der schriftsteller carl wallot kommt nach merzthal um aus einem seiner bücher zu lesen. er quartiert sich im besten haus am platz ein und lernt schon bald susanne keppler, die junge frau des reichsten mannes und wohltäters der stadt kennen. sie schüttet ihm ihr herz aus, erzählt von ihrer unglücklichen ehe, und bittet ihn um hilfe bei der suche nach einer arbeit in der stadt. darauf hin ändert wallot seine pläne und entschließt sich länger in merzthal zu bleiben. die diversen kleinstadtskandale bieten womöglich guten und brissanten stoff für einen neuen roman. er beginnt den menschen nachzuspionieren, sie auszuhorchen. doch diese rechnung hat er ohne die merzthaler gemacht. man zeigt wallot die kalte schulter. er wird aus einer kneipe geworfen, bei einem spaziergang im park zusammen geschlagen und auch seine wohnung in der stadt wird aufgebrochen und verwüstet. doch so leicht gibt der schriftsteller nicht klein bei.
wallot stellt susanne weiterhin nach und versucht auch jörg froberger, den jungen journalisten auf seine seite zu ziehen, bis es zu einem unglück kommt .....
H.W. KETTENBACH schildert recht gut die atmosphäre einer provinzstadt mit all den bekannten klischees und begebenheiten. die charaktere, die umgebung, all das kommt recht bildhaft rüber. der roman hätte ein wenig kürzer ausfallen können, aber im großen und ganzen eine, nicht spektakuläre aber doch nette und spannende lektüre.
bruna s.