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Kleines Lexikon des Mittelalters: Von Adel bis Zunft
 
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Kleines Lexikon des Mittelalters: Von Adel bis Zunft [Taschenbuch]

Wilhelm Volkert
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Wilhelm Volkert
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieses Lexikon ist mehr als nur ein Nachschlagewerk für Laien, wie es im Klappentext steht. Das Taschenbuch leistet Geschichtsstudenten gute Dienste. Wer mittelalterliche Geschichte studiert, der kommt um Begriffe wie "Munt", "Urbar", "Anleit" oder "Pründe" nicht herum. Professor Wilhelm Volkert hat ein unentbehrliches Werkzeug für angehende Historiker und Geschichtsinteressierte verfaßt.

Die Fehde dürfte hinlänglich bekannt sein. Im Frühmittelalter galt sie für das Recht einer Familie, sich für eine Gewalttat rächen zu dürfen. Da es noch keine Rechtsgarantie gab, war diese Methode ein allgemeingültiges Mittel, um den Rechtsfrieden wiederherzustellen. Mit der Landfriedensbewegung im frühen 12. Jahrhundert wurde die Fehde allerdings auf die ritterliche Gesellschaft beschränkt. Den Königen war die Fehde ein Dorn im Auge und so versuchten sie, sie zu verbieten. Dieses Bestreben blieb bis zum Reichsgesetz über den Ewigen Landfrieden 1495 erfolglos. Danach wurde die Fehde verboten.

Eigenartigerweise hat Wilhelm Volkert die Stellung der Frau definiert, die des Mannes jedoch nicht. Vielleicht weil Männer im Mittelalter so oder so eine dominierende Stellung innehatten. Über die soziale Rolle der Frau im Mittelalter ist wenig bekannt, dafür aber über ihre rechtliche Position. Die Frau war ihrem Manne zu Gehorsam und Unterordnung verpflichtet. Einzig die Witwe wurde bevorzugt. Sie konnte nach dem Tod ihres Mannes über Mitgift, Morgengabe und Wittum sowie über das vom Ehemann ererbte Vermögen bestimmen. Und sie stand unter dem speziellen Friedensschutz des Königs.

Mit dem Mittelalter werden auch die Hexenverfolgung und Folter verbunden. Die Folter war tatsächlich ein probates Mittel, um ein Geständnis eines Angeklagten zu erzwingen. Da einzig und allein Zeugenaussagen als Beweis galten, wurde die Folter seit dem 13. Jahrhundert zur gerichtlichen Beweiserhebung eingesetzt. Der Angeklagte war der Willkür des Gerichtes und der Folterknechte hilflos ausgeliefert. Die Methoden wurden im Zuge von Verfahren gegen Ketzerei im 15. Jahrhundert verschärft.

Ein spannendes Lexikon über ein düsteres Kapitel der Geschichte. -- Corinna S. Heyn

Kurzbeschreibung

Wer weiß, was Fehde oder Feme, Munt oder Rüge nach mittelalterlichem Verständnis bedeuten? Wer kennt den Unterschied von Gilde und Zunft, von Grundherrschaft und Gutsherrschaft? Wer kann mit dem Ausdruck Goldene Bulle oder Weistum eine rechte Vorstellung verbinden?

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Volkert behandelt von "Ablaß" bis "Zweikampf" die wichtigsten Stichwörter des Mittelalters. Die einzelnen Texte sind gut zu lesen, ohne allzu ausschweifend zu sein. Das Buch verzichtet auf Bilder und Karten, was die Lesbarkeit eher erhöht. Angenehm ist, daß er sich nicht in Fachausdrücken verliert sondern immer den interessierten Leser im Auge hat, der vielleicht nicht jeden mittelalterlichen Spezialbegriff im Schlaf hersagen kann.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nun liegt dieses Werk auch in einer finanziell interessanten Taschenbuchversion vor, weshalb man sich nun als Student, als historisch Interessierter etc. dieses Buch zulegen sollte. Von Adel bis Zunft reicht die Spanne, die uns am Mittelalter interessiert. Edle Ritter oder wilde Rabauken,treulose Bäcker, die wegen zu kleiner Brötchen in den Fluß gesenkt werden. Von Adel bis Zunft also,- zwar endet das Buch nicht mit dem Eintrag Zunft und beginnt nicht mit Adel, aber es ist eine schöne Einladung ins Mittelalter. In seinem Vorwort gibt Volkert gerne zu, dass er die beiden Schlagwörter genommen hat,um sein Themengebit zu umreissen: das Mittelalter. Und man muss sagen, das Mittelalter hat immer noch Konjunktur, denn sonst würde der Markt der historischen Literatur nicht mit allerlei derartigen Werken überschwemmt. (Und nach der gebundenen Ausgabe rentiert sich scheinbar auch noch das Taschenbuch) Und Volkert schwimmt ein wenig mit auf dieser Welle, denn dieses Buch ist werder wissenschaftlicher, noch rein populärwissenschaftlicher Art. Unter dem jeweiligen Stichwort finden sich interessante Essyas zu sozialen, juristischen und gesellschaftliuchen Zusammenhängebn der Zeit. Es mach Spass, sie zu lesen. Irgendwie hat man das Gefühl, einen guten Essay zu lesen, eben nicht mehr und nicht weniger. Wissenschaftlich hingegen kann es nicht mehr sein als eine Einführung. Denn im Zweifelsfall muss man doch zum Haberkern/Wallach oder eben zum Lexikon des Mittelalters greifen. Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ähnelt das Buch eher einem Zettelkasten, das ein hochverdienter Professor für bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg und im Herzen ein dem bayerischen Hauptstaatsarchiv in München verbunden gebliebener Archivar,zusammengetragen und nun zu einem Buch gebündelt hat. Aber ein wissenschaftliches Werk wollte es wohl auch nicht sein, was Wilhelm Volker hier vorgelegt hat. Vielmehr einm bunter Reigen, um das ferne Mittelalter ein wenig näher zu bringen, eine Einladung ins Mittalter eben, und dafür gibt es die allzeit passablen drei Sterne. Nicht mehr, und bestimmt nich weniger (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gottsched
Format:Taschenbuch
Aufgrund der willkürlichen Auswahl der Stichworte fragt man sich, was der Autor bezwecken möchte. Am wenigsten wahrscheinlich möchte er seinem Leser einen Überblick über eine Epoche vermitteln.

Da es sich vorwiegend an Studenten richtet (wer sonst möchte es schon genauer wissen, wo der Unterscheid zwischen einer Land- und einer Kirchenvogtei liegt), möchte ich vor allem diese warnen: Ihr erhaltet im LMA deutlich verständlichere und besser gegliederte Information. Das liegt wahrscheinlich an der Kürze, die sich der Autor auferlegt hat. Dadurch allerdings wird der Inhalt bis zur Entstellung komprimiert und damit abstrahiert. Ihr seid auf jeden Fall schneller informiert mit dem großen, das ja in jeder Bibliothek - und mittlerweile auch legal im Netz - vorhanden ist.
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