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Kleinstadtaffäre: Roman [Taschenbuch]

Hans Werner Kettenbach
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Kurzbeschreibung

Juli 2005
Einmischen unerwünscht! - signalisieren die Merzthaler ihrem Gast, dem Schriftsteller Carl Wallot, als er, statt wieder abzureisen, sich zu sehr für die Belange ihres Provinzstädtchens zu interessieren beginnt. Der Literaturstar meint die Signale ignorieren zu können - bis ihn seine Schnüffelei in Teufels Küche bringt.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 504 Seiten
  • Verlag: Diogenes (Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257234643
  • ISBN-13: 978-3257234640
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 696.016 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Geboren 1928, arbeitet als Ressortleiter Politik beim Kölner Stadt-Anzeiger. Veröffentlichte neben Sachbüchern verschiedene Romane und Krimis, zuletzt erschien von ihm im Diogenes Verlag 'Minnie oder ein Fall von Geringfügigkeit' (detebe 21218).

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3.0 von 5 Sternen schnüffler unerwünscht! 10. März 2004
Format:Gebundene Ausgabe
der schriftsteller carl wallot kommt nach merzthal um aus einem seiner bücher zu lesen. er quartiert sich im besten haus am platz ein und lernt schon bald susanne keppler, die junge frau des reichsten mannes und wohltäters der stadt kennen. sie schüttet ihm ihr herz aus, erzählt von ihrer unglücklichen ehe, und bittet ihn um hilfe bei der suche nach einer arbeit in der stadt. darauf hin ändert wallot seine pläne und entschließt sich länger in merzthal zu bleiben. die diversen kleinstadtskandale bieten womöglich guten und brissanten stoff für einen neuen roman. er beginnt den menschen nachzuspionieren, sie auszuhorchen. doch diese rechnung hat er ohne die merzthaler gemacht. man zeigt wallot die kalte schulter. er wird aus einer kneipe geworfen, bei einem spaziergang im park zusammen geschlagen und auch seine wohnung in der stadt wird aufgebrochen und verwüstet. doch so leicht gibt der schriftsteller nicht klein bei.
wallot stellt susanne weiterhin nach und versucht auch jörg froberger, den jungen journalisten auf seine seite zu ziehen, bis es zu einem unglück kommt .....

H.W. KETTENBACH schildert recht gut die atmosphäre einer provinzstadt mit all den bekannten klischees und begebenheiten. die charaktere, die umgebung, all das kommt recht bildhaft rüber. der roman hätte ein wenig kürzer ausfallen können, aber im großen und ganzen eine, nicht spektakuläre aber doch nette und spannende lektüre.

bruna s.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mord in der Provinz 19. Juli 2009
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Das hat sich der bekannte Schriftsteller Carl Wallot etwas anders vorgestellt. In Merzthal wollte er seinen neuen Roman vorstellen. Der Empfang ist nicht gerade berauschend und das Nest alles andere als aufregend. Aufregend dagegen die attraktive Susanne Keppler. Warum also nicht ein paar Tage länger bleiben? Dabei stellt Wallot mit geschultem Blick schnell fest, dass sich hinter der vermeintlichen Kleinstadtidylle mehr verbirgt als auf den ersten Blick sichtbar wird.

Hans Werner Kettenbach war Journalist und ist mittlerweile ein Meister des hochkarätigen Kriminalromans. "Kleinstadtaffäre" ist sein zwölftes Buch, das seine Leser wieder mit unwiderstehlicher Spannung in Bann zieht. Dabei geht es nicht nur um das herkömmliche Muster dieses Genres. Kettenbach bezieht gesellschaftliche, politische und moralische Erscheinungen und Defizite in den Plot ein. Und schafft damit mehr als nur einen Kriminalroman.

Merzthal ist Kleinstadt und Provinznest, Heimat und verschworene Gemeinschaft. Und es sind "Merzthaler Angelegenheiten", die man gern für sich behalten möchte. Da gibt es den Fabrikanten Keppler, der nicht nur mit der wesentlich jüngeren Susanne verheiratet ist, sondern auch als Mäzen von Merzthal gilt, der seinen Einfluss bis hinein in die Redaktion des Merzthaler Lokalblatts ausübt. Ein Wohltäter mit nicht ganz reiner Weste übrigens, der sich das Städtchen untertan gemacht hat.

Wallot spürt dies und das auf. Vielleicht ist das der Stoff für ein neues Buch mit dem Titel "Roman einer Kleinstadt" - natürlich "auf hohem Niveau". Seine "Recherchen" werden aus beruflicher Neugier von dem jungen ambitionierten Lokalredakteur Froberger begleitet, der ebenfalls nicht ohne Interesse an Susanne ist.
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3.0 von 5 Sternen Vorstadtgeplänkel 19. Januar 2013
Von Lilalu
Format:Taschenbuch
Auf der Buchrückseite steht, der Roman sei "psychologisch dicht erzählt". Bis zur Hälfte ist er das auch tatsächlich. Aber dann dümpelt die Story doch arg vor sich hin, und man mag das ewige "Ich sagte ihm...", "er erzählte mir...", "Ich rief Dirk auf seinem Handy an und berichtete ihm...", "Dirk rief mich auf meinem Handy an und fragte mich..." nicht mehr lesen.
Der Autor wechselt ab der Hälfte des Romans in seiner Erzählweise vom Imperfekt ins Präsens, und genau ab diesem Punkt bekommt der Roman auch seinen "Riss". Auffällig auch, dass der Autor, der seinen Ich-Erzähler bis zur Hälfte eher vorsichtig und leicht schwurbelnd erzählen ließ, diesem Jörg dann plötzlich recht deftige Worte in den Mund legt. Insgesamt ist der Roman auch einfach zu lang geraten (504 Seiten) - dafür, dass er eigentlich nichts wirklich Nennenswertes zu berichten weiß! In gewisser Hinsicht erinnert mich die "Kleinstadtaffäre" ein wenig an Schullektüre aus den 80er Jahren - ein bisschen Max Frisch, ein bisschen Friedrich Dürrenmatt und einen Schuss Martin Sperr. Eigentlich könnte -wie bei einem Theaterstück - vor jede wörtliche Rede noch der Name der Person mit Doppelpunkt gesetzt werden, so dass man den Roman mit verteilten Rollen lesen könnte. Schullektüre halt! - Gewiss, es sind nette Szenen beschrieben, sehr realitätsnah, sehr aus der ironisch-distanzierten Sichtweise des Großstädters auf den Kleinstädter erzählt, und das macht - wie gesagt - bis zur Hälfte auch durchaus Spaß.
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