wie Caesar, Herodes, Marcus Antonius und Octavian durchsetzte, fasziniert seit Jahrhunderten die Menschen. Diese Biographie ist wirklich lesenswert und daher nur zu empfehlen.
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